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Das Boot (1981)

Ein Film von Wolfgang Petersen mit Jürgen Prochnow und Herbert Grönemeyer

Kinostart: 17. September 1981149 Min.FSK12Drama
Meine Wertung
Ø MJ-User (7)
Mein Filmtagebuch
Das Boot Bewertung

Das Boot Inhalt

Mitten im Zweiten Weltkrieg. Die Deutsche U-Boot-Flotte ist seit dem Ersten Weltkrieg gefürchtet und es gelingt ihr auch dieses Mal, den Alliierten großen Schaden zuzufügen. Kapitän Hans-Jürgen Hellriegel sticht mit seiner Mannschaft in See und reist mit der U-96 an der französischen Atlantikküste entlang.

Wolfgang Petersens Werk zeigt beeindruckend die klaustrophobische Atmosphäre und das karge Leben unter Deck.

Cast & Crew

Wer ist der Regisseur von Das Boot und wer spielt mit?

OV-Titel
The Boat
Format
2D
Der Film erhielt die FSK-Freigabe "Freigegeben ab zwölf Jahren".
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18 Kommentare
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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
17.01.2023 09:34 Uhr
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Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 10.747 | Reviews: 45 | Hüte: 678

@PaulLeger
Ziemlich peinlich, aber ich wusste tatsächlich nicht wie ich dies benennen soll. Dass damals Computertechnik natürlich nicht die Lösung war, ist mir auch klar, aber auf jedenfall danke für die Aufklärung.
Es ist natürlich so wie du beschrieben hast. Die Szenen die ich meine sind die Szenen, wo die Mann auf dem U-Boot stehen und per Fernglas in die Weite schauen. Da sieht man schon, dass die Kinomagie greift. Blendet das Bild dann zur Totalen des Boots, sieht man z.B. plötzlich keinen mehr dort stehen.
Aber da müssen die Darsteller sicher viel Wasser geschluckt haben so oft wie sie da wohl Eimer ins Gesicht, um den Sturm nachzustellen, gespritzt bekamen^^

@luhp92
Danke!

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
16.01.2023 20:04 Uhr
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Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 1.782 | Reviews: 13 | Hüte: 203

@ Duck-Anch-Amun

bei manchen Szenen der Bluescreen (?) deutlich zu erkennen ist

Weiß jetzt zwar nicht welche Szenen du genau meinst aber in Anbetracht des Entstehungsjahres dürfte es sich wohl um Rück- oder Frontprojektionen handeln wie man sie u.a. von Autofahrten in alten Filmen kennt. Statt die Hintergründe nachträglich am Computer einzufügen, hat man die Akteure vor eine Leinwand gestellt, auf die gleichzeitig die Hintergrundbilder projiziert wurden.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
16.01.2023 17:05 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 16.012 | Reviews: 171 | Hüte: 567

@Duck-Anch-Amun
"Und welche Version ich nun geschaut habe, kann ich nicht sagen. Der Film dauerte bisschen mehr als 3 Stunden (in einem Stück)"

Das müsste der Director´s Cut sein.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
16.01.2023 11:52 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 10.747 | Reviews: 45 | Hüte: 678

Ein Film der mich bei der Bewertung bisschen zwiespältig zurücklässt. Inzenatorisch absolut beeindruckend, beklemmend, nervenaufreibend und technisch (wenn auch heute bei manchen Szenen der Bluescreen (?) deutlich zu erkennen ist) auf der damaligen Höhe der Zeit könnte dieser deutsche Film genauso gut eine amerikansiche Produktion darstellen.
Beeindruckend fand ich auch die Kontraste - die naive und dekadente Aufbruchsstimmung, wo die wenigen kritischen Stimmen ignoriert werden. Dann das Leben auf dem Boot, mit der ständigen nervenaufreibenden Angst vor dem Unbekannten. Und schlussendlich das schockierende Ende. Inzenatorisch überragend gemacht hat alleine das Ende schon Erwähnung erwähnt. Die Sinnlosigkeit des Kriegs wird hier perfekt umschrieben - monatelang ist das Wasser der Feind und doch wird der "rettende Boden unter den Füßen" zur Todesfalle - stark!

Der Film wird als Antikriegsfilm bezeichnet und dies trifft meines Erachtens auch zu. Die ktisichen Stimmen sind immer wieder im Film zu finden, vor allem unter den "Normalos" wandelt sich die Aufbruchsstimmung in Lagerkoller und ständige Angst. Auch hier inzenatorisch top, da der Feind auch für uns Zuschauer eine Unbekannte bleibt - auch wir hören ihn, können ihn nur selten sehen oder erkennen und müssen abwarten. Das Ende setzt wie gesagt dieser Aussage normal die Krone auf, auch dazwischen wird immer wieder klar, dass die Mannschaft einfach nur als Kanonenfutter herhalten muss.

Und trotzdem konnte mich der Film nicht zu 100 % überzeugen. Zum Einen ist mir vieles zu repitativ und der Film dadurch zu lang geworden. Ich verstehe die Intention dahinter, das Leben auf diesem U-Boot ist monoton und nur abwechslungsreich, wenn der Tod an die Tür klopft. Trotzdem war mir dies bisschen zu sehr dargestellt worden.
Ein weiterer Punkt, der mich störte und hier weiß ich nicht ob dies so gewollt war, ist die Crew an sich. Letztendlich "fiebern" wir hier mit den Nazis mit, was auch so schon sicherlich kontrovers thematisert wurde. Auch wenn die Kritik an diesem Krieg und der Führung thematisiert wird, so führen die Männer halt doch Befehle aus. Heldentum und Eigenständigkeit der Figuren sind nicht vorhanden - sicherlich gewollt, aber es macht die Figuren nicht wirklich sympatisch. Daran gekoppelt ist eigentlich, dass mir die Figuren ehrlich gesagt auch egal sind. Da der Film schon mit einer niederschmetternden Einblende beginnt, kann man sich das Ende bereits denken. Auch wenn Eigenschicksale der Crewmitglieder bekannt werden, so hab ich keine tiefe Verbundenheit zu den Charakteren aufbauen können. Nicht mal wirklich Namen sind einem im Kopf geblieben, spätestens wenn aus den "Frischlingen Männer mit Bärten wurden" sehen sie auch alle gleich aus^^ Wie schon im 2022er Im Westen nichts Neues hat man selbst als Deutschsprachiger Probleme alles zu verstehen.
Ich kann mir vorstellen, dass dies von Petersen tatsächlich so gewollt war - die Männer sind allesamt nur belanglose Nummern in diesem Krieg. Sie führen stumpf Befehle aus, ihre eigene Geschichte spielt keine Rolle in einem Krieg, den sie nur verlieren können. Trotzdem konnte man mich so emotional nicht wirklich mitreißen, am Ende fieberte ich nicht mir, weil es halt dann doch irgendwie "die Bösen" waren. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht wie man es hätte anders umsetzen können, da die Intention dahinter sicherlich Sinn ergibt. Vielleicht bin ich da auch zu sehr vom amerikansichen Film mit all dem Patriotismus und Heldentaten verweichlicht worden - letztendlich fehlte mir da irgendwas.

Ein Wort noch zur Musik: Hervorragend!

Und welche Version ich nun geschaut habe, kann ich nicht sagen. Der Film dauerte bisschen mehr als 3 Stunden (in einem Stück) und erschien im August 2022 als Wolfgang Petersen verstarb.

Meine Bewertung
Bewertung
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2Cents : : Moviejones-Fan
18.06.2022 20:30 Uhr | Editiert am 18.06.2022 - 22:33 Uhr
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Dabei seit: 31.03.22 | Posts: 756 | Reviews: 0 | Hüte: 10

@Silencio

Nochmals, Stimmt. Und wenn PaulLeger noch so mit Namen, die ich nicht kenne und die mich nicht einmal so weit interessieren, das ich sie googlen würde, um sich wirft. Und "Relevanz" hat der deutsche Film für mich absolut Null. Relevant ist für mich ein Film nur, wenn er in mehreren Ländern Erfolg hatte und ich deswegen überhaupt erst von ihm gehört habe. Genauso bei Schauspielern. Deutsche "Stars" gibt es für mich praktisch nicht. Falls ich daheim einmal die Zeit und die Lust aufbringen kann, mir da einen Film anzuschauen, was immer seltener der Fall ist - In den letzten Jahren sowieso nicht, weil mein Haus seit 2020 nach einem Brand wieder auf- und umgebaut wird - so gehe ich da eben zuerst zu den üblichen Verdächtigen. Wenn ein Film da überragende Bewertungen hat, kann es sein, das ich ihn mir auch anschaue, obwohl er mir nichts sagt. Und was die "Qualität" des deutschen Films anbelangt, da gibts auf YouTube eine Doku über die deutschen Stimmen der großen US Stars. Da wird der US Schauspieler gezeigt, in einer Filmszene aus einem der üblichen Mega Blockbuster, dann wer ihn gesprochen hat und dann, was derjenige hier so "bekanntes" gespielt hat. Der Unterschied zu dem, was in Übersee produziert wird und dann das was hierzulande zusammengestümpert wird ist geradezu ein Schlag ins Gesicht. Zuerst immer: "Boah! Geil!" Und dann "Bamm! Laaaaaangweilig!" Produktionen auf dem Niveau abgefilmter Theaterstücke? Nein danke! Wie gesagt, ins Kino sinds bei mir 30 Minuten und daheim habe ich selten die Muße dazu. Ich habs weit in die Arbeit und daheim ein ganzes Haus zu verhalten. Da fehlt mir die Zeit und die Lust für deutsche Verkopftheit oder Müll wie jetzt "Geschichte der Menschheit" oder alles wo Till Schweiger oder Mathias Schweighöfer drauf steht.

Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse. Und am Ende ist alles für die Katz.

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Silencio : : Moviejones-Fan
18.06.2022 19:14 Uhr
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Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 2.182 | Reviews: 53 | Hüte: 252

"Deutsche Filme schaue ich mittlerweile schon aus Prinzip überhaupt nicht mehr, da es für mich, wegen der in fast allen Belangen schlechteren Qualität"

Naja, hat der Paul wohl doch recht gehabt...

"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."

-Vern

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2Cents : : Moviejones-Fan
18.06.2022 19:07 Uhr | Editiert am 18.06.2022 - 19:10 Uhr
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Dabei seit: 31.03.22 | Posts: 756 | Reviews: 0 | Hüte: 10

@ Silencio @PaulLeger

Stimmt, wenn ich ins Kino (30Minuten auf der Bundesstraße, drei Ortschaften weiter ) gehe, dann eigentlich nur in Blockbuster und nicht in irgendwas anspruchsvolles oder Lehrreiches. (Und im Fernsehen schaue ich fast nie Filme) Und da gibts, von ersterem, so gut wie nie etwas vergleichbares aus Deutschland. Das wenigstens Frankreich versucht hat Hollywood da etwas entgegen zu halten, finde ich eher bewundernswert. Deutsche Filme schaue ich mittlerweile schon aus Prinzip überhaupt nicht mehr, da es für mich, wegen der in fast allen Belangen schlechteren Qualität, fast immer eine unbefriedigendende Erfahrung und damit Zeitverschwendung wahr. Der letzte Film aus Deutschland, der mir so spontan einfällt, den ich ganz gesehen habe war "Transfer" von 2010. Und ein Till Schweiger ist eher ein Grund, einen großen Bogen ums Kino zu machen und das der die meiste Kohle abgreift ist ein Skandal für sich. Für den Bildungsauftrag schaue ich mir lieber Dokus im Fernsehen an.

Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse. Und am Ende ist alles für die Katz.

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Silencio : : Moviejones-Fan
18.06.2022 18:37 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 2.182 | Reviews: 53 | Hüte: 252

Paul:

Um fair zu sein gehts 2Cents ja explizit eher um deutsche Blockbusterkonkurrenz, wie sie zB in Frankreich eine Zeit lang recht massentauglich gedreht wurde, und nicht um den nächsten Film mit Franz Rogowski. Ob es da ein deutsches Pendant zu braucht, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."

-Vern

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
18.06.2022 18:16 Uhr
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Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 1.782 | Reviews: 13 | Hüte: 203

Wieso bekommt man immer das Gefühl, dass diejenigen, die am lautesten über den deutschen Film motzen, nicht mal einen Bruchteil der relevanten deutschen Filme gesehen haben...

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Silencio : : Moviejones-Fan
18.06.2022 17:55 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 2.182 | Reviews: 53 | Hüte: 252

2Cent:

Die von dir genannten Produktionen haben alle gemeinsam, dass sie vor 2005 gedreht wurden. Da gab es den Medien- und Filmfond des Bundes nach altem Modell noch, der als Steuerloch für Investoren interessant war. Seitdem es den nicht mehr gibt, sind die öffentlichen Gelder für Filmschaffende generell kleiner geworden und schwerer zu beschaffen, da schlagen "ein paar Hunderttausend", die anderen Filmen nicht mehr zur Verfügung stehen, schon wesentlich stärker ins Gewicht. Mittlerweile produzieren sich die Filme übrigens vor allem dadurch, dass sie mehrere Filmförderungen (da die Länder auch eigene Programme haben) abgrasen, indem sie die Produktion in mehrere Bundesländer verfrachten. Daher ist das Lesen einer Liste nicht aufschlussreich, denn die Großprojekte entziehen dafür gleich vielfachen Neulingen im ganzen Bundesgebiet Gelder. Ein Blick auf die Wikipediaseite von "Ballon" (der zwar DDR-Thematik hat, aber als lupenreiner Thriller vermarktet wurde) zeigt, dass der fast 5 Milliarden über verschiedene Fonds bekommen hat.

Für sein englischsprachiges "Honig im Kopf"-Remake hat Schweiger übrigens mehr als 4 Millionen Euro aus den Töpfen gezogen.

In den letzen zwei Jahren haben die Förderprogramme sich dann auch vermehrt auf Serienproduktionen gesetzt, weil man sich pandemiebedingt von denen bessere Chancen auf Gewinn ausrechnet, was aber bei einem Blick auf Filmproduktionen eben rausfällt.

Auch große amerikanische Produktionem wie "Matrix: Resurrections" holen sich zudem Geld von deutschen Fonds, und das im Bereich von mehreren Millionen. Das fällt natürlich für neue Stimmen weg, soll im Gegenzug aber der Wirtschaft helfen, einen international konkurrenzfähigen Standort zu bauen.

Zuletzt setzen die Förderungen vor allem auf Produktionen, die das Geld auch wieder reinholen können (das steht sogar in deren Richtlinien), die Chancen stehen bei Schweiger-Höfer und wie sie alle heißen einfach höher als beim deutschen David Lynch, der dann vielleicht mal das ZDF-Fernsehspiel angeboten bekommt.

Du merkst: das Thema auf "nur Nazis und DDR" runterzubrechen wird der Komplexität nicht gerecht.

"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."

-Vern

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2Cents : : Moviejones-Fan
18.06.2022 16:58 Uhr
0
Dabei seit: 31.03.22 | Posts: 756 | Reviews: 0 | Hüte: 10

@Silencio

Hab jetzt nur, auf die schnelle, eine Förderliste von 2022 gefunden. Die Summen die da bisher geflossen sind, sind lächerlich. Maximal 1 Million. Meist nur im Hundert- oder gar nur Zehntausende Euro Bereich. Ich würde Mal ganz stark vermuten, dass das bei "Der Untergang" "Eneny at the Gates" "Goodbye Lenin" und co. ein bisschen anders ausschaut.

Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse. Und am Ende ist alles für die Katz.

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Silencio : : Moviejones-Fan
18.06.2022 15:59 Uhr
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Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 2.182 | Reviews: 53 | Hüte: 252

2Cents:

"Wenns nicht um Nazis, DDR und dergleichen geht, bekommt unsere Filmförderung einfach den Arsch nicht hoch.

So ziemlich jede größere deutsche Produktion, unter anderem die "Geschichte der Menschheit", aber auch die Schweiger und Schweighöfer-Verbrechen, wird durch die Filmförderung mitfinanziert. Dass die nur (Nach-)Kriegsgeschichte hinbekommen, stimmt so nicht.

"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."

-Vern

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2Cents : : Moviejones-Fan
18.06.2022 15:43 Uhr
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Dabei seit: 31.03.22 | Posts: 756 | Reviews: 0 | Hüte: 10

@Raven13

Wenns nicht um Nazis, DDR und dergleichen geht, bekommt unsere Filmförderung einfach den Arsch nicht hoch. Das die Leute einfach mal unterhalten werden wollen zählt nicht als Grund, um den Geldbeutel aufzumachen. Wenn ein Tom Cruise den nächsten Mission Impossible dreht, ist die Filmförderung aber jedes mal mit 100 Millionen dabei. DA gehts dann auf einmal. Was könnte man bei uns für 100 Millionen auf die Beine stellen, wenn man bedenkt das "der Schuh des Manitu" damals nur 9 Millionen MARK! gekostet hat. Das reicht in Ami-Land nicht mal für nen Werbespot.

Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse. Und am Ende ist alles für die Katz.

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
18.06.2022 13:13 Uhr | Editiert am 18.06.2022 - 13:18 Uhr
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Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 5.868 | Reviews: 72 | Hüte: 513

@ 2Cents

"es ist auch einer der besten (Anti) Kriegsfilme (darüber wird ja immer wieder gestritten, ob Krieg zu zeigen überhaupt "Anti" sein kann)"

Meiner Meinung nach ist es vom jeweiligen Zuschauer abhängig, ob ein Film über Kriege ein "Antikriegsfilm" oder ein "Kriegsfilm" ist. Ich kann als Zuschauer für mich all das Gezeigte als Mahnmal sehen, sodass die Botschaft für mich "Antikrieg" ist, ich kann aber auch das gezeigte Kriegsgeschehen als geil und toll empfinden und vielleicht auch "Pro-Kriegs-Botschaft" daraus ziehen. Es ist immer vom jeweiligen Menschen abhängig, was amn aus einem solchen Film für Lehren zieht. Es wird auf der Welt immer Kriegstreiber und Kriegsbefürworter geben, und die werden auch aus einem "Antikriegsfilm" eine "Pro-kriegs-Botschaft" für sich herausziehen können.

So einfach lässt sich ein Film über Krieg daher nicht ein eine Schublade stecken.

"Ich finde es jedenfalls mehr als schade und unverständlich, das unsere unfähige Filmförderung hier sich nicht ein Beispiel an diesem Film genommen hat, da sehr deutlich zu sehen war, was deutsche Regisseure und Schauspieler zu leisten im Stande sind, wenn die richtige Idee mit genügend Zeit und Geld umgesetzt wird."

Absolute Zustimmung. Meiner Meinung nach machen sich deutsche Filme in 9 von 10 Fällen weltweit lächerlich. "Das Boot" kann inszenatorisch, schauspielerisch und technisch mit den besten Hollywoodfilmen mithalten. Schade, dass nur die allerwenigsten deutschen Filme das von sich behaupten können. Wenn ich da nur wieder an die aktuellen Kinotrailer zu "Die Geschichte der Menschheit - leicht gekürzt" oder zu "Liebesdings" sehe, wird mir schlecht. Einfach nur zum Fremdschämen peinlich, und zwar in allen Apsekten: Story, Schauspieler, Technik, Humor, Inszenierung.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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2Cents : : Moviejones-Fan
18.06.2022 12:47 Uhr | Editiert am 18.06.2022 - 12:50 Uhr
0
Dabei seit: 31.03.22 | Posts: 756 | Reviews: 0 | Hüte: 10

Das Boot habe ich wohl schon in jeder verfügbaren Fassung mehrmals gesehen. Von der Serie über Kino- bis Directors-Cut. Nicht nur ist "Das Boot" wohl der beste deutsche Film, der hierzulande jemals produziert wurde, es ist auch einer der besten (Anti) Kriegsfilme (darüber wird ja immer wieder gestritten, ob Krieg zu zeigen überhaupt "Anti" sein kann) aller Zeiten und einer der besten Filme generell. Nicht umsonst gibt es unzählige Reaction Videos von ausländischen Youtubern, die sich irgend eine Version davon anschauen und dann Unisono berichten, das dieser Film ihre Sichtweise auf Deutschland entscheidend verändert hat. Wie so oft, wenn es einen Roman zum Film gibt, habe ich auch das Buch - ebenfalls mehrmals - gelesen und muss sagen, das mir hier die Verfilmung besser gefallen hat. Nicht das ich das Buch wirklich schlecht finden würde, aber Lothar Günther Buchheim verliert sich alt viel zu oft in blumigen Beschreibungen und Träumereien seines Protagonisten. Was mir allerdings im Buch besser gefallen hat, waren so diese kleinen Brotkrumen die hier und da verstreut wurden, über die Schwierigkeiten, so ein Boot überhaupt zu bedienen. Das ständige trimmen der Lage im Wasser, buchstäblich schon, wenn der Koch einen Sack Kartoffeln aus dem Lager im Heck holt, da hier ca. 80 Kg Koch nach hinten laufen, sich 50Kg Kartoffeln auf den Rücken packen und jetzt quasi 130Kg durchs Schiff wandern. Oder wie vielseitig nur die Dieselmotoren eingesetzt wurden. Da wurden Presslufttanks mit Abgasen ausgeblasen, um das innere vor Rost zu schützen. Das Boot durchgelüftet, indem man die zur Verbrennung benötigte Luft, mit offenem Turmluk, aus dem Innenraum gezogen hat, und dergleichen mehr. Davon zeigt halt selbst die längste Fassung nichts. Das Ende des Filmes ist, meiner Meinung nach, dem im Buch haushoch überlegen. Da wird im Buch, nachdem das Boot vom Meeresgrund entkommen konnte, noch viel zu viel Zeit mit der Heimfahrt vergeudet. Mit einem unsinnigen weiteren Angriff der Airforce auf ein weiteres deutsches U-Boot in der Nähe und dieses Bootes auf ein spanisches Schiff, nur um dann mitten beim finalen Showdown in LaRochele plötzlich aufzuhören.

Ich finde es jedenfalls mehr als schade und unverständlich, das unsere unfähige Filmförderung hier sich nicht ein Beispiel an diesem Film genommen hat, da sehr deutlich zu sehen war, was deutsche Regisseure und Schauspieler zu leisten im Stande sind, wenn die richtige Idee mit genügend Zeit und Geld umgesetzt wird. Das ist, neben der unendlichen Geschichte eigentlich erst mit "der Untergang" wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt worden.

Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse. Und am Ende ist alles für die Katz.

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