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Der allgemeine STAR TREK-Thread

MD02GEIST | 01.07.2014
Unter den westlichen Science-Fiction-Franchises ist STAR TREK das wohl meistpolarisierende. Meinungen driften hier in vielfältige Weise. In diesem allgemeinen Thread können alle Formen von STAR TREK diskutiert werden. Sprich die TV-Serien, Kinofilme, Comics, Romane, Hintergrundmaterialien, etc..
Was denkst du?
69 Kommentare
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MD02GEIST : : Godzilla Fan #1
01.07.2014 11:15 Uhr | Editiert am 01.07.2014 - 11:26 Uhr
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Dabei seit: 01.01.13 | Posts: 2.289 | Reviews: 23 | Hüte: 178
Da Chewbacca Interesse an STAR TREK besitzt und nach eigenen Worten „alles schätzt“, mache ich hier meinen Anfang. Obwohl ich generell Science-Fiction liebe, habe ich zu STAR TREK als Franchise eine sehr differenzierte Herangehensweise. Daher schreibe ich diesen Beitrag sehr persönlich und es kostete mich nach Ankündigung dieses Threads ein paar Tage Zeit über alles genau nachzudenken. Ja, es kostete mich seelische Überwindung und Kraft. Vielleicht ergibt sich, je nach späterer Diskussionsdichte, eine noch differenziertere Auseinandersetzung mit dem Thema.

Zunächst muss ich eines sagen und ich dies zum Verständnis meiner Herangehensweise von großer Bedeutung um mich in diesem Punkt besser verstehen zu können.

Ich war Trekkie.

Jawohl, ich war ein großer Star-Trek-Fan. In meiner Sammlung befanden sich fast alle damals vom Heyne-Verlag erschienen Bücher, fast alle deutschen Kauf-VHS, sämtliche Serien in ihrer Ausstrahlung von Sat.1 auf aufgenommen auf VHS, dazu noch etliches an Hintergrundmaterialien wie Datenbögen, Lexika und Postern. Raumschiffsmodelle und Magazine besaß ich ebenfalls, was noch fehlte waren Uniform, Trikorder und Kommunikator.

Durch meine Eltern und einen Zufall gelangte in das Franchise. Ich muss um die 5 oder 6 Jahre alt gewesen sein, als meine Eltern wie später herausstellte STAR TREK II – DER ZORN DES KHAN ansahen, mich aber dann kurz vor dem Einsetzen der Gehirnparasiten von Celti Alpha VI dann ins Bett schickten. Der Film wurde von einem Videorekorder aufgenommen und so genoss ich den Film, als mich in der Nacht aufmachte und erneut in die Wohnstube schlich. Die Kassette war noch im Rekorder und warum auch immer zurückgespult. Es war faszinierend und aber auch ein bisschen zum fürchten, dass muss ich zugeben. Aber da ich ja sah, dass es um Fiktion handelte, machte ich mir nicht wirklich in die Hose.

Ungefähr zur selben Zeit entdeckte ich die Ausstrahlung von TOS und TNG auf Sat.1 und war gefesselt. Ich sah mir jede Folge an und war jedes Mal auf neue gespannt, wie es wohl weitergehen würde. Bedingt durch die deutsche Dauerwiederholungspraxis konnte ich auch Folgen ansehen, an die ich mich nicht mehr genau erinnern konnte oder erst bei der Wiederholung von ihrer jeweiligen Thematik verstehen lernen konnte.

Im Alter von ca. 8 oder 9 bekam ich meine ersten STAR TREK Bücher von meiner Familie geschenkt. Es waren Romane, allerdings müsste ich nochmals nachforschen welche das waren. Mit dem Ausstrahlungsbeginn von DS9 war es nun vollkommen um mich geschehen. Ich war beinahe besessen von STAR TREK, privat gesprochen.

Natürlich war STAR TREK im Kindergarten und der Grundschule kein Thema, aber als auch die weiterführenden Schulen kam, geschah etwas aus meiner Sicht gesprochen sehr merkwürdiges. Im Laufe meiner gesamten Schulzeit lernte ich drei Menschen kennen, die sich ebenfalls für STAR TREK interessierten und wir diskutierten über die Ideen und Geschehnisse, die dort behandelt wurden. Dies geschah in den Pausen, oder Freistunden, sofern es diese gab.

Bevor ich fortfahre, ein kleiner Einschub. Ich bin ein Mensch, der schwer auf andere zugehen kann und sofort Freundschaften schließt. Ich brauche Zeit um einen Menschen kennenzulernen und einschätzen zu können. Die drei oben erwähnten Menschen können nicht wirklich als Freunde, Kumpels oder Kameraden bezeichnet werden. Warum?

Es geschah so, dass diese drei (1 aus der Orientierungsstufe, 2 aus der Realschulzeit) wegzogen und der Kontakt total abbrach. Ich hatte zwar zu den Familien auch guten Kontakt, aber aus welchen Gründen auch immer gab, es niemals Post oder sonstige Nachricht. Ich selber zog in diesem Zeitraum bis heute nicht mehr um.

Ich war immer noch in der Hoffnung, dass sie sich vielleicht melden würden. Aber die Ernüchterung kam. Ich war alleine und musste mich selbst beschäftigen. Ich vermute hier, dass dies eine Folge davon ist, dass man mir Menschen entriss, die ich gerne hatte, einfach oder verständliche „wegnahm“ und der Kontakt vollständig bis zum heutigen Tage nicht wieder etabliert wurde.
Diese Zeiten verbrachte ich mit Lernen oder mit STAR TREK lesen oder sehen. Ferner meine anderen Klassenkameraden, hatten mich von ihrem Kreis ausgeschlossen. Es war nicht so, dass ich STAR TREK an sie herangetragen hätte. Sie errichteten eine unsichtbare Mauer und behandelten mich, persönlich gesprochen, als wäre ich Luft.

Dies kann als eine Art Gruppenmobbing bezeichnet werden, allerdings war dieses Verhalten während der Pausen keinen Lehrer oder meinen Eltern oder sonstigen Eltern aufgefallen. Ferner als wäre bloße Ignoranz nicht schlimm genug, nein mein Interesse wurde auch noch offenkundig beleidigt. Statt Enterprise hieß es „Entenscheiß“. Ja, ich fühlte mich gedemütigt. Ich war dadurch nicht gerade umgangsfreundlich, wenn man mich beleidigte. Schließlich war ich ein „Mitglied“ von „Entenscheiß“.
Die Einzelheiten unterlasse ich hier, weil diese nur stören würden. Schließlich soll dies soll keine „Opfer-und-Täter-Diskussion“ werden. Darauf möchte ich nochmal eindeutig hinweisen.

STAR TREK aber konnte mich von diesem Verhalten einerseits ablenken, andererseits gab es mir aber dennoch ein kleines bisschen Hoffnung. Einschub Ende.

Die Jahre vergingen und ich wurde älter. Zwar wuchs meine Obsession nicht weiter rasant, aber als dann STAR TREK X - NEMESIS und STAR TREK ENTERPRISE nach seiner 4. TV-Staffel vorbei war, war für mich ein Tiefpunkt erreicht. Bedingt durch den wirtschaftlichen und deutlichen kulturellen Niedergang Anfang des 21. Jahrhunderts, trat ich in eine Phase der absoluten Negativität ein. Diese Phase wurde durch den 11. September 2001 eingeläutet. Warum? In den Jahren vor den Anschlag sah ich in den USA, dem Geburtsland von STAR TREK, eine große Hoffnung für alle Menschen. Wenn nicht die USA, wer sonst würde den Weltraum „erobern“? Aus der Geschichte wusste ich, dass es immer Terrorismus und religiösen Fundamentalismus gab und gibt, aber da sich nur innerhalb von wenigen Stunden die gesamte Weltauffassung durch den Einsturz des Symbols der USA in Rauch auflöste, war ich nicht dieselbe Person, die ich vorher war.
Meine Enttäuschung war absolut. Diese Phase dauerte bis ca. 2011 an, bevor dank eines Berufscoaching wieder zu neuer positiver Kraft und Lebenseinstellung finden konnte.

Als ganzes konnte ich STAR TREK aber nicht mehr genießen und verkaufte nach und nach alles bis ich nichts mehr besaß außer meinen Erinnerungen. Heute schaue ich nur noch sporadisch was im TV an, allerdings lasse ich gerne von meinen Lieblingsfolgen und Filmen unterhalten.
Hätten die Produzenten das gemacht, was ich gerne gesehen hätte - mehr Details siehe unten -, vielleicht wäre ich ja dann noch Fan.

Als STAR TREK 2009 seinen Reboot mit einer parallel-laufenden Zeitlinie startete, war und bin ich dennoch nicht ganz überzeugt. STAR TREK INTO DARKNESS kenne ich noch nicht und versuche ihn mir schnellstmöglich anzusehen.

Dies ist meine persönliche Historie mit STAR TREK.


Meine persönlichen Einschätzen und Meinungen:

STAR TREK hat wunderbare Ideen, wie beispielsweise die der „internationalen“ Crew, so wie TOS als erstes tat. Eine Crew auf Forschung, die versucht Geheimnisse und Mysterien des Lebens und des Universums innerhalb unserer Galaxis zu enträtseln. Auch die reichhaltige Fülle von Außerirdischen, die verschiedene psychologische Charakterzüge von uns Menschen darstellen, eine wunderbare Idee nach wie vor.

Gerade diese Art von „Mensch-zu-Mensch“-Konflikt in Verbundenheit mit sachlicher Auseinandersetzung und Diplomatie ist begrüßenswert.

Allerdings gibt es auch etwas, dass mich seit ich STAR TREK kenne, stört. Die Menschheit hat quasi Frieden gefunden und alles ist sauber, aber auch wirklich ALLES.

Sicher es gab auch vor DS9 Episoden, die unsere „dunkle“ Seite behandeln. Ich nenne da nur die TNG Episode „Der Rachefeldzug“. Mit DS9 wurde mit dem Dominion-Krieg und Sektion 31 damit aufgeräumt. Realismus kam und siegte für mich auf der ganzen Linie.

Warum? Sicher ein „Paradies“ wie es STAR TREK allgemein darstellt ist wünschens- und erstrebenswert, aber es kann doch nicht sein, dass niemand dieses Paradies zerstören will? Und für ein solches Paradies kämpfen wir Menschen nun mal, bzw. sollten oder müssten wir kämpfen.
Das finde ich hat Gene Roddenberry nicht bedacht, bzw. ausgeblendet und das kann ich nicht verstehen.

Krieg ist Bestandteil des menschlichen Lebens und er ist sinnlos. Daher ist die Folge „Die Belagerung von AR-558“ auch die beste DS9 Folge überhaupt.

Das klassische Spiegeluniversum ist hier geradezu ideal, wenn es um das Thema Gewalt geht.
Hier kann man entweder von grausamer Satire oder möglichem Realismus sprechen. Natürlich ist logischer anzunehmen Außerirdische sind intelligenter als wir und haben der Gewalt abgeschworen, aber eine Vollständigkeit ist faktisch unmöglich.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die vollständige Negation von „Crossovern“ seitens der TV-und-Filmumsetzungen. Die Crossover behandelt in den Romanen und Comics waren seit jeher mein Traum. Schließlich haben diese Werke großartiges Entertainment mit Spannung und Action erzeugt.
Warum dies niemals wirklich getan wurde, liegt natürlich darin begründet, dass die Serien eingestellt und die Schauspielverträge ausliefen. Und das finde ich ist eine größten Schwächen von STAR TREK.
Wenn ich in Roman und Comics las, wie beispielsweise die Captains Picard und Sisko, trotz ihrer unterschiedlichen Herangehensweisen und mentalen Einstellungen zusammengearbeitet haben, bot das doch gerade Realismus ohne Ende. Ein kurzes Cameo, oder eine mündliche Referenz war doch eher enttäuschend. Es kann doch nicht sein, dass TV-Serien, die im selben Zeitrahmen spielen, sich nur durch die Distanz nicht begegnen können! Das ist doch Irrsinn, meiner Meinung nach. Wozu gibt es dann den Warp-Antrieb? Diese „neuen“ und auch nicht die Zeitlinie beeinträchtigende Geschichten, was ja den Großteil aller STAR TREK Publikationen ausmacht, hätten klasse Episoden bzw. Filme gemacht.

Was auch unter, aus meiner Sicht gesprochen wirklich vertanen Chancen darstellten bzw. darstellen ist die klassische „Was-wäre-wenn?“ Thematik und das Universum aus der Sicht einer außerirdischen Rasse? Sicher die Printmaterialien behandeln solche Themen, aber im TV-und-Film-Bereich wurden diese mehrheitlich nur angetastet und nicht wirklich ausgeführt. Eine Borg-und-oder-Klingonen-Serie. Was für ein wunderbarer Traum, allerdings nur ein Traum.

Ein anderer Kritikpunkt, wo ich allerdings eher gespalten bin, ist die allgemeine Thematik der Außerirdischen. Ich erwähnte ja schon, dass die Außerirdischen quasi gewisse menschliche Charakteristika darstellen und dies in Kombination mit dem wirtschaftlichen Produktivitätsgedanken macht in STAR TREK fast alle auftretenden Rassen humanoid und damit menschenähnlich.
Non-humanoide Außerirdische wie Spezies 8472, eingeführt in STAR TREK VOYAGER oder die Horta, eingeführt in TOS, mehr davon wäre echt genial gewesen.

Ein Punkt, den DS9 am besten hingekriegt hat, ist die des Handlungsbogens. STAR TREK ist traditionell auf der Einzel-Episoden-Basis verankert. Natürlich gab es auch Zweiteiler, aber der große Handlungsbogen des Dominion-Krieges hat STAR TREK bis dahin wirklich gefehlt. Die Filme können dies nur begrenzt, mal mehr gut oder auch schlecht wiedergeben. Durch diesen großen Handlungsbogen wurde nicht nur Spannung erzeugt, sondern auch erzeugte auch mehr charakterliche Ausführungsmöglichkeiten im Vergleich zu den anderen Stoffen.

Ferner DS9 als direkte Fortsetzung von STAR TREK VII - TREFFEN DER GENERATIONEN mit Staffel 4 beginnend - klasse. So muss das sein.

Was aber auch mich schon immer ein bisschen launisch gestimmt hat ist die Präsenz von übermächtigen Wesen, Q, die Propheten, die Pah-Wraith-Geister und die Reisenden beispielsweise. Warum gab es niemals in den Serien hier eine Erklärung über deren Relationen? Warum nur wieder einmal das Printmaterial und nicht TV?

Welchen Sinn ergibt etwas zu erschaffen ohne Beziehungen aufzubauen? Daher ist meine Meinung zu dem was als „offiziell“, „inoffiziell“ und „pseudo-offiziell“ gilt, sehr verschieden.

Ein anderer, aber durchweg positiver Punkt ist das sogenannte Techno-Babbel und damit beende ich mein Statement fürs erste.

Gerne führe ich meine Ansichten detaillierter aus. Es liegt an euch und freue mich auf jede Antwort. Darin erkläre ich gerne wie auch, wieso GODZILLA und TRANSFORMERS beispielsweise überdauern konnten. Es ist mein persönliches Verhältnis und vielleicht gibt es ja die Möglichkeit einer Rückkehr von den Toten, genauso wie James T. Kirk in Shatners Roman DIE RÜCKKEHR. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda
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Chewbacca : : Copilot
01.07.2014 12:43 Uhr
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Dabei seit: 21.04.13 | Posts: 2.379 | Reviews: 8 | Hüte: 62
Bin dabei! Ich mag das Trek-Universum sehr. Ich habe zum Einstand etwas weniger zu sagen, als MD02GEIST - aber nenne das mal ein ordentlich wuchtigen Einstieg.

Ich freue mich, dass das Franchise weiterlebt und würde mir so gerne einen neuen TV-Serien-Ableger wünschen, der wieder die Ursrünge der Serie aufgreift und die Weiten des Alls erforscht. Ergo, weniger Kriegslastig! Denn diese Richtung gefiel mir nicht so sehr, weswegen ich DS9 nicht so sehr mochte...Auch der Plot um Sisko und seine Erlöser-Rolle waren mir zu fern.

Ich freue mich über neue Entwicklung der Kinofilme um Star Trek, und das die fünfjährige Mission, mit der berühmten Crew um Kirk, fortgesetzt wird.

Und zur Warsler und Trekkie Thematik. Da mache ich keinen Schuh draus, aber jeden Spaß mit.
Star Wars ist ein Weltraum-Märchen und Star Trek sind pure Sci-Fi-Abenteuer.
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MD02GEIST : : Godzilla Fan #1
01.07.2014 13:01 Uhr
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Dabei seit: 01.01.13 | Posts: 2.289 | Reviews: 23 | Hüte: 178
@ Chewbacca
schön, dass du antwortest.

"Ergo, weniger Kriegslastig! Denn diese Richtung gefiel mir nicht so sehr, weswegen ich DS9 nicht so sehr mochte...Auch der Plot um Sisko und seine Erlöser-Rolle waren mir zu fern."

Das kann ich akzeptieren. Nur falls du meinen gesamten - zugebenen großen Post - komplett gelesen haben solltest, erkennst du ja auch die beabsichtigtigen Fragen meinerseits. Hierzu würde ich gerne wissen was du davon hälst.
Dies und meine anderen Themen sind vergleichsweise nur angeritzt und bei weitem noch nicht vollständig besprochen.

Es gibt sogar noch Themenbereiche, die ich bis jetzt noch gar nicht ansprach. Ich nenne hier mal alleine den Borg-Konflikt, der wohl ideellste aller Gedankenspiele. Oder Liebe-Partnerschaft-Sexualität, das absolute Tabu - warum eigentlich?

Ich würde mich freuen, wenn du hierauf auch Bezug nehmen könntest. Du sagtest ja, du bist gemäßigt. Nur was heißt das genau für deine Verhältnisse?

"Und zur Warsler und Trekkie Thematik. Da mache ich keinen Schuh draus, aber jeden Spaß mit.
Star Wars ist ein Weltraum-Märchen und Star Trek sind pure Sci-Fi-Abenteuer."

Darüber mach dir mal keinen Kopf. Das tat ich bisher auch nie und werde es nie. STAR TREK und STAR WARS stoßen sich ab. Diese können und werden auch nicht vereint werden. Das es Leute wie dich gibt, die beides mögen, überrascht mich nicht.

Sicher zu STAR WARS habe ich auch eine Einstellung. Wenn möglich schicke ich dir diese per PM. Aber das wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch so größeres Schriftstück.

Zurück zum Post allgemeiner: Wenn jemand wie du sagst, dass ist schon enorm, ist meine Wahrnehmung eine andere. Als ich noch Fan war habe ich online teilweise Star Trek Sammlungen gesehen, dagegen war meine der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein.
Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda
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sittingbull : : Häuptling
01.07.2014 18:43 Uhr
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Dabei seit: 22.06.13 | Posts: 2.257 | Reviews: 6 | Hüte: 39
Also ich persönlich kann BISHER noch nicht sagen ob ich ein Trekkie bin oder nicht laughing

Ich hab bisher von den alten nur den höchste genialen "Zurück in die Vergangenheit" gesehen. Fand ihn großartig.

Außerdem die beiden neuen von Abrams, die ja unter Fans einen durchwachsenen Ruf haben. Ich kann das aber nur teilweise verstehen weil ich eben nicht so in der Materie bin.

Ich fand alle 3 Filme, die ich bisher sehen konnte wirklich richtig klasse. Jeder für sich. Die restlichen folgen wohl irgendwann mal wenn ich Zeit hab und ich glaube die Chancen stehen nicht schlecht, dass mir das gefällt.
Kanalratte schmeckt vielleicht wie Kürbiskuchen, aber ich werds nie erfahren, denn ich fress die Viecher nicht
MJ-Pat
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Batman76 : : Moviejones-Fan
01.07.2014 22:54 Uhr
0
Dabei seit: 12.12.11 | Posts: 680 | Reviews: 0 | Hüte: 50
Was mich angeht, bin ich seit Anfang der 90er Jahre Trekkie. Geworden bin ich es durch die "Next Generation", aber auch die Classic Serie, DS9, Voyager und Star Trek Enterprise mag ich, am liebsten in der englischen Originalversion.
Früher war ich regelmäßig auf Conventions, hab mir die dazu passenden Kostüme angezogen und den Stars auf der Bühne mit meinem Schulenglisch Fragen gestellt. Auch Star Trek- Romane habe ich schon viele gelesen. Gottseidank ist mein Buchregal aber noch reichlich gefüllt, was das betrifft.
Was ich an Star Trek liebte und noch immer liebe, waren/sind Geschichten, die mehr sind als bloße Staffage für irgendwelche Actionszenen, Humor und Menschlichkeit vermitteln und den Zuschauer nicht für dumm verkaufen.
Deswegen stehe ich den Abrams- Filmen auch skeptisch gegenüber.
Visuell haben sie einiges für mich zu bieten, liefern gute Actionszenen und Spezialeffekte.
Aber von der Story her überzeugen sie mich überhaupt nicht. Erst recht, wenn für den zweiten Film des Reboots bereits einer der besten Bösewichter des ganzen Franchises verwurstet wird.
[spoil]Ich sage nur: "KHAAAAAANNN!![/spoil]
Natürlich sind Geschmäcker verschieden, aber was mich betrifft, so wäre ich durch Abrams´ Star Trek bestimmt nicht Trekkie geworden.

Live long and prosper!

"With great power comes great responsibility!" Ben Parker

"Yes father, i shall become a bat!" Bruce Wayne

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Chewbacca : : Copilot
02.07.2014 13:14 Uhr
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Dabei seit: 21.04.13 | Posts: 2.379 | Reviews: 8 | Hüte: 62
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MD02GEIST : : Godzilla Fan #1
07.07.2014 14:53 Uhr
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Dabei seit: 01.01.13 | Posts: 2.289 | Reviews: 23 | Hüte: 178
So ich melde mich mal kurz zurück.

@ Batman76 und Chewbacca
hattet Zeit meinen Eröffnungsthread komplett zu lesen?

Ich frage nur, weil ich ja dort eine paar offene Fragen formulierte und ich gerne Eure Einschätzungen wissen möchte.

Und natürlich bin auch bereit meine persönliche TREK-Historie weiter zu erläutern, falls jemand dies wünscht. Versteht das bitte nicht falsch, aber es hilft mir wenn ich auch über meine Erfahrungen mit meinen Mitmenschen sprechen kann.
Und nochmals, ich will niemanden selber an den Pranger stellen. Wenn jemand wie ich selbst am Pranger war, wünsche ich niemanden gleiches.

@ Batman76 direkt
Falls hälst du eigentlich von den bislang nur auf Englisch erhältlichen DS9 Millennium-Trilogie-Romanen WAR OF THE PROPHETS?
Ein besonderes Highlight - Spoiler:
[spoil]Die Borg verbünden sich mit der UFP um gegen die Pah-Wraith zu kämpfen![/spoil]

Kannst du diese empfehlen?

Von den reinen Inhaltsangaben online nach, würde es mir gefallen.
Aber eine andere Fan-Einschätzung ist immer willkommen.
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MJ-Pat
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Batman76 : : Moviejones-Fan
07.07.2014 22:24 Uhr | Editiert am 07.07.2014 - 22:27 Uhr
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Dabei seit: 12.12.11 | Posts: 680 | Reviews: 0 | Hüte: 50
@MD02GEIST
Zuerst einmal keine Sorge. Ich fühle mich nicht an den Pranger gestellt.
Zu deinen Fragen:
Was das Thema "Paradies" und "Friedliches Miteinander der Menschheit" in STAR TREK betrifft, so kann ich nur sagen, dass meiner Meinung nach Gene Roddenberry mit seiner Classic- Serie in den 60ern bewusst einen Gegenpol zur Realität erschaffen wollte, in der besonders in den USA Rassismus und kalter Krieg zum Tagesthema gehörten. Diese beiden Themen wurden ja auch in so mancher Folge aufgegriffen (Rassismus zum Beispiel in der Episode "Bele jagt Lokai"), nur wurden statt der Menschen Außerirdische zu Rassisten. Das empfinde ich aber als vollkommen legitim, da die meisten Menschen nicht gerne auf die eigenen Fehler schauen und erst durch den dramaturgischen Kniff darauf gestossen werden, wie idiotisch Rassismus ist.
Als die Next Generation in den 80ern anfing, war das Klima innerhalb der amerikanischen Gesellschaft ein anderes. Und bei Picard und Co gab es häufiger Geschichten, in denen menschliche Charaktere an den Grundfesten der "idealen Gesellschaft" sägen, sei es, dass sie über eine andere Lebensform bestimmen wollen, die sie nicht als gleichwertig wahrnehmen ( die Folge"Wem gehört Data?" zum Beispiel oder "Die Macht der Naniten"), oder zu Kriegsverbrechern werden(Zum Beispiel die Folge "Der Rachefeldzug").
Ich habe es immer so empfunden, dass gerade Charaktere wie Kirk, Picard oder Janeway gerade für dieses Paradies kämpfen und an ihren Idealen festhalten, auch wenn es schwerfällt. Das hat mir immer Mut gemacht.(Ohne es jetzt hier näher zu erläutern, ich habe einige Mobbingerfahrungen gemacht und Freunde befinden sich nicht wirklich in meiner Lebensrealität).

Was die Crossover betrifft, so kann ich mich ehrlicherweise nicht beklagen. Zwar gab es Folgen mit Charakteren aus den anderen ST- Serien nicht so viele, aber einige doch schon.
Picard erschien im DS9- Pilotfilm, dafür stattete Doktor Bashir von DS9 in der TNG- Folge "Der Moment der Erkenntnis" der Enterprise einen Besuch ab und Quark kam in der TNG- Folge "Ritus des Aufsteigens" vor, sowie im Pilotfilm von Voyager.
Spock und Scotty hatten ebenfalls bei TNG ihren Auftritt.

Und warum viele der Alienrassen humanoid sind, wurde in der TNG- Folge "Das fehlende Fragment" erklärt, nämlich weil Vulkanier, Menschen und Co einen gemeinsamen Ursprung haben.

Was die allmächtigen Wesen wie Q betrifft, so fand ich die Folgen mit ihnen, egal in welcher Serie, interessant, aber gerade da sie allmächtig oder zumindest seeehr mächtig sind, fand ich Folgen mit fehlbaren Wesen besser, da sie mehr Drama boten.

Zu WAR OF THE PROPHETS kann ich leider (noch) nichts sagen, da ich geld- und zeitmäßig überhaupt nicht mit den literarischen Weiterführungen der Serien hinterherkomme, obwohl ich sie gerne lese.
Ich hoffe, du kannst mit meinen Gedanken was anfangen. Falls noch Fragen auftauchen, immer her damit. Ich freue mich, endlich mal wieder über STAR TREK zu schreiben und lesen, da es ein sehr inspirierendes und motivierendes Thema für mich ist.

Live long and prosper!

"With great power comes great responsibility!" Ben Parker

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MD02GEIST : : Godzilla Fan #1
08.07.2014 11:44 Uhr
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Dabei seit: 01.01.13 | Posts: 2.289 | Reviews: 23 | Hüte: 178
@ Batman76

vielen Dank erstmal für deine Rückmeldung.

"Ich fühle mich nicht an den Pranger gestellt."
Hier hast du etwas missverstanden. Ich wollte die Leute, die mich damals nicht akzeptierten nicht an den Pranger stellen. Ich hoffe, dass ich hier etwas klarer bin. Es ist Teil meiner Lebens und ich kann ihn nicht "aus der Geschichte eliminieren".

"Was die Crossover betrifft, so kann ich mich ehrlicherweise nicht beklagen. Zwar gab es Folgen mit Charakteren aus den anderen ST- Serien nicht so viele, aber einige doch schon.
Picard erschien im DS9- Pilotfilm, dafür stattete Doktor Bashir von DS9 in der TNG- Folge "Der Moment der Erkenntnis" der Enterprise einen Besuch ab und Quark kam in der TNG- Folge "Ritus des Aufsteigens" vor, sowie im Pilotfilm von Voyager.
Spock und Scotty hatten ebenfalls bei TNG ihren Auftritt."

Das sind eher Cameos, weil diese nicht nur meistens eine Folge und ihre Spielzeit eher begrenzt war. Ich meinte richtige Interaktionen zwischen den kompletten Crews auch über einen längeren Zeitraum gesprochen. Das wären nach meiner Definition Crossover.

"Und warum viele der Alienrassen humanoid sind, wurde in der TNG- Folge "Das fehlende Fragment" erklärt, nämlich weil Vulkanier, Menschen und Co einen gemeinsamen Ursprung haben."
Dies war der fiktionale Hintergrund. Was ich frage ist, ob diese Erschaffer auch für die Rassen im Gamma- und Delta-Quadranten verantwortlich sind. Die erwähnten Rassen deinerseits leben ja nur im Alpha- und Beta-Quadranten. Ich bezug auf die Produktion von STAR TREK im Allgemeinen.
Den Sachverhalt den du schilderst ist ebenfalls nur in einer Folge behandelt worden und danach niemals wieder. Weder im TV- und Filmbereich, noch im Print. Das finde ich bei STAR TREK allgemein merkwürdig. Warum kann eine so großartige Idee sich nicht größer erstrecken? So etwas hat Potenzial ohne Ende.

"Was die allmächtigen Wesen wie Q betrifft, so fand ich die Folgen mit ihnen, egal in welcher Serie, interessant, aber gerade da sie allmächtig oder zumindest seeehr mächtig sind, fand ich Folgen mit fehlbaren Wesen besser, da sie mehr Drama boten."
Dem kann ich zustimmen, aber was ich mit meiner Aussage anmerken wollte war: wenn es die Q, die Propheten, die Reisenden, etc. gibt - warum haben diese niemals in der Fiktion über die anderen gesprochen? Ein Kommentar von den Propheten zum Q-Kontinuum - so was meinte ich. Und auch hier wieder einmal - verschenkte Ideen. Warum?

"Zu WAR OF THE PROPHETS kann ich leider (noch) nichts sagen, da ich geld- und zeitmäßig überhaupt nicht mit den literarischen Weiterführungen der Serien hinterherkomme, obwohl ich sie gerne lese."
Kein Problem.

"Was das Thema "Paradies" und "Friedliches Miteinander der Menschheit" in STAR TREK betrifft, so kann ich nur sagen, dass meiner Meinung nach Gene Roddenberry mit seiner Classic- Serie in den 60ern bewusst einen Gegenpol zur Realität erschaffen wollte, in der besonders in den USA Rassismus und kalter Krieg zum Tagesthema gehörten. Diese beiden Themen wurden ja auch in so mancher Folge aufgegriffen (Rassismus zum Beispiel in der Episode "Bele jagt Lokai"), nur wurden statt der Menschen Außerirdische zu Rassisten. Das empfinde ich aber als vollkommen legitim, da die meisten Menschen nicht gerne auf die eigenen Fehler schauen und erst durch den dramaturgischen Kniff darauf gestossen werden, wie idiotisch Rassismus ist."
Es war zwar eine richtige Entscheidung einen Gegenpol zu schaffen, doch was mich stört, ist die Gestaltung. Denn meiner Ansicht nach ist dieser Gegenpol überwiegend zu positiv dargestellt. DS9 bot hier Realismus auf ganzer Front.
Ich persönlich fand und finde es geradezu erstaunlich, dass wir zwar einen farbigen Captain bekamen. In meiner Zeit, als ich noch offzieller Fan war, habe ich trotz meiner - von anderen erzwungenen Entsozialisierung - durch die Magazine auch Fan-Kommentare gelesen, die Avery Brooks und Sisko ablehnten. Ein Farbiger und Captain der Sternenflotte? Du kannst mir hier nicht weißmachen, dass dies kein Rassismus ist. Wenn es um seinen Führungsstil ging, hätte man darüber vernünftig debattieren können, aber das war nicht das Thema. Es war der Mensch und seine "Hautfarbe".

"Als die Next Generation in den 80ern anfing, war das Klima innerhalb der amerikanischen Gesellschaft ein anderes. Und bei Picard und Co gab es häufiger Geschichten, in denen menschliche Charaktere an den Grundfesten der "idealen Gesellschaft" sägen, sei es, dass sie über eine andere Lebensform bestimmen wollen, die sie nicht als gleichwertig wahrnehmen ( die Folge"Wem gehört Data?" zum Beispiel oder "Die Macht der Naniten"), oder zu Kriegsverbrechern werden(Zum Beispiel die Folge "Der Rachefeldzug")."

Sicher TNG hat hier für seine Fortsetzung DS9 Grundsteine gelegt. Dies war eine gute Entscheidung, dennoch hätte ich mehr erwartet. Es wäre ja möglich gewesen.

"Ich habe es immer so empfunden, dass gerade Charaktere wie Kirk, Picard oder Janeway gerade für dieses Paradies kämpfen und an ihren Idealen festhalten, auch wenn es schwerfällt. Das hat mir immer Mut gemacht."
Sicher, das stimmt. Dennoch betrachte ich Sisko hier als den besseren = realeren Captain. Er hat natürlich Aktionen getan, die moralisch grenzwertig und teilsweise über dem Gesetz lagen, aber "das Wohl der Vielen, überwiegt das Wohl der Wenigen", richtig?
Sisko hatte sich seine Entscheidungen niemals leicht gemacht. Wenn jemand eine solche Entscheidung fällen muss, zeigt sich finde ich hier der Charakter des Menschen. Ferner wäre Sisko dafür inhaftiert worden, wäre er es alleine gewesen und sonst niemand - sofern natürlich die Justiz Gerechtigkeit "richtig" auslegt.

Daher auch die Frage an dich: könntest du den Kobayashi Maru Test bestehen, aber ohne zu schummeln - wie Kirk es tat?

Ich gebe mal ein fiktives Beispiel. Wäre Captain Maxwell einer der Hauptakteure im Dominion-Krieg gewesen, glaubst du er hätte die spätere cardassianische Rebellion gegen die Gründer unterstützt?

Zurück nochmal zu Sisko. Was mir ebenfalls gefällt ist sein Spannungsverhältnis zu Picard. Ich schätze zwar Picard, aber teilweise hätte er etwas energischer sein müssen (gutes Beispiel sein Verhalten in "Die alte Enterprise", der alternativen Zeitlinie mit dem Krieg der UFP gegen die Klingonen). Da Sisko seine Frau durch die Borg und ihren Repräsentanten Locutus verlor, beschuldigte er Picard für ihren Tod. Sisko wusste niemals, dass Picard entführt wurde. In der Fiktion hat Sisko dies nicht gewusst.

"(Ohne es jetzt hier näher zu erläutern, ich habe einige Mobbingerfahrungen gemacht und Freunde befinden sich nicht wirklich in meiner Lebensrealität)"
Falls du meine persönliche Historie vollständig durchgelesen hast, wirst du merken, dass meine persönlichen Erfahrungen auch nicht gerade gut sind. Aber ob das damals Mobbing war, kann ich nicht beantworten.

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Um von den ganzen neuen Sachverhalten abzugrenzen, habe ich hier ein paar weitere Fragen an dich.

1. Tasha Yar. Wie fandest du es, dass ihr Charakter starb? Ich fand es zwar einen guten dramaturgischen Kniff, aber ich mochte und mag Denise Crosby. Sie war und ist Tasha.
2. Welche alternative Zeitlinie findest du am interessantesten?
3. Hättest du mehr vom Spiegeluniversum sehen wollen?
4. Das abrupte Ende von Archer, ohne den Romulanischen Krieg?
5. [spoil]Die Zerstörung des Borg-Kollektivs in den Romanen. Deine Meinung?[/spoil]
6. Die Relationen zwischen VGer und Borg, wie bspw. im Roman DIE RÜCKKEHR. Was meinst du?
7. Die Borg-Philosophie der Kombination von Biologie und Technologie. Der Transhumanismus.

Ich würde mich auf deine Rückantwort freuen. Ich habe natürlich noch mehr Fragen auf Lager, aber ich will dich nicht erschlagen.
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MJ-Pat
Avatar
Batman76 : : Moviejones-Fan
08.07.2014 14:21 Uhr | Editiert am 08.07.2014 - 14:24 Uhr
0
Dabei seit: 12.12.11 | Posts: 680 | Reviews: 0 | Hüte: 50
@MD02GEIST
Das mit dem "Pranger" habe ich missverstanden, Entschuldigung.
Was das Thema "Rassismus" in der Serie betrifft, glaub ich, du hast mich missverstanden.
Du schriebst ja:
"Ich persönlich fand und finde es geradezu erstaunlich, dass wir zwar einen farbigen Captain bekamen. In meiner Zeit, als ich noch offzieller Fan war, habe ich trotz meiner - von anderen erzwungenen Entsozialisierung - durch die Magazine auch Fan-Kommentare gelesen, die Avery Brooks und Sisko ablehnten. Ein Farbiger und Captain der Sternenflotte? Du kannst mir hier nicht weißmachen, dass dies kein Rassismus ist. Wenn es um seinen Führungsstil ging, hätte man darüber vernünftig debattieren können, aber das war nicht das Thema. Es war der Mensch und seine "Hautfarbe". "

Dass Personen Avery Brooks damals wegen seiner Hautfarbe ablehnten, ist selbstverständlich purer Rassismus. Aber das geschah ja nicht in der Serie, sondern kam von einem Teil der Fans im echten Leben.
Wenn ich eines auf Conventions o.ä. immer wieder mitbekommen habe, dann dass mancher STAR TREK- Fan sehr intolerant sein kann bezüglich "seiner" Serie. Das umschließt leider auch Rassismus. Was diese Personen angeht, frage ich mich auch immer wieder, was genau sie denn an STAR TREK mögen, wenn ihnen zwei der Kernbotschaften "Toleranz" und "Respekt vor anderen" nicht geläufig sind.
Aber das sind die Fans.
In keiner der DS9- Folgen wurde der Charakter Sisko wegen seiner Hautfarbe diskriminiert, zumindest nicht, soweit ich mich erinnere.

Was das Thema "Sisko als realistischerer Captain" angeht, stimme ich dir zu, obwohl sowohl Picard als auch Janeway (letztere besonders in den Folgen mit Borgthematik) sich in manchen Folgen auch nicht immer moralisch sauber verhalten haben.

Was deine Frage an mich betrifft: Könntest du den Kobayashi Maru Test bestehen, aber ohne zu schummeln - wie Kirk es tat?
Darauf kann ich nur sagen: Ich musste bisher nie selbst dem sicheren Tod ins Auge blicken und hoffe, das bleibt auch für die nächsten fünfzig Jahre so, aber das kann man sich ja nie aussuchen.
Allgemein glaube ich aber, dass in bestimmten Lebenssituationen "Schummeln" sowieso nichts bringt. Man macht sich etwas vor. Und das versuche ich in meinem Leben zu vermeiden.

Zu deinen neuen Fragen:
1. Ich mag den Charakter Tasha Yar sehr gerne und fand es schade, dass sie schon während der ersten Staffel ausgeschieden ist, obwohl die Art, wie sie starb, schon ziemlich drastisch (und realistisch) für die damalige Zeit war: Sinnlos und so schnell, dass ich gar nicht verstand, was passiert war.

2. Ich mag am liebsten die "normale" Zeitlinie, die sich von der Classic- Serie bis hin zu Voyager erstreckt. Mit den Spiegeluniversum- Folgen konnte ich nie wirklich etwas anfangen. Und JJ Abrams´ Reboot- Zeitlinie mit den beiden Filmen finde ich leidlich unterhaltsam, aber richtiges STAR TREK- Feeling stellt sich bei mir dabei nicht ein.

3. Da ich die Spiegeluniversum- Folgen nicht so gerne mag, eher nicht.

4. Star Trek: Enterprise wurde meiner Meinung da abgesetzt, als es richtig gut wurde. Die ersten beiden Staffeln fand ich durchwachsen, die dritte war ein für mich halbwegs gelungenes Experiment, in der der Captain sich mehr als einmal die Hände schmutzig machte.
Die vierte Staffel dagegen hatte meiner Meinung nach sehr viele gute Folgen, davon hätte ich noch mehr sehen wollen.

5.[spoil]Die Zerstörung der Borg in den Destiny- Romanen fand ich sehr drastisch, aber konsequent. Genaugenommen wurden sie ja auch nicht zerstört, sondern von der Spezies, der sie ursprünglich angehörten, wieder aufgenommen.[/spoil] Viele Romane der Next Generation nach den Ereignissen von Nemesis hatten ja immer noch die Borg als Thema, was ich aber nicht besonders originell fand, da die Borg schon bei Voyager dramaturgisch ausgeschlachtet worden waren. Insofern fand ich gut, was in den Destiny- Romanen erzählt wurde. Erst recht, was den Ursprung der Borg betraf.

6. Dass V´ger was mit den Borg zu tun hat, fand ich sehr kreativ, so wurde die Classic- Crew noch auf dieser Ebene etwas mehr mit der Next Gen- Crew verbunden.

7. Was die Kombination von Technologie und Biologie betrifft, denke ich, dass der Mensch sie von ganz allein vorantreiben wird, durch Erfindungen wie Herzschrittmachern, elektrisch gesteuerte Prothesen etc.
Allerdings würde ich keinen Kollektivzustand wie den der Borg haben wollen. Meine Gedanken gehören mir und so soll es bleiben.
Auch glaube ich, dass wenn der Mensch eines Tages wissenschaftlich in der Lage sein sollte, all seine organischen Schwächen durch technologische Hilfsmittel auszugleichen, er Gefahr läuft, etwas wichtiges zu verlieren: Seine Fähigkeit des Mitfühlens.
Die wäre meiner Meinung nach in einer Welt der "perfekten" Lebensformen das erste, was abstirbt. Und das möchte ich nicht.

Ich hoffe, du kannst mit meinen Ausführungen etwas anfangen.


Live long and prosper!

"With great power comes great responsibility!" Ben Parker

"Yes father, i shall become a bat!" Bruce Wayne

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MD02GEIST : : Godzilla Fan #1
08.07.2014 15:10 Uhr
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Dabei seit: 01.01.13 | Posts: 2.289 | Reviews: 23 | Hüte: 178
Klasse, dass du erneut Zeit fandest mir zu antworten.

Es scheint wohl, dass du - bis auf Chewbacca - sonst niemand momentan Interesse an einer ausführlichen Diskussion hat.

"Dass Personen Avery Brooks damals wegen seiner Hautfarbe ablehnten, ist selbstverständlich purer Rassismus. Aber das geschah ja nicht in der Serie, sondern kam von einem Teil der Fans im echten Leben.
Wenn ich eines auf Conventions o.ä. immer wieder mitbekommen habe, dann dass mancher STAR TREK- Fan sehr intolerant sein kann bezüglich "seiner" Serie. Das umschließt leider auch Rassismus. Was diese Personen angeht, frage ich mich auch immer wieder, was genau sie denn an STAR TREK mögen, wenn ihnen zwei der Kernbotschaften "Toleranz" und "Respekt vor anderen" nicht geläufig sind.
Aber das sind die Fans."

Und dies verstehe ich ebenfalls nicht. Wenn die Kernbotschaft Toleranz und Respekt vor anderen ist, warum diese dann nicht wirklich gelebt wird.
Darum habe ich auch eine stark differenzierte Haltung zu STAR TREK. Wir Menschen haben nunmal auch schlechte Eigenschaften und diese sollten auch in einem Franchise wie STAR TREK stärker behandelt werden. Wie bereits erwähnt hat DS9 dies überwiegend - meiner Meinung nach - am besten hingekriegt.

"In keiner der DS9- Folgen wurde der Charakter Sisko wegen seiner Hautfarbe diskriminiert, zumindest nicht, soweit ich mich erinnere."
Doch, die gab es. Als Sisko in den Körper von Benny Russel aus den 1950ern schlüpfte. Diese Episode mit frühen Sci-Fi-Pulp-Feeling zählt neben "Der Belagerung von AR-558" für mich zu besten TREK Episoden überhaupt. "Jenseits der Sterne" - auch der Titel, einfach klassisch.

"Was das Thema "Sisko als realistischerer Captain" angeht, stimme ich dir zu, obwohl sowohl Picard als auch Janeway (letztere besonders in den Folgen mit Borgthematik) sich in manchen Folgen auch nicht immer moralisch sauber verhalten haben."

Alles klar.

"Allgemein glaube ich aber, dass in bestimmten Lebenssituationen "Schummeln" sowieso nichts bringt. Man macht sich etwas vor. Und das versuche ich in meinem Leben zu vermeiden."

Diese Aussage von dir freut mich vom ganzen Herzen! Ehrlichkeit ist zwar mühselig und manchmal verletzt sie auch, aber ich glaube, dass wir eigentlich darin eine Stärke haben.

""Was deine Frage an mich betrifft: Könntest du den Kobayashi Maru Test bestehen, aber ohne zu schummeln - wie Kirk es tat?
Darauf kann ich nur sagen: Ich musste bisher nie selbst dem sicheren Tod ins Auge blicken und hoffe, das bleibt auch für die nächsten fünfzig Jahre so, aber das kann man sich ja nie aussuchen."
Alles klar. Das kann ich verstehen. Meine Frage war hier auch sehr rhetorisch gewählt und genau wie der Test angelegt. Eine Antwort war direkt nicht vorgesehen, wird aber nicht ausgeschlossen.

Zu meinen Fragen und deinen Antworten.

1. Das finde ich überraschend. Und ich dachte ich wäre immer der einzige gewesen, der sie mochte. Im übertragenen Sinne gesprochen, natürlich. In meiner Historie, sprich die Menschen, die sich ebenfalls für STAR TREK interessierten, war sie nur eine Hintergrundfigur. Das fand ich und finde ich ungerecht, denn dafür war sie eine zu gut. Crosby wurde immer wieder Übertreibung vorgeworfen, aber das finde überhaupt nicht. Crosby ist Tasha. Sorry, ich kriege feuchte Augen.

2. Ich Abrams alternative Zeitlinie auch nicht besonders. Aber was mir am wenigsten gefällt ist die parallel-laufende Struktur und dies wird offziell zu gewertet. Vor Abrams war jede alternative Zeitlinie und jedes Event außerhalb der TV-Serien und der Filme "in-offiziell".

Aber mit Abrams kam jetzt ein Pseudo-Offiziell und auf einmal sind jetzt die Stoffe, die mit Abrams zu tun haben offiziell MÖGLICHE Zusatztitel.

Ja, die ganze Debatte um offiziell, in-offiziell und pseudo-offiziell bei STAR TREK ist ein heißes Eisen. Zumindest bei mir.

3. Schade, denn hier sah ich Potenzial. Natürlich ist es negativ, aber ich finde, dadurch hätte man den Zuschauer - auch bei der Gefahr einer Überzeichnung - darauf auch hinweisen können, dass sich gewisse Negativäten einfach nicht passieren dürfen.

4. Für mich war die Nebenhandlung des Temporalen Kalten Krieges und die Xindi-Krise das Highlight. Ich hätte gerne mehr vom Temporalen Kalten Krieg gesehen. Natürlich auch eine Einbeziehung von Captain Braxton. Bruce McGill war für die Rolle prägnistiniert.

5.
"Die Zerstörung der Borg in den Destiny- Romanen fand ich sehr drastisch, aber konsequent. Genaugenommen wurden sie ja auch nicht zerstört, sondern von der Spezies, der sie ursprünglich angehörten, wieder aufgenommen."
Ich habe diese Romane niemals gelesen, aber das klingt nicht wirklich nicht gut für die Borg. Kurze Zwischenfrage, ich habe kein Problem mit Spoilern: wie wurde die wirkliche Entstehung der Borg in den Romanen mit deren Ende auch thematisiert?

"Viele Romane der Next Generation nach den Ereignissen von Nemesis hatten ja immer noch die Borg als Thema, was ich aber nicht besonders originell fand, da die Borg schon bei Voyager dramaturgisch ausgeschlachtet worden waren. Insofern fand ich gut, was in den Destiny- Romanen erzählt wurde. Erst recht, was den Ursprung der Borg betraf."

Da diese Romane nicht kenne, weiß ich natürlich nicht, ob ich das so sehen könnte. Daher erlaube ich mir kein Urteil.

6. "Dass V´ger was mit den Borg zu tun hat, fand ich sehr kreativ, so wurde die Classic- Crew noch auf dieser Ebene etwas mehr mit der Next Gen- Crew verbunden."
Jepp. Nur persönlich hätte ich gerne mehr über die Borg und VGer erfahren. Von allen Rassen gefallen mir die Borg einfach am besten. Sie bieten einfach die beste auch im philosophischen Sinn gesprochen "Konfliktpotenzial".

7. "Was die Kombination von Technologie und Biologie betrifft, denke ich, dass der Mensch sie von ganz allein vorantreiben wird, durch Erfindungen wie Herzschrittmachern, elektrisch gesteuerte Prothesen etc."
Natürlich gibt es schon heute gewisse Technologien, solche wie du sie nanntest, um das Leben zu erleichtern. Die Debatte des Transhumanismus und seinen unterschiedlichen Strömen ist natürlich für ein Filmform wie MJ natürlich nicht angebracht. Angesichts aber der Tatsache, dass es Filme und Serien gibt, die das Thema behandeln, sehe ich selber keine Schwierigkeiten.

"Allerdings würde ich keinen Kollektivzustand wie den der Borg haben wollen. Meine Gedanken gehören mir und so soll es bleiben."
Darin stimme ich mit dir überein.

Allerdings möchte ich nur ein Argument in den Raum stellen, dass bedacht werden sollte. Wenn wir Menschen unsere Erfahrungen und Gefühle über ein gemeinsames Bewusstsein teilen könnten und dennoch Individuen bleiben, könnte es die Chance geben, dass endlich Toleranz wirklich bei allen Menschen Einzug geben könnte.
Warum? Weil, wenn sich jemand verletzt fühlt, könnte das Gegenüber diese Gedanken und Gefühle mitempfinden und er/ sie würde es sich nochmal überlegen, ob es sich wirklich lohnt jemanden zu verletzen.

Nur mal ein Randgedanke.

"Auch glaube ich, dass wenn der Mensch eines Tages wissenschaftlich in der Lage sein sollte, all seine organischen Schwächen durch technologische Hilfsmittel auszugleichen, er Gefahr läuft, etwas wichtiges zu verlieren: Seine Fähigkeit des Mitfühlens.
Die wäre meiner Meinung nach in einer Welt der "perfekten" Lebensformen das erste, was abstirbt. Und das möchte ich nicht."
Auch hier stimme ich mit dir überein. Aber der Mensch darf nicht nur Mitgefühl, sondern auch Liebe, Leidenschaft, Enthusiasmus, Trauer, Wut, Kreativität, etc NICHT verlieren.

Auch wenn die Vulkanier es für falsch halten, Gefühle machen uns zu dem was wir sind.

Und auch dem Fall, dass Gefühle verletzt werden - das ist das Leben. Es ist mehr als Leid und noch mehr als normale Freude - es ist einzigartig und kostbar.

Das Wunder in seiner reinsten und perfektesten Form. Für heute muss mich abmelden, aber vielleicht gibt noch morgen Zeit. Dann stelle ich dir meine nächsten Fragen vor.
Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda
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EnterpriseNX-01 : : Moviejones-Fan
22.05.2015 22:57 Uhr
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Dabei seit: 21.05.15 | Posts: 12 | Reviews: 0 | Hüte: 1
Erst mal Hallo bin neu hier.

WOW! Hier wurde ja lange nichts mehr geschrieben, dann bin ich so frei und entstaube diesen Thread mal laughing

Kennt ihr schon die nicht Realisierte Star Trek Projekte?

Es ist vieles dabei, wie z.b Die Vierte Staffel von TOS, oder verschiedene Filme die Abgebrochen wurden, oder nur beim Konzept geblieben sind.

Mehr findet ihr unter : http://de.memory-alpha.org/wiki/Nicht_realisierte_Star-Trek-Projekte

Ich Persönlich finde es schade, das Star Trek : Enterprise damals abgesetzt wurde, über eine 5te Staffel hätte ich mich sehr gefreut, da es auch schon Ideen usw. gab.

http://de.memory-alpha.org/wiki/Nicht_produzierte_Episoden#Star_Trek:_Enterprise
"There are still many Human emotion.
I do not fully comprehend:
anger, hatered, revenge.
But i am not mystified.
by the desire to be loved."
-Lt. Commander Data-
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Andra : : Moviejones-Fan
22.05.2015 23:13 Uhr
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Dabei seit: 01.05.11 | Posts: 386 | Reviews: 0 | Hüte: 22
Hi EnterpriseNX-01, willkommen auf MJ smile Ein paar interessante Sachen dabei. Bin auch ein bisschen mehr ST-Fan als SW und würde mich freuen, wenn abseits des Kinofilms noch mehr kommen würde.
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EnterpriseNX-01 : : Moviejones-Fan
23.05.2015 09:39 Uhr
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Dabei seit: 21.05.15 | Posts: 12 | Reviews: 0 | Hüte: 1
Hi Andra,

Gerüchte zufolge eine neue Serie kommen.

Quelle : http://nerdist.com/rumor-cbs-developing-new-star-trek-tv-series/

http://www.trekzone.de/content/dt/news/2015-04-02-1-plant-cbs-eine-neue-star-trek-serie.htm

Darüber würde ich mich sehr Freuen, wenn Brannon Braga, Rick Berman und Manny Coto dabei sind, dann könnte es was gescheites werden.
"There are still many Human emotion.
I do not fully comprehend:
anger, hatered, revenge.
But i am not mystified.
by the desire to be loved."
-Lt. Commander Data-
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Schneewittchen77 : : Moviejones-Fan
23.05.2015 10:03 Uhr
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Dabei seit: 20.05.15 | Posts: 47 | Reviews: 0 | Hüte: 0
Die jüngsten Meldungen lassen nur die Hoffnung und weiteres Warten übrig:

http://www.cinemablend.com/television/Why-Star-Trek-Probably-Won-t-Get-Show-Awhile-71650.html
"Hoffentlich habt ihr euch den Arsch geputzt, denn ihr bekommt ihn von einem König geleckt."
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