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Backrooms

Kritik Details Trailer News
Kryptischer Horrortrip

Backrooms Kritik

Backrooms Kritik
3 Kommentare - 31.05.2026 von Moviejones (Alex Wall)
Wir haben uns "Backrooms" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Backrooms

Bewertung: 4 / 5

Endlose, gelbe Räume, flackernde Leuchtstoffröhren und das Gefühl, dass etwas nicht stimmt: die Backrooms gehören zu den bekanntesten Internet-Mythen der vergangenen Jahre. Der erst 20-jährige Kane Parsons bringt seine Interpretation der Geschichte, basierend auf seiner Webserie, nun auf die große Leinwand. Und das gelingt ihm über weite Strecken sehr gut, wenngleich der Film bei der Handlung für gemischte Meinungen sorgen dürfte. Audiovisuell ist Backrooms aber zweifellos eine echte Wucht.

Backrooms – Kritik zum Albtraum ohne Ausgang

Clark (Chiwetel Ejiofor) ist der Inhaber eines wenig erfolgreichen Möbelhauses. Das Geld, das er hat, gibt er seiner Ex-Frau, die ihn anch einem Streit verlassen hat. Um damit umzugehen, besucht er regelmäßig die Therapeutin Dr. Mary Kline (Renate Reinsve), die als Kind durch ihre Mutter traumatisiert wurde. Eines Abends stößt Clark auf die mysteriösen Backrooms und erkundet diese daraufhin. Als seine Therapeutin ihm den Fund nicht glaubt, versucht er mit seinen Mitarbeitern Bobby (Finn Bennet) und Kat (Lukita Maxwell) Beweise zu sammeln. Einige Zeit später sucht Mary nach Clark und stößt dabei ebenfalls auf die Backrooms.

Trailer zu Backrooms

Eine audiovisuelle Wucht

Trotz des jungen Alters von Kane Parsons beweist dieser in Backrooms bereits ein ausgezeichnetes Gespür für langsamen und unangenehmen Horror. Gerade der Anfang nimmt sich viel Zeit, die Charaktere und ihre Probleme zu etablieren. Dabei werden immer wieder Hinweise und Erklärungen für den späteren Teil des Films eingebaut. Währenddessen baut sich ein immer größer werdendes Gefühl auf, dass etwas nicht stimmt. In der zweiten Hälfte gipfelt das schließlich in einer Szene, die unglaublich unangenehm wirkt.. Von diesem klassischen Horror hätten wir uns zwar etwas mehr gewünscht, die wenigen Momente sind dafür aber wirklich wirksam.

Bei Backrooms stimmt jedoch nicht nur der Aufbau, sondern auch die Gestaltung. Die endlosen, gelben Räume mit ihren unlogischen Eigenheiten sorgen stets dafür, dass wir uns nicht so richtig wohlfühlen. Das grandiose Sounddesign hilft dabei ebenso wie die Musik, die seltsam anders ist als bei üblichen Horrorfilmen. In Erinnerung bleibt uns daher beispielsweise die Szene, in der Mary erstmals die Backrooms betritt und die Musik die Atmosphäre wirkungsvoll aufbaut.

Kryptische Handlung

Umstrittener ist die Handlung. Die Webserie schöpft viel ihrer Inspiration aus dem Subgenre des Anlog-Horrors, das sich durch eine kryptische und nicht lineare Erzählweise auszeichnet. Genau das trifft auch auf Backrooms zu. Den ganzen Film über werden Hinweise zur Deutung der Ereignisse gestreut, die aber schon selbst reichlich Raum für Spekulationen und Interpretationen bieten. Sicher ist, dass der Film sich mit Traumata beschäftigt und der Art und Weise, wie Menschen diese verarbeiten. Die Backrooms sind dabei ein Abbild der Realität, die immer abstrakter wiedergegeben wird.

Wer also Wert auf klare Handlungstränge legt und nicht mit mehr Fragen aus einem Film gehen möchte, als er vor dem Film hatte, dürfte mit Backrooms eher weniger anfangen können. Wer jedoch Spaß hat, eine kryptische Geschichte zu entschlüsseln, dürfte den Film dagegen mehr mögen. Passend zur Handlung setzt der Film zudem auf eine surreale Ästhetik und hat auch einige Body-Horror-Elemente im Gepäck, die erstaunlich frisch wirken.

Chiwetel Ejiofor und Renate Reinsve spielen ihre Rollen derweil grandios. Ejiofor schafft es, Clark so darzustellen, dass man als Zuschauer einerseits mitfühlt, später aber auch Abneigung verspürt. Reinsve hat dagegen keine Probleme damit, nuanciert zu vermitteln, dass Mary mit ihrem ganz eigenen Trauma noch nicht abgeschlossen hat.

Fazit

Backrooms ist nicht für jeden etwas. Der Film liefert keine abschließende Erklärung seiner Handlung, sondern ist stattdessen äußerst kryptisch aufgebaut und spielt mit seinem Mysterium. Das macht er allerdings mit grandiosen und zugleich unangenehmen Bildern, die durch das Sounddesign extrem wirksam sind. Zwar läuft die Handlung teilweise etwas langsam ab und richtiger Horror wird eher sparsam eingesetzt, dafür funktionieren die wenigen Szenen davon dann richtig gut. Backrooms ist ein einzigartiger Horrortrip, der die Creepypasta unangenehm gut umsetzt.

Backrooms startet am 18. Juni im Verleih von Constantin Film in den deutschen Kinos.

Backrooms Bewertung
Bewertung des Films
810

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3 Kommentare
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
17.06.2026 19:28 Uhr | Editiert am 17.06.2026 - 19:28 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 9.413 | Reviews: 159 | Hüte: 778

Ich freue mich schon drauf, morgen Nachmittag gehe ich ins Kino. Und anschließend direkt in "The Furious". victory

EDIT: Es gibt ja neue Smileys, cool! Ist bisher an mir vorbeigegangen.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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Bibo : : Moviejones-Fan
31.05.2026 18:36 Uhr
0
Dabei seit: 30.04.19 | Posts: 1.081 | Reviews: 0 | Hüte: 13

Ich bin sehr auf die Backrooms gespannt. Vier von fünf Hüten, ist eine echte Ansage. Freue mich auf den Kinobesuch.

"Zitierst Du da jemanden oder ist das auf Dein Steißbein tätowiert?"

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
31.05.2026 18:13 Uhr | Editiert am 31.05.2026 - 18:14 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 2.949 | Reviews: 18 | Hüte: 311

Als kryptisch hab ich das Ende nicht empfunden. Den Figuren wurden Klischee-Hintergrundgeschichten aus dem Drehbuchbaukasten für Elevated Horror verpasst, bei denen man direkt ahnen kann, wo der Hase lang laufen wird. Für diejenigen, die in ihrem Leben noch keinen A24-Horrorfilm gesehen haben, spricht die Hauptfigur das große Mysterium nach der Hälfte der Laufzeit erstmals aus, um es nochmal 20 Minuten später dann ellenlang zu erklären und von sämtlicher Ambiguität zu befreien.

Die einzige Frage, die hier am Ende offen bleibt, ist wieso man schon wieder auf einen Horrorfilm-Hype reingefallen ist, obwohl man es mittlerweile besser wissen müsste.tongue-out

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