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Gestern, Heute, Morgen: Wann wurde "Star Trek" eigentlich anders?

Moviejones | 24.11.2025

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5 Kommentare
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
24.11.2025 08:24 Uhr
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Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 9.335 | Reviews: 156 | Hüte: 777

Netter Artikel. Ich für meinen Teil mag beide Arten der Inszenierung, muss aber auch dazu sagen, dass ich eine Sache heute besser finde: die Serien heute sind meistens kürzer und stringenter in ihrer Erzählung,während sie früher immer 22 bis 24 Folgen pro Staffel hatten, von denen auch nicht wenige zäh und langweilig waren und eher Fillerfolgen waren. Am besten fand ich immer die Doppelfolgen, dessen Handlungen deutlich komplexer, spannender und emotionaler waren. Gerade diese ähnelten oft eher Spielfilmen und den heutigen Serien, die, wie erwähnt,auch sehr gerne schaue.

Aktuell schaue ich Discovery und bin gerade bei Staffel 3. im Grunde mag ich die Serie gerne, aber was mich besonders stört, sind die vielen Logikprobleme sowie Bdie arrogante, besserwisserische und zu Aufmüpfigkeit neigende und Befehle in Fragen stellende Bernham. Das schlimmste ist, dass die Ergebnisse ihr dann immer Recht geben, woraus sich der Schluss ziehen lässt, dass sie damit alles richtig macht, was aber einfach falsch ist. Es passt aber perfekt zur heutigen Gesellschaft und Jugend, welche auch ständig rebellisch und aufmüpfig ist.

Stark wiederum finde ich die audiovisuelle Darstellung. Auch das gehört bei Star Trek heute für mich dazu. Früher stand das nur deshalb weniger im Fokus, weil es technisch auch einfach zu teuer und aufwändig gewesen wäre.

Star Trek: Picard wiederum ist für mich sogar die beste Star Trek-Serie überhaupt, ich mag alles daran sehr.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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Koboldjaeger : : Moviejones-Fan
25.11.2025 01:20 Uhr
0
Dabei seit: 05.01.13 | Posts: 192 | Reviews: 0 | Hüte: 9

@MrBond
Toller Artikel. Tolle Analyse.
Kann allem uneingeschränkt zustimmen.
Danke.

Eine symbolische Uhr gereicht dem menschlichen Verstand so sehr zur Nahrung wie ein Bild von Luft einem Ertrinkenden. -- Dr. Manhattan

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Rotwang : : Moviejones-Fan
25.11.2025 09:11 Uhr | Editiert am 25.11.2025 - 12:46 Uhr
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Dabei seit: 11.06.20 | Posts: 1.534 | Reviews: 0 | Hüte: 43

Guter Beitrag, war allerdings nie so der Trekkie, mochte die letzte Filme gerne.

Ich mag mittlerweile auch eher die Serien die eine Handlung haben die sich über Folgen erstreckt, gut ist es allerdings auch wenn mal was abgeschlossen wird, ich mag aber auch wenn Serien dahinplätschern und man was über die Leute erfährt. Ich meine GoT war ja auch nicht nur Hauen und Stechen.

Als The Arrow zB als Serie in Deutschland kam fand ich das sehr störend dass es quasi den Endbosskampf in jeder Folge am Ende gab, ich meine bei den Serien aus den 70-90er Hulk, Knight Rider oder A-Team waren Doppelfolgen ja sogar was besonderes, aber ansonsten gab es Schema F und am Ende waren alle Artigen glücklich und die Unartigen abgestraft. Man wusste immer wie es kommt, manchmal fühlte es sich gehetzt an, sicher gab es einen Handlungsbogen der sich über alles erstreckte, wie bei Hulk die Suche nach einem Gegenmittel.

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RaylanGivens : : Moviejones-Fan
26.11.2025 14:14 Uhr
0
Dabei seit: 13.03.23 | Posts: 126 | Reviews: 0 | Hüte: 3

Man hat das Gefühl, früher war mehr Zeit da. Mehr Ruhe, mehr Weisheit, Beobachtung, Wissenschaft.

In jüngerer Zeit verkam das Alles zu einem hektischen Jump-n-Run-Spiel. Nur die plakativsten Merkmale - und vor allem, die Attribute, von denen ahnungslose Produzenten fälschlicherweise glaubten, dass sie der Markenkern der Serie sind, wurden in RIESENLETTERN vorangestellt.

Manchmal vor die Serie.

"Die Nächste kommt schneller!"

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MrBond : : Imperialer Agent
26.11.2025 18:03 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 4.117 | Reviews: 30 | Hüte: 645

@Raven13

"die Serien heute sind meistens kürzer und stringenter in ihrer Erzählung,während sie früher immer 22 bis 24 Folgen pro Staffel hatten, von denen auch nicht wenige zäh und langweilig waren und eher Fillerfolgen waren"

Tatsächlich waren meiner Meinung nach insbesondere bei TNG und DS9 so, dass die ersten 2-3 Staffeln teilweise sehr schwergängig waren - da bin ich absolut bei Dir. Es wurde dann mit zunehmender Staffel immer besser. Da fand ich das dann auch toll, dass es pro Staffel so viele Folgen gab und wie im Artikel beschrieben, lernte man jede Person für sich kennen und mochte sie einfach. Selbst ein "Unsympath" wie Garak oder Nog, die ich anfangs einfach nur nervig fand, entwickelten sich zu richtig coolen Charakteren. Selbst Chief O`Brien wurde vom anfänglichen "Sideshow-Bob" der Enterprise zu einem Bad-Ass-Charakter. Nie unsympathisch, oder arrogant, sondern einfach ein Typ, den man mochte... dem man zur Not sein Leben anvertraut.

Was mir btw. auch immer gut gefiel, waren die parallelen Geschichten, die oft in einer Folge erzählt wurden. Während ein Trupp Sternenflottenoffiziere einen gefährlichen Planeten erkundeten, bekam auf der Enterprise eine zufällige Person eine eigene kleine Mission zu meistern - meistens nichts aufregendes, oder gefährliches, aber immer etwas, das die Charakterzeichnung vorantrieb. Man kannte irgendwann jeden der Besatzung so gut, dass man umso mehr mitfieberte, wenn jene einer wirklichen Gefahr ausgesetzt war - und man wusste vor allem auch, was deren Schwächen und Stärken sind und freute sich mit ihr, wenn sie eben mit ihrer Stärke die Situation klären konnte bzw. die Schwäche überwunden werden musste.

"Star Trek: Picard wiederum ist für mich sogar die beste Star Trek-Serie überhaupt, ich mag alles daran sehr."

Gefällt mir auch sehr gut, wobei sich die Serie ebenfalls von Staffel zu Staffel steigerte. Die dritte Staffel war für mich ein absoluter Höhepunkt aktueller Star-Trek-Serien.

@Koboldjaeger

Das freut mich und vielen Dank für die Würdigung.

@RaylanGivens

"In jüngerer Zeit verkam das Alles zu einem hektischen Jump-n-Run-Spiel. Nur die plakativsten Merkmale - und vor allem, die Attribute, von denen ahnungslose Produzenten fälschlicherweise glaubten, dass sie der Markenkern der Serie sind, wurden in RIESENLETTERN vorangestellt."

Das ist eben die Art und Weise, wie heutzutage Geschichten erzählt werden und ist ja kein Phänomen, das nur Star Trek betrifft. Im Grunde werden ja quasi alle Serien so produziert und das ist oft auch richtig und gut.

Wenn eine Serie nicht mehr als Aneinanderreihung von einzelnen Geschichten eines Teams, oder einer Person produziert wird, sondern in Form eines langen Spielfilms, der eben in 10 Episoden aufgeteilt wird, hat das für mich ebenso eine Daseinsberechtigung. Insbesondere, weil man viel mehr Hintergrundgeschichte erzählen kann. Oft passieren Handlungsentwicklungen in Spielfilmen zu rasant - zu plötzlich. Da hat man bei einer guten Serie viel bessere Möglichkeiten Atmosphäre und Handlungsbogen zu schaffen. Warum ist Person A so, wie sie ist? Warum entwickelt sich Person B von gut zu böse, oder umgekehrt? Und wenn ein Buch verfilmt wird, das man sehr schätzt und im Film zum Buch fliegen haufenweise Story-Details raus, weil es einfach nicht in die Lauflänge passt, wünscht man sich nicht selten, man hätte daraus einfach eine coole Serie gebastelt.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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