Hier dreht sich alles um die News Oscars 2019: Alle Gewinner & Verlierer der 91. Academy Awards!. Tausch dich mit anderen Filmfans aus.
@eli4s
Warum haben überhaupt fast alle auf Roma im Tippspiel gesetzt? Für mich war die Sache mit dem besten Film ziemlich eindeutig. Green Book hat im Vorfeld den Golden Globe und den Producers Guild of America Award geholt - was bleiben da noch für Fragen offen?
@Rafterman
Es stimmt alles, was du zu Netflix schreibt, dennoch gibt es bei der Academy die Vorschrift, dass ein Film mindestens eine Woche lang im Raum LA im Kino gelaufen sein muss, um nominiert werden zu können. Und da sich Netflix als VoD-Anbieter gegen das Kino auflehnt, kann es da schon zu Unterscheidungen kommen.
@TiiN
Einen Hut für deine Zusammenfassung, der ich mich zum Großteil anschließen kann, was mir dann das Schreiben eines eigenen Kommentars erspart^^
@eli4s, TiiN und MobyDick
Ich habe mich da wohl von meinen eigenen Wünschen und dem Hype um "Roma" sowie den Kontroversen um "Green Book" (antimuslimische pro-Trump-Aussagen von Drehbuchautor Vallelonga, Viggo Mortensens Nigger-Fauxpax, historische Inakkuratesse) blenden lassen, rückblickend hätte man damit aufgrund des PGA-Awards für "Green Book" aber rechnen können. Und als dann der Drehbuch-Award an "Green Book" ging, war es eigentlich schon entschieden.
Letztendlich ist "Green Book" dann meiner Einschätzung nach auch eine Kompromisslösung gewesen. Politisch liberal und antirassistisch, gleichzeitig aber auch US-amerikanisch, ein Konsensdrama und nicht allzu speziell im Vergleich mit "Roma" (Netflix, mexikanisch, schwarzweiß, spanisch mit Untertiteln, fremdsprachiger Oscar) und "Black Panther" (Fantasy, Comic, Actionblockbuster).
@MobyDick
"Hauptdarstellerpreis: Der gefeierte tote Star vs. die ätzende Satire"
Da die diesjährige Verleihung im Zeichen von Queen und Freddie Mercury stand, konnte man das durchaus als Foreshadowing für den Award für Rami Malek betrachten^^
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Manchen Leuten (auch außerhalb des Forums hier) scheint es anscheinend eher darum zu gehen, dass nicht der wirklich beste Film den Preis für den Besten Film bekommt, sondern eher der, mit der korrektesten politischen Botschaft.
Das Höchste was eine Frau im Leben erreichen kann ist eine gute Hausfrau und Mutter zu sein
Chen Zhili, former President of the All-China Women’s Federation
@Musashi:
Bin ich vollkommen bei dir. Allein die Kolumne heute auf SPON sagt alles, man kann die Kritik tatsächlich darauf hinunterbrechen, dass Green Book immer noch nicht schwarz genug ist. WTF?
Es ist v.a. eine - adaptierte - Lebensgeschichte, die mitnichten 100% korrekt sein muss (was dem Film auch vorgeworfen wird) und erst in zweiter Instanz ein Film über Rassismus. Und ein kraftvoller, wie ich finde. Ich hätte es auch z.B. BlacKkKlansman gegönnt, aber die Kritik an Green Book, dass eine "bunch of white guys" einen Film über Schwarze macht (wie können sie es wagen!) und natürlich gewinnt, ist an Zynismus und Rassismus (!) nicht mehr zu überbieten. Was bitte noch?! Es war keine perfekte, aber wirklich abwechslungsreiche Veranstaltung, mit unglaublich vielfältigen Präsentatoren (80% schwarz, viele Frauen, u.a. Asiaten, dann auch mexikanischer und spanischer Herkunft) und einer recht vielfältigen Vergabe.
Es tut mir leid für Spike Lee (und Glenn Close an anderer Stelle), aber die Begründung, warum es falsch ist, Green Book auszuzeichnen, ist verfehlt und steht den Verlierern, die im Grunde gar keine Verlierer sind, so gar nicht. Und das ist das wirklich Beschämende in meinen Augen, dass es nie genug sein kann für manche.
Warum bin ich nicht aus Stein wie du...?
Neeeiiin es ist doch Green Book geworden, verdammt!!![]()
Was die anderen Gewinner angeht, gibt es nich viel zu sagen, außer dass ich etwas überrascht bin, dass Glenn Close nicht gewonnen hat. Und NATÜRLICH hat IW nicht den Oscar für die besten Effekte gewonnen. BLOSS keinen Comicfilm nehmen...naja, war irgendwie zu erwarten...![]()
Insgesamt hab ich 18 von 24 richtig getippt. Nicht schlecht, aber hätte mehr sein müssen...^^
Naja, ich freu mich schon darauf, mich nächstes Jahr wieder so richtig schön aufzuregen.^^
Mein Letterboxd-Profil /// (ehem. FlyingKerbecs) /// aktuelle Anime-Empfehlungen: Sentenced to be a Hero // Hell’s Paradise // JJK (bei Crunchyroll)
Bestes Szenenbild bei Black Panther ist schon ein Witz.
@Petra82
Spike Lee wollte übrigens nach der Bekanntgabe des "Bester Film"-Awards wütend sofort den Saal verlassen, weil er "Green Book" für den falschen Gewinner hält. Er wurde dann aber aufgehalten und musste sitzenbleiben, bis die Dankesrede vorbei war^^
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@Petra82
Krass! Da weiß ich mal wieder warum ich um SPON nen weiten Bogen mach ;)
Hab von den nominierten Filmen nur Green Book und Roma gesehen und fand Green Book viel besser (hoffe Luhp steinigt mich nicht dafür^^). Hoffe ich werd bald noch die Zeit finden mir Blackkklansman anzuschauen. Green Book war aber mal seit langer Zeit wieder ein Film, der mir richtig gut gefallen hat. Mir tuts nur wieder mal um Viggo M. so leid, ich würds ihm wirklich so gönnen.
Aber was du da über die SPON-Kritik schreibst, zeigt mir mal wieder in was für politisch hyper-korrekten Zeiten wir leben. Gott sei Dank tangiert mich das in Asien nicht im geringsten.
Es erinnert mich auch an die Verleihung, in der 12 years a slave nominiert war und Ellen Degeneres moderierte. Am Anfang machte sie diesen Witz, dass entweder der Film den Preis für Best Picture erhält oder alle hier Rassisten sind. Zwar haben alle gelacht, aber es is trotzdem was Wahres dran.
@Luhp
Ist das dein Ernst?!
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Chen Zhili, former President of the All-China Women’s Federation
Naja, ich verstehe schon, dass der Lee wütend ist, wenn da so pseudoliberaler Konsensquatsch gewinnt, bei dem sich die Academy-Wähler voll progressiv fühlen können, während das eigentlich niemandem weh tut. Hätten "Vice" oder "Roma" gewonnen, wäre der wahrscheinlich auch nicht so stinkig gewesen...
"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."
-Vern
@Silencio
Wie gesagt, ich hab Lees Film noch nicht gesehen, vllt könntest du mir aber erklären was er besser macht als der andere „pseudoliberale Konsensquatsch“.
Vielleicht kann Lee ja einen auf Jussie Smollet machen, umso vielleicht dann ne Trophäe für den Besten Film in Zukunft zu bekommen -)
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Chen Zhili, former President of the All-China Women’s Federation
@Musashi:
Die Kommentare sagen da was ganz anderes, beruhigend ![]()
@Silencio:
Dann wären andere stinkig gewesen
Wahrscheinlich stimmt es irgendwie, dass der kleinste gemeinsame Nenner gefunden werden sollte, der nicht wehtut. Aber eine Filmbiographie dafür bestrafen, dass sie das tut, was sie will, nur weil gerade ein bestimmtes Klima herrscht und am besten alles passen soll: das finde ich wirklich traurig an der ganzen Diskussion.
Warum bin ich nicht aus Stein wie du...?
Musashi:
Warum sollte ich dir erklären, was Lees Film besser gemacht hat? Über den habe ich doch gar nichts gesagt. Ich hab gesagt, dass er weniger stinkig gewesen wäre, wenn ein anderer Film gewonnen hätte (dabei hat Lee im Nachgang noch Humor bewiesen...), nicht dass sein Film hätte gewinnen müssen. Ich versteh auch nicht, was Jussie Smollett damit zu tun haben sollte, solche Aktionen hat der Lee nicht nötig. Auch noch nie gehabt...
Petra:
Wer hätte da stinkig sein sollen? Mit den ganzen Kontroversen um "Green Book" (man darf sich gerne mal durchlesen, was die Angehörigen von Dr Shirley von dem Film halten, oder wie der Autor so drauf ist) hätte sich wohl außerhalb der Academy jeder damit zufrieden gegeben, wenn was anderes gewonnen hätte.
Warum sollte man eine Biographie übrigens auch nicht dafür abstrafen, dass sie verlogen ist? Oder dass sie, gerade weil sie ja Wahrheitsanspruch vorgaukelt, ein verzerrtes Gesellschaftsbild verkauft? Ich versteh auch nicht, was daran traurig sein sollte...
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-Vern
@Silencio:
Wahrscheinlich hast du recht, man kann Green Book sicherlich etwas vorwerfen. So wie man ROMA Kalkulation vorwerfen kann u.a. Filmen in der Vergangenheit.
Ich finde aber, dass sich die Kritik am Gewinner zu leicht aus den falschen Gründen festmachen lässt. Ich zitiere SPON:
Aber "Green Book" erzählt diese Geschichte eben vorrangig aus der Perspektive des "White Saviours" Vallelonga und dringt kaum in die existenzielle Krise des afroamerikanischen Musikers Don "Doc" Shirley ein, dessen Chauffeur und Bodyguard Tony "Lip" auf der Tour durch den Deep South ist.
Ehrlich? Dass ein Film einen Schwarzen nicht ganz in den Mittelpunkt rückt, was der aber auch gar nicht vorhatte? Gegenfrage: Muss es denn zwingend so sein?
Auch ich hätte mir gewünscht, wäre das zitierte "Green Book" stärker in den Fokus gestellt worden. Aber dennoch war der Film weitgehend sehr rund. Er hat gut unterhalten. Er hat (auch) ein schwieriges Thema gut verpackt. Zwei wirklich gute Darsteller, die den Film zu einem Erlebnis machen und den Zuschauer nachdenklich und auch zufrieden aus dem Kino entlassen.
Für mich vielleicht keine Ausschlusskriterien bezogen auf die Konkurrenz, aber dennoch vollkommen in Ordnung. Hier wird ein hohes Maß an Perfektion von einem Film erwartet, den der sicher nicht bieten wollte. Für mich ist nicht der Film problematisch, aber die überzogene Reaktion darauf.
Warum bin ich nicht aus Stein wie du...?
@Silencio
Wie der Autor von Green Book so drauf ist (Rassismus-Vorwürfe), hat nichts damit zu tun, ob er einen guten Film gemacht hat oder nicht. Wenn man nach solchen Maßstäben geht, dann dürften wir wohl kaum noch was gut finden. Umgekehrt find ich nen scheiss Film ja auch nicht gut, nur weil der Regisseur n netter Kerl is. Wahrheitsanspruch bei Biographien war übrigens noch nie ein Thema bei den Oscars, ich erinner nur an Braveheart.
Und zu dem an mich gerichteten Kommentar: Versteh ich dich dann dahingehend richtig, dass Lee wegen der ganzen Kontroverse um Green Book (Rassismusvorwürfe) sich so aufgeregt hat? Falls ja, hab ich dich wirklich falsch verstanden.
Und Smollet selbst hatte so eine Aktion auch nicht nötig, trotzdem hat er es getan (die Anspielung auf Smollet war aber noch nicht mal Ernst gemeint).
Das Höchste was eine Frau im Leben erreichen kann ist eine gute Hausfrau und Mutter zu sein
Chen Zhili, former President of the All-China Women’s Federation
3 Oscars gleich für Black Panther, das sind mind. 2 über meinem Kalkül.
Glückwunsch an Marvel!
Wird auch wohl erstmal der letzte Oscarerfolg für das MCU bleiben, auf absehbare Zeit. Es waren rund 15 Anläufe nötig.
"Die fliegen jetzt."
"Die fliegen jetzt?"
"Die fliegen jetzt!"
Oscars 2019: Alle Gewinner & Verlierer der 91. Academy Awards!
Moviejones | 25.02.2019