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Der Astronaut

Kritik Details Trailer News
Spaßiges Weltraumabenteuer mit Ryan Gosling

Der Astronaut Kritik

Der Astronaut Kritik
5 Kommentare - 17.03.2026 von Moviejones (Alex Wall)
Wir haben uns "Der Astronaut" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Der Astronaut

Bewertung: 3.5 / 5

Phil Lord und Christopher Miller haben 2014 mit The LEGO Movie einen beachtlichen Kinoerfolg abliefern können, der auch bei Kritikern und Publikum sehr gut ankam. Seitdem haben sie den Regiestuhl aber eher gemieden und waren stattdessen als Produzenten unterwegs. Das ändert sich mit Der Astronaut. Das Regieduo kehrt zurück und schießt Ryan Gosling ins Weltall, wo dieser nicht weniger als die gesamte Menschheit retten muss. Wie gut funktioniert das Comebock von Lord und Miller und kann der Film mehr als nur witzig sein?

Der Astronaut Kritik

Ryland Grace (Ryan Gosling) erwacht ohne Erinnerungen und als einziger Überlebender auf einem Raumschiff im Tau-Ceti-System. Die Entfernung zur Erde beträgt Lichtjahre und die Treibstofftanks sind für eine Rückkehr nicht voll genug. Als seine Erinnerungen langsam zurückkehren, wird ihm bewusst, dass seine Mission die Entschlüsselung der Substanz Astrophage ist, die die Sonnen zahlreicher Sonnensysteme zu vernichten droht. Ausgewählt wurde er dafür von Eva Stratt (Sandra Hüller), die für die ESA arbeitet und in dem eigentlich erfolglosen Molekularbiologen, der als Lehrer arbeitet, Potenzial sieht.

Trailer zu Der Astronaut

Während seiner Mission bekommt Grace die Hilfe eines steinernden Aliens, den er Rocky nennt und der vom Planeten Eridan stammt. Gemeinsam lernen sie miteinander zu kommunizieren und setzen sich das Ziel, die Bedrohung, von der auch Eridan betroffen ist, zu erforschen und ine Lösung dafür zu finden.

Die Handlung basiert auf Andy Weirs Roman "Project Hail Mary". Der Schriftsteller schrieb zuvor "Artemis" und "Der Marsianer". Zu letzterem erschien der gleichnamige Film Der Marsianer - Rettet Mark Watney mit Matt Damon, der sehr gut ankam. Daher ist die Hoffnung vieler Fans des Films gewesen, das die Verfilmung des neuesten Buches ebenso gut wird. Die Hoffnung müssen wir zwar leicht dämpfen, mit einem schlechten Film haben wir es hier aber auch nicht zutun.

Das liegt unter anderem an der Ausgangslage. Ohne größeres biologisches oder physikalisches Fachwissen zu besitzen, klingt die Bedrohungslage durch die Substanz Astrophage schlüssig. Der normale Kinozuschauer versteht das Problem, ohne dass es total unrealistisch wirkt. Sicherlich ist Der Astronaut kein hyperrealistisches Szenario, insbesondere wenn es um dem Umgang mit der Bedrohung geht, dennoch ist es einleuchtend und realistisch genug, dass es befriedigend wirkt.

Hilfreich ist da sicherlich auch der Umstand, dass der Film immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit, also Graces wiederkehrender Erinnerungen, springt. So erfahren wir auch nicht alles bis ins kleinste Detail. Ein weiterer Vorteil dieser Sprünge ist, dass sich die Geschichte zunehmend entfaltet und die emotionalen Aspekte genau dann auftreten, wenn es sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit zusammenpasst. Sowohl die Rückblicke als auch die Szenen in der Gegenwart des Films sind allgemein recht locker und oft witzig. Wirklich ernste Momente gibt es zwar auch, die werden aber meistens durch einen Zeitsprung aufgelockert.

Dennoch nimmt die Emotionalität mit Voranschreiten der Laufzeit zu. So sind die emotionalsten und ernstesten Momente auch im letzten Drittel des Films zu sehen. In Erinnerung bleibt etwa eine Szene von Sandra Hüller, in der ihre Verletzlichkeit zu sehen ist, die ihre Figur sonst unterdrückt. Einen Moment lang ist Der Astronaut dabei sehr melancholisch. Aufgrund der ständigen Witze und Auflockerunngen, bleiben weitere längere und ernstere Momente allerdings aus.

Beeindruckend ist dafür, wie trotz zweieinhalb Stunden Laufzeit fast keine Längen entstehen. Lediglich beim ersten Kontakt zwischen Ryland Grace und Rocky wird es etwas langatmig. Immerhin entwickeln wir so aber eine Bindung zu Rocky, der äußerlich eben wie ein Stein in Spinnenform aussieht, und verstehen die Beziehung zwischem ihm und unserem Astronauten. Der Film hat ein gutes Tempo und kann im letzten Drittel auch für eine Szene sorgen, die einen förmlich in den Kinositz drückt und die Luft anhälten lässt. Einen Spannungsmoment so lange und so intensiv zu halten, schaffen nicht viele Filme.

Dabei hilft Der Astronaut auch die Musik, die von Daniel Pemberton stammt. Ob nun passend Songs eingesetzt werden oder epische Orchestermusik gefragt ist, Pemberton erfüllt seinen Job sehr gut. Vor allem das Haupthema überzeugt und kann die Mischung aus Mysterium, Abenteuer und Faszination auf die Ohren übertragen. Der oscarprämierte Kameramann Greig Fraser sorgt derweil dafür, dass die Szenen kreativ und spannend gefilmt sind. Wie bei einem Sci-Fi-Film üblich, kommen auch eine Menge Effekte zum Einsatz. Die sind aber ebenfalls makellos, egal ob Außenansicht der Raumschiffe, das Alien Rocky, Explosionen oder das große, weite All. Manche Ansichten sind sogar ziemlich beeindruckend.

Über Sandra Hüller haben wir bereits gesprochen. Zwar spielt sie eine recht emotionslose Frau und kann dementsprechend auch nicht viel von ihrem Können zeigen, in den Szenen wo sie es darf, spielt sie aber gewohnt hervorragend. Ryan Gosling, den wir die meiste Zeit sehen, spielt ebenfalls gut, wenngleich wir ihm die emotionalen Moment nicht so richtig glauben können, da ihm immer ein leichtes Lächeln auf den Lippen liegt. Seine Figur ist allerdings auch sehr tollpatschig und optimistisch geschrieben. Den missglückten Spagat zwischen Humor und Lockerheit sowie Ernthaftigkeit und Emotionen haben wir allerdings schon thematisiert. Eine Anmerkung bleibt noch, denn in der deutschen Fassung konnte uns die Synchronisation von Sandra Hüller gar nicht überzeugen. Es mag daran liegen, dass sie sich nicht selbst synchronisiert, allerdings wirkt es auch in der Soundqualität schlechter als die anderen Stimmen.

Fazit

Der Astronaut ist ein ein kurzweiliges Weltraumabenteuer, das sein Herz am richtigen Fleck hat und dank seines Humors viel Spaß macht. Der Film eignet sich perfekt für einen unterhaltsamen Kinoabend, in dem viel gelacht und ein bisschen geweint werden darf. Die großartigen Bilder und die epische Musik verleihen Spannung und Intensität. Und das Alien Rocky ist trotz seines ungewöhnlichen Aussehens einfach zu süß, um nicht auch die ganze Familie überzeugen zu können.

Allerdings solltet ihr kein großes Drama erwarten, das emotional vollends überzeugen kann und sich auch traut, ernste Themen mit ausreichend Zeit anzugehen. Zwar kann vor allem Sandra Hüller ihrer Figur Verletzlichkeit verleihen, aber wir sehen eben größtenteils Ryan Gosling als verpeilten und sympathischen Wissenschaftler, der gemeinsam mit seinem Alien-Freund das Universum rettet und dabei auch gerne Witze erzählt. Trotzdem fällt es uns nicht schwer, einen Kinobesuch zu empfehlen. Der ist ab dem 19. März möglich, denn dann startet der Film offiziell auf den Leinwänden.

Der Astronaut Bewertung
Bewertung des Films
710

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5 Kommentare
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Darkclaw : : Moviejones-Fan
18.03.2026 07:36 Uhr
0
Dabei seit: 24.04.25 | Posts: 275 | Reviews: 1 | Hüte: 11

Ich bin hin- und hergerissen...

Den Marsianer fand ich damals gut und sehe ihn mir heute noch immer unglaublich gerne an. Vielleicht auch, weil der Film, sagen wir, bodenständig war.

Der Astronaut klingt für mich, ich habe das Buch nicht gelesen, etwas zu SciFi-mässig. Und das in Verbindung mit Gosling, den ich halt nicht so gerne sehe...

Ich mag natürlich gute SciFi, aber gerade Goslingi ist für mich dann der Knackpunkt :-/

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
17.03.2026 18:16 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 10.374 | Reviews: 181 | Hüte: 714

Hmmmm ok, also unterhaltsames Popcorn-Kino aber kein zweiter Marsianer. Schade, aber das ist doch auch was smile


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SpiderFan : : Moviejones-Fan
17.03.2026 17:56 Uhr
0
Dabei seit: 06.05.22 | Posts: 1.844 | Reviews: 0 | Hüte: 39

Bereits letztes Wochenende im Film gewesen und da kann man nun wirklich gar nichts falsch machen. Gosling wird immer besser und besser. Und hier bekommt er noch einen netten Mitspieler an die Seite gesetzt.

“You have fought long enough, Galadriel. Put up your sword.”

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TheUnivitedGast : : Moviejones-Fan
17.03.2026 17:41 Uhr
0
Dabei seit: 27.04.12 | Posts: 1.041 | Reviews: 0 | Hüte: 18

Ich hatte meinen Spaß, gehen da mit 3,5.

Interstellar trifft Der Marsianer

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Andreas2025 : : Moviejones-Fan
17.03.2026 09:41 Uhr
0
Dabei seit: 22.08.23 | Posts: 439 | Reviews: 0 | Hüte: 17

Klingt sehr gut und erinnert mich gut an F1. Einfach ein guter spektatkulärer Kinoabend, und perfekt fürs Heimkino ohne irgendwelche dumme Botschaften, die einem reingedrückt werden. Freu mich aufs Kino

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