Carrie ist ein junges Mädchen, das unter der strengen Aufsicht seiner Mutter, einer religiösen Fanatikerin steht. In der Schule als Außenseiterin und Freak gebrandmarkt, hat sie es auch dort nicht leicht. Doch eines Tages stellt sie fest, dass sie über telekinetische Kräfte verfügt. Als der Schulball naht und einige Schulkameraden erneut einen Streich auf ihre Kosten spielen wollen, kommt es zur Katastrophe...
Im Zuge der anstehenden Neuverfilmung des Stephen King Romans „Carrie“ durch „King-Kenner“ Mike Flanagan, wollte ich zuvor nochmal den Klassiker zurück ins Gedächtnis holen und das könnte im Oktober, wo eh Halloween ansteht, nicht besser passen.
Die Verfilmung des Stoffs von Brian De Palma, gehört mit Sicherheit zu den besten King Verfilmungen überhaupt. Nicht weil sich De Palma so akkurat an die Vorlage gehalten hat, sondern weil er auf seine Art den Kern erfasst und in stimmige Bilder auf die Leinwand gebracht hat, incl. seiner berühmten Zeitlupen- und Split-Screen-Sequenzen.
Die größte Stärke des Films bleibt aber Hauptdarstellerin Sissy Spacek, die so maßgeblich für den Erfolg des Films mitverantwortlich war. Spacek war eine großartige Wahl und verkörpert die gemobbte und von ihrer fanatischen Mutter, ebenfalls von Piper Laurie hervorragend gespielt, überchristlich erzogene und „unterdrückte“ Schülerin, auf eine wirklich intensive Art und Weise, die man in ihrem Spiel von Gestik und Mimik, in jeder Szene einfach nur bewundern kann.
Gerade in Hinblick auf Spacek als Hauptdarstellerin, welche so perfekt besetzt war, wird sich natürlich jede weitere Verfilmung des Stoffs wirklich schwertun. Bereits das mehr als dürftige Remake aus dem Jahr 2013, hat hier eindeutig Bände gesprochen, wobei mir die TV-Verfilmung von 2002 leider unbekannt ist.
Natürlich brauchen wir jetzt nicht noch zig neue Multiversum-Beiträge im Film und im Kino, trotzdem bin ich bei jeder neuen Flanagan Produktion so still und heimlich gespannt, ob er es doch wagt irgendeine Kleinigkeit in punkto des großen Ganzen von Kings Universum, dem Dunklen Turm, einzubauen oder nicht. „Carrie“ bietet hier nur wenig Ansätze, ist der Roman doch bereits vor „Schwarz“ bzw. "The Dark Tower: The Gunslinger" erschienen, trotzdem halten sich ja seit vielen Jahren die Fantheorien, das Carrie im Prinzip eine „Brecherin“ sein könnte. Ist offiziell nicht kanonisch und steht erstmal für sich im Raum, über ein Easter Egg würde ich mich trotzdem unheimlich freuen.
Auch wenn die 76er Verfilmung Abweichungen zum Buch hat und dieses natürlich ausführlicher ist, gerade wenn es um die Gedankenwelt von Carrie geht, hat De Palma hier einen sehr eindringlichen King-Beitrag abgeliefert, den auch viele Jahrzehnte später, niemand überbieten konnte und der auch heute noch jederzeit eine Sichtung standhält. So sehen echte Klassiker aus.
Meine Bewertung
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
Nun der erste Horror-Klassiker zu Halloween.
Carrie hat mir gut gefallen. War zwar überwiegend nicht gruselig und kaum Horror vorhanden, aber Carrie bzw. ihre Darstellerin Sissy Spacek hat einen sehr guten Job gemacht, sie war echt creepy. Der Film war überwiegend spannend und hat mir von der Story her gefallen. Das Finale war der Hammer und der Spannungshöhepunkt. Schade nur, dass fast alle gestorben sind, also auch der nette Junge und die Lehrerin. Immerhin hat die B*tch und ihr Freund (John Travolta WTF!!) ihre "verdiente" Strafe bekommen. Also das Finale war echt krass und das Ende vom Film ebenso, damit hätte ich nicht gerechnet.
Der Soundtrack war gut und die Effekte ebenso.
Insgesamt ein guter Film, hat mir besser als erwartet gefallen. ![]()
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