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Quo Vadis (1951)

Ein Film von Mervyn LeRoy mit Robert Taylor und Deborah Kerr

Kinostart: 13. August 1954171 Min.Abenteuer, Drama
Meine Wertung
Ø MJ-User
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Quo Vadis Bewertung

Quo Vadis Inhalt

Als General Marcus Vinicius nach Rom zurückkehrt, verliebt er sich in die Christin Lygia. Obwohl sie ihn abweist, fordert Marcus sie bei Kaiser Nero für sich ein. Schon bald verliebt sich auch Lygia in ihn, doch der Wahnsinn Neros und die Christenverfolgung greifen um sich und bald stehen Marcus und Lygia im Circus Maximus und müssen um ihr Überleben kämpfen.

Cast & Crew

Wer ist der Regisseur von Quo Vadis und wer spielt mit?

Regie
Mervyn LeRoy, Anthony Mann
Darsteller
Robert Taylor, Deborah Kerr, Leo Genn, Peter Ustinov, Patricia Laffan, Finlay Currie, Abraham Sofaer, Marina Berti
Musik
Miklós Rózsa
OV-Titel
Quo Vadis
Format
2D
Uns liegen keine Informationen zur FSK-Freigabe des Films vor.
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1 Kommentar
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
20.03.2026 18:19 Uhr | Editiert am 20.03.2026 - 19:32 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 19.151 | Reviews: 189 | Hüte: 698

"Quo Vadis" setzte als Monumentalepos im Jahr 1951 neue Maßstäbe an Produktionsaufwand und legte damit den Grundstein für die Genrenachfolger der 1950er und 1960er Jahre. Eines der größten und ohne Frage höchst beeindruckenden Spektakel, welches von Hollywood aufgefahren wurde. So groß, dass MGM den Film kostengünstiger im sich gerade vom Krieg erholenden Italien produzieren ließ, eine Taktik, der später auch noch andere Studios für ihre Epen folgten.

Aus dem nicht minder beeindruckenden Cast (Robert Taylor, Deborah Kerr, Leo Genn, Patricia Laffan) sticht der gerade einmal 29-jährige Peter Ustinov hervor, der als Gottkaiser Nero das Geschehen an sich reißt. Ein geisteskranker und größenwahnsinniger Mann, der sich selbst als verkanntes Künstlergenie betrachtet; Peter Ustinov - mit dem Oscar und Golden Globe ausgezeichnet - setzte mit seiner Performance einen Meilenstein und spielte sich in die Ruhmeshalle der Schurkenrollen.

"Quo Vadis" erzählt die Geschichte von eben jenem Kaiser Nero und vom Aufstieg des frühen Christentums im römischen Reich, vom Brand Roms und der Christenverfolgung.

Ich hatte beim Sehen allerdings den Eindruck, dass der Film mehr erzählen möchte, über sein historisch-antikes Setting hinausgeht und einen zeitgenössischen Blick auf das 20. Jahrhundert wirft. Kurz nach dem Ende des Zweiten Wektkrieges entwickelt "Quo Vadis" eine besondere Dringlichkeit, ohne dabei Tatsachen zu relativieren, es geht dabei mehr um grobe Tendenzen.

In der Angst des faschistischen Imperiums vor den Christen, seiner Angst vor Kontrollverlust sowie der staatlichen und gesellschaftlichen "Zersetzung" und Übernahme, später auch anhand der Verurteilung der Christen als Sündenbock für den Brand von Rom, da schwingt stets antisemitisches Gedankengut mit. Ethnisch bleiben es Juden (und Griechen) und Jesus wird von den Römern als politischer Aktivist und Umstürzler betrachtet, als Feind der totalitären Ordnung.

Die brutale Ermordung der Christen in der Arena, in der Szene möchte aus meiner Sicht etwas aus dem Film heraus, den Horror des unaussprechlichen Massenmords irgendwie bildlich machen, damalige Sehgewohnheiten der 1940er/50er überschreiten. Schubweise werden die Christen in die Arena getrieben, die dritte Gruppe wird auf Scheiterhaufen verbrannt und danach wird die Asche weggeschaufelt.

Auf einem der Scheiterhaufen befindet sich ein christlicher Römer, ein Senator und gefeierter General früherer Feldzüge. Ich musste bei ihm an jüdische Soldaten/Offiziere aus dem Ersten Weltkrieg denken, die trotz ihres Verdienstes für das Deutsche Reich von den Nazis ermordet wurden.

Heutzutage scheint "Quo Vadis" im Vergleich mit späteren Monumentalepen etwas verpönt zu sein, was mir nicht so recht erklärlich ist, den Film als reine Christenpropaganda zu bezeichnen oder ihm Bombast/Schauspiel über Substanz vorzuwerfen, das wird seinen Qualitäten jedenfalls nicht gerecht. Für mich bewegt sich "Quo Vadis" auf ähnlichem Niveau wie "Ben Hur", "Spartacus" oder "Lawrence von Arabien", die sich qualitativ nur um Nuancen vom geistigen Vorgänger unterscheiden.

Meine Bewertung
Bewertung

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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