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Alien:Paradiso Comic Review

"Alien: Paradiso" - Aliens im Urlaubsparadis (Comic-Review)

"Alien: Paradiso" - Aliens im Urlaubsparadis (Comic-Review)
0 Kommentare - Sa, 11.04.2026 von MJ-GPJ
Sonne, Strand, Schwerverbrecher – und Aliens! Paradiso setzt nicht auf große Ideen, sondern auf effektive Zerstörung. 

Das Alien-Universum ist längst mehr als nur die Filmreihe. Zahlreiche Comics erweitern die Welt – mal als alternative Szenarien (What if - Was wäre, wenn Carter Burke überlebt hätte?) mal als stilistische Experimente (Schwarz, Weiß und Blut), mal als Crossover (Aliens vs Avengers). Und jetzt: Alien: Paradiso.

Die Handlung spielt im Jahr 2153, gut drei Jahrzehnte nach dem ersten Film. Schauplatz ist die Kolonie Paradiso, ein tropisches Luxusresort, das sich als Rückzugsort für wohlhabende Kriminelle etabliert hat. Im Zentrum steht Ricky Valentine, der diesen abgeschotteten Ort für einen riskanten Deal nutzen will. Das Waffenverbot auf dem Planeten verschafft ihm dabei einen entscheidenden Vorteil – zumindest auf dem Papier.

Parallel dazu beobachten die Colonial Marshals Dash Nanda und Lydia Reeves seine Aktivitäten, um genügend Beweise für eine Festnahme zu sammeln. Die Geschichte nutzt diese Konstellation, um Figuren und Dynamiken sauber einzuführen. Doch lange bleibt es nicht bei Kontrolle und Kalkulation: Mit dem Auftauchen der Xenomorphe kippt die Lage, und der Band entwickelt sich schnell zu einem klassischen, zunehmend chaotischen Überlebenskampf.

Review:

Alien: Paradiso ist vor allem eines: unkomplizierte, sehr direkte Unterhaltung. Der Band verzichtet weitgehend auf doppelten Boden oder tiefere Aussagen und konzentriert sich stattdessen auf das, was im Alien-Kosmos zuverlässig funktioniert – Eskalation, Tempo und eine konstant angespannte Atmosphäre.

Die Figuren erfüllen dabei klar ihre Funktion. Nicht jede Figur ist vielschichtig, aber sie sind präzise genug gesetzt, um die Dynamik der Geschichte zu tragen. Gerade durch die wechselnden Perspektiven und die Vielzahl an Beteiligten bleibt die Spannung hoch, weil nicht immer vorhersehbar ist, wer wie lange durchhält.

Die Aliens wirken hier wieder als entfesselte Gewalt, die sich durch alles hindurchfrisst. Innerhalb der bekannten Franchise-Logik lässt sich das damit erklären, dass ihnen eine zentrale Struktur fehlt: Ohne Königin fehlt die ordnende Instanz. Entsprechend agieren sie direkter, instinktiver und teilweise auch weniger planvoll – nicht weniger effektiv, aber deutlich unberechenbarer.

Die Zeichnungen setzen die Xenomorphe immer wieder wirkungsvoll in Szene, insbesondere in detailreichen Großaufnahmen. Ein besonderes Highlight sind jedoch die Panels, die aus der Perspektive der Aliens gestaltet sind. Diese ungewöhnliche Blickführung verleiht einzelnen Szenen eine eigene Qualität und das sind innerhalb des Bandes optisch die stärksten Momente.

Kurz gesagt:
Wenn das ein Film wäre, würde man von bestem Popcorn-Kino sprechen. Kein doppelter Boden, keine große Botschaft. Pures Alien-Entertainment.

Autor: Steve Foxe

Zeichner: Edgar Salazar

Erscheinungsdatum: 17.02.2026

Leseempfehlung ab 16 Jahren!

Transparenzhinweis: Alien: Paradiso wurde von Panini Comics als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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