Der Architekt Samuel Baldwin spricht offen im Radio über seine verstorbene Frau. Sein Auftritt berührt Hunderte von Frauen, doch vor allem weckt das Interview das Interesse der Journalistin Annie Reed. Obwohl sie selbst frisch verlobt ist, reist sie 3000 Meilen, nur um Sam kennenzulernen. Die beiden verlieben sich ineinander, aber da gibt es einige Probleme.
"Schlaflos in Seattle" hat mir im Gegensatz zu "Harry und Sally" und "E-Mail für dich" leider nicht gefallen.
Der Beginn ist noch stark als Verlustdrama mit dem trauernden und verbitterten Witwer Tom Hanks, der sich im Radio den Kummer von der Seele redet und die Menschen bewegt. Das wird allerdings bereits von RomComs-Songs begleitet, die zu der ernsthaften Thematik gar nicht passen.
Meg Ryans Charakter ist nicht sonderlich interessant und taugt nach anfänglicher Neugierde und Mitgefühl für Hanks nur geringfügig als Hauptfigur. Chemie zwischen den beiden kommt - durch die Geschichte bedingt - außerdem kaum auf, weil die Handlungsstränge beiden getrennt voneinander ablaufen und erst zum Schluss zueinanderfinden.
Obendrein hat Hanks noch seinen altklugen und vorlauten Filmsohn, der nur selten wie ein echtes Kind wirkt, sondern mehr wie eine Marionette der Drehbuchautoren, um sich mit Hanks über Liebe und Sex zu unterhalten. Der ging mir irgendwann nur noch auf die Nerven.
Meine Bewertung
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."