In einer nahen Zukunft, ist The Running Man die meistgesehene Show im Fernsehen. Ein tödlicher Wettbewerb, in dem die Mitspieler, die man Runner nennt, 30 Tage lang überleben müssen, während sie von Profikillern gejagt werden. Dabei wird jede ihrer Bewegungen einem blutrünstigen Publikum live übertragen. Jeder Tag, den sie durchhalten, wird mit mehr Geld belohnt. Ben Richards (Glen Powell) stammt aus der Arbeiterklasse und versucht verzweifelt, seine kranke Tochter zu retten. Daher lässt er sich von Dan Killian (Josh Brolin), dem charmanten, aber rücksichtslosen Produzenten der Show, als letzte Hoffnung überreden, bei dem Spiel mitzumachen. Bens Trotz, Instinkte und Mut machen ihn bald unerwartet zum Fan-Favoriten – und zu einer Bedrohung für das gesamte System. Während die Einschaltquoten durch die Decke gehen, steigt auch die Gefahr und Ben muss nicht nur die Jäger überlisten, sondern auch eine ganze Nation, die süchtig danach ist, ihn scheitern zu sehen...
Bei den ganzen nutzlosen Remakes und Reboots, die inzwischen schon beinahe tagtäglich irgendwo aus dem Boden schießen, muss es ja auch irgendwo mal einen Beitrag geben, der auch etwas glücklicher ausfällt als „überflüssiger Schrott“.
Bei „The Running Man“ war ich dann doch deutlich am Zweifeln, aber hätte wohl Regisseur Edgar Wright dann doch einen Vertrauensbonus zugestehen müssen, da er in der Vergangenheit einige großartige Filme rausgehauen hat.
Ähnlich wie die 80er Verfilmung mit Schwarzenegger, ist auch diese Verfilmung deutlich mehr „Eigeninterpretation“, als dass sie nah an der Vorlage dran wäre. Das wird man wohl als Ausgangssituation akzeptieren müssen, auch wenn es im Vorfeld hieß, man wäre näher an der Vorlage dran.
Der 80er Film mit Arnie ist immer noch ein unterhaltsamer Beitrag, wohl gerade wegen Arnie, aber halt kaum ein beeindruckender oder gar wichtiger Film. Dazu hat die Verfilmung damals schon viel zu viele Probleme mit sich gebracht.
Wrights Version ist ein spannungsgeladener und mit reichlich Action auf sehr hohem Niveau inszenierter Kracher, mit einer tollen Kameraführung, die auch mal ohne ständige Wackelbilder und hektischen Schnitten auskommt.
Das man Ben Richards hier mit Glen Powell besetzt hat, war sicherlich eine gute Idee, weil Powell im Gegensatz zu Schwarzenegger eben kein Actionheld im eigentlichen Sinn ist, sondern genau das, was der Titel eben sagt… jemand der davonläuft, anstatt sich in irgendwelche Kämpfe zu verstricken, auch wenn er als Charakter als cholerischer Wüterich angelegt ist. Was an seiner vom Film eingeführten Charakterisierung liegt, denn so doof ist er dann eben auch wieder nicht, zu wissen wann er unterlegen ist.
Außerdem bleibt der Film, wie die Vorlage, eine gelungene Satire, auf die Macht und den Missbrauch der Medien, was auch diese Tage wieder sehr aktuell ist, da reicht bereits ein Blick auf unseren eigenen ÖRR.
Ein weiterer hervorragender Beitrag von Wright, der trotz seiner fehlenden Nähe zur Vorlage, einen der besten Actionthriller des letzten Jahres darstellt. Wer hätte das gedacht?!
Meine Bewertung
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
Ich habe mir den Film am 12. März 2026 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Kenne das Buch von Stephen King nicht, aber der Film hat mir schon Laune gemacht. Die Action ist klasse und ziemlich gut in Szene gesetzt, zudem ist die ganze Story schon spannend mit anzusehen. Glen Powell hat mir in seiner Rolle richtig gut gefallen, hat diese besondere Mimik und spielt Ben Richards mit enorm viel Charisma. Die Neuverfilmung muss sich meiner Meinung nach kein Stück vor dem Original verstecken, auch wenn sich beide Filme in ihrer Handlung schon sehr voneinander unterscheiden.
Meine Bewertung
Ich habe mir den Film am 27. Dezember 2025 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Frei insziniert nach einem Stephen King Roman muss nicht zwingend negativ sein. Der Film hat seine guten Momente vor allem in der ersten Hälfte und verliert sich dann in der Eigeninterprätation der Macher. Das Original war schon nicht wirklich gut und auch diese Version ist nicht rund.
Meine Bewertung
Gestern im Kino gesehen. Ein absolutes Action-Highlight.
Der Cast ist grandios. Glen Powell als Ben Richards ist der Hammer, aber auch Josh Brolin, Lee Pace und Emilia Jones wissen zu gefallen. Sogar kleinere Nebenrollen sind gut besetzt, u. A. mit William H. Macy.
Die Actionszenen sind klasse in Szene gesetzt und machen richtig Laune. Man muss bis dahin aber ein wenig Geduld haben, denn die erste Hälfte des Films baut langsam auf und nimmt sich auch gut Zeit dafür, Ben Richards zu charakterisieren. Aber wenn es losgeht, geht es richtig ab.
Auch die Sprüche und Dialoge sind richtig gut getroffen und passen perfekt zum Setting und zur Handlung und Ben Richards.
Die Handlung ist durchweg spannend und ließ mich von Anfang an mit Ben mitfiebern und mitfühlen.
Die Kameraführung ist gut und die rasanteren Actionszenen sind auch gut eingefangen und geschnitten, ohne dass ich Kopfweh bekam.
Musikalisch bietet der Film ein paar gute und rasante Stücke, aber auch einige nur durchschnittliche, die nicht so wirklich hängenbleiben, die aber auch nicht negativ auffallen.
Mir hat der Film insgesamt aber richtig, richtig gut gefallen. Deutlich besser als die Arnie-Version aus den 80ern.
Bewertung: 9/10 Punkte
Wiederschauwert: Hoch
Nachhaltiger Eindruck: Mittel
Emotionale Tiefe: Hoch
Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.