In der Nachbetrachtung wirken einige Shows und Sendungen aus unserer Kindheit manchmal etwas fragwürdig, aber ein orangenes Einhorn, dass mit der Axt schwingt und seine Co-Stars abschlachtet, wäre mehr als nur fragwürdig. Um genau so eine Kindersendung geht es aber in Buddy, einem Horrorfilm, der in den USA gerade für viel Gesprächsstoff sorgt. Wie bereits Obsession - Du sollst mich lieben schaffte es der Film jüngst, sein Einspielergebnis im Vergleich zur Vorwoche zu steigern.
Darum geht’s
In einer perfekten Studiowelt der 80er und 90er Jahre leben Kinder neben sprechenden Gegenständen und sind gemeinsam mit dem orangenen Einhorn Buddy Stars einer bunten Kindersendung. Alle lieben das Tier, denn wenn es wütend wird, entsteht schnell ein blutiges Chaos. Eines Tages hat Josh nämlich keine Lust auf Buddys Geburtstagsparty, was dieser mit einem tödlichen Axthieb bestraft. Mit jeder weiteren Folge eskaliert die Lage zunehmend, denn für Buddys Zorn gibt es leider keine pädagogisch wertvolle Lösung.
Damit ist Buddy eine Mischung aus Parodie nostalgischer Kindershows und dunklem Humor, der wohl vor allem wegen seines unangepassten Stils und der absurden Idee so gut ankommt. Immerhin ist das Horrorgenre sonst oft für uninspirierte Geschichten bekannt, die sich in übernatürlichen oder unrealistischen Erklärungen verlieren. Wenngleich die letzten Jahre mit jungen Filmemachern bereits mehrfach das Gegenteil bewiesen.
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Kein Interesse von großen Studios
Für Regisseur Casper Kelly ist der Film sein Spielfilmdebüt. Doch trotz der Mitwirkung von Produzenten von Weapons - Die Stunde des Verschwindens, konnte Buddy bei seiner Weltpremiere in der Horrorkategorie des Sundance Film Festivals keine Käufer überzeugen. Die beiden US-Verleiher Roadside Attractions und Saban Films schlugen zu und können sich jetzt über neue Einspielrekorde ihrer Unternehmen freuen. Nach zwei Wochen konnte der Film bislang mehr als 14 Millionen US-Dollar einspielen, wobei der Film nur auf vergleichsweise wenigen Leinwänden läuft.
Zum Erfolg beitragen dürfte auch das zielgruppengerechte Marketing im Vorfeld des Films. So antwortete eine "Buddy"-Figur online auf Texte und erzeugte damit 450.000 Follower sowie mehr als 150 Millionen Views. Die Figur tanzte außerdem auf der San Diego Comic Con oder ließ sich am Times Square verhaften.
Ob und wann der Film in Deutschland läuft, ist aktuell noch nicht bekannt.
