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Das Boot (1981)

Ein Film von Wolfgang Petersen mit Jürgen Prochnow und Herbert Grönemeyer

Kinostart: 17. September 1981149 Min.FSK12Drama
Meine Wertung
Ø MJ-User (6)
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Das Boot Bewertung

Das Boot Inhalt

Mitten im Zweiten Weltkrieg. Die Deutsche U-Boot-Flotte ist seit dem Ersten Weltkrieg gefürchtet und es gelingt ihr auch dieses Mal, den Alliierten großen Schaden zuzufügen. Kapitän Hans-Jürgen Hellriegel sticht mit seiner Mannschaft in See und reist mit der U-96 an der französischen Atlantikküste entlang.

Wolfgang Petersens Werk zeigt beeindruckend die klaustrophobische Atmosphäre und das karge Leben unter Deck.

Cast & Crew

Wer ist der Regisseur von Das Boot und wer spielt mit?

OV-Titel
The Boat
Format
2D
Der Film erhielt die FSK-Freigabe "Freigegeben ab zwölf Jahren".
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3 Kommentare
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
24.05.2020 00:55 Uhr | Editiert am 24.05.2020 - 00:56 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 3.175 | Reviews: 31 | Hüte: 318

Ich habe mir den Film am 23. Mai 2020 mal wieder angeschaut. (Zum Filmtagebuch)

Heute habe ich mir zum dritten Mal "Das Boot" angesehen, und zwar die 208-minütige Directors Cut. Eigentlich bin ich überhaupt kein Fan von Kriegsfilmen zum ersten oder zweiten Weltkrieg. Zum Einen, weil ich Kriege hasse, spezielle die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts, und zum Anderen, weil diese beiden Settings total ausgelutscht sind. Gefühlt gibt es tausende Filme zu den beiden Kriegen. Wenn es aber Ausnahmen gibt, dann sind es vor allem "See-Kriegsfilme". Krieg auf See schaue ich mir allgemein sehr gerne an, weswegen ich auch die "Hornblower-Filmreihe" und auch "Master & Commander" extrem schätze.

Wüsste ich es nicht besser und würde man es nicht an der nicht vorhandenen Synchronisation hören, dann würde ich glatt denken, es handele sich um einen amerikanischen Film. Deutsche Filme dieses Genres sind meist nicht so hochwertig produziert, was Ausstattung, Setting, Schauspieler, Drehbuch und Effekte angeht.

Zuerst das negative:

Mich stört gewaltig, dass die Schauspieler zum Teil sehr stark nuscheln und zum Teil starke Dialekte oder Akzente haben, weil ich dadurch oft nicht alles verstehe, was sie sagen. Und da die Sprachaufnahmen auch nicht nachbearbeitet wurden, so wie man es von synchronisierten Filmen gewohnt ist, sind die Stimmen außerdem zum Teil noch sehr leise im Vergleich zum restlichen Ton. Das ist wieder einer der Gründe, weshalb ich die Synchronisation von fremdsprachigen Filmen so gut finde. Die Sprecher sprechen deutlicher als die Schauspieler dahinter und die Stimmen sind besser abgemischt und deutlicher zu hören.

Mehr negatives habe ich auch gar nicht zu sagen, und dieser eine Punkt betrifft ja nicht einmal den Film inhaltlich, sondern nur den Ton.

Ansonsten ist "Das Boot" in jeder Hinsicht herausragend und extrem realistisch. Während des ganzen Films über bin ich angespannt und habe Angst um die Besatzung. Ich fühle quasi mit der Mannschaft mit, diese zum Zerreißen gespannten Momente, wenn ein Zerstörer sich über dem U-Boot befindet und Wasserbomben abwirft und sein Sonar exzessiv einsetzt, um das U-Boot zu finden un zu zerstören. Jeder Moment könnte der letzte sein, und für so viele Menschen an Bord von U-Booten war er es auch. Kaum auszumalen, wie man sich dabei 150 Meter unter Wasser fühlt. Ich würde mich einpinkeln vor Angst. Und so muss es allen Beteiligten am Krieg ergangen sein, den Soldaten, den Angehörigen und auch den Unbeteiligten.

Auch technisch ist der Film große Klasse, bedenkt man sein Alter.

Und auch die Musik ist großartig und bleibt für immer hängen, selbst bei jemandem wie mir, der den Film nur selten gesehen hat und kein großer Fan dieser Epoche ist.

Das Ende des Films ist zugleich traurig wie grausam. Es zeigt die Kälte, die Unbarmherzigkeit und vor allem die Sinnlosigkeit eines jeden Krieges. Man kämpft und überlebt, um am Ende doch zu sterben.

10/10 Punkte - Geringer Wiederschauwert

Meine Bewertung
Bewertung
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
18.10.2016 01:08 Uhr | Editiert am 18.10.2016 - 01:09 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.454 | Reviews: 150 | Hüte: 476

Spätherbst 1941.
Der Zweite Weltkreig ist in sein 3. Jahr gegangen.

Irgendwo im Atlantik treibt ein deutsches U-Boot auf der Suche nach englischen Handelsschiffen. Seit vielen Wochen leben 50 junge Männer zusammen mit ihrem Kommandanten in der engen Röhre des Bootes. Sie haben die hektische Fröhlichkeit der Ausfahrt erlebt und die Niedergeschlagenheit endloser Gammeltage. Sie haben einen Geleitzug verfolgt und wären beinah von einem englischen Zerstörer gerammt worden. Sie haben eine wilde Sturmfront durchfahren und sich bis zur totalen Erschöpfung durchschütteln lassen. Die Strapazen der Fahrt haben sich in die Gesichter der Offiziere und des Kommandanten eingegraben, den sie "den Alten" nennen.

Er ist gerade 30, ein gelernter Seefahrer, keiner von Hitlers Hurra-Patrioten, ein kühler, sachlicher Mann. In den nächsten Stunden wird er ganz gefordert werden.

Das Zeil der Fahrt, ein englischer Geleitzug ist erreicht.
Der grausame Tanz kann beginnen.

DAS BOOT


So lautet der Eingangstext der 4. Episode dieser 300-minütigen TV-Miniserie von Wolfgang Petersen und könnte den Gesamteindruck der Geschichte gar nicht besser beschreiben.

"Das Boot" ist eine eindrucksvolle Anti-Kriegs-Serie, die ihre Wucht aufgrund des klaustrophobischen Settings entfaltet. Den Feind sieht man nicht, man hört ihn nur. Selbst dem Zuschauer gewährt Petersen nur einen Blick aus weiter Ferne oder auf den Kiel der Zerstörer. Die ständige Erwartung des Entdecktwerdens, die Angst vor Wasserbomben und dem Ertrinken. Explosionen und Druckwellen, das U-Boot erzittert. Wenn der Feind Ruhe gibt oder die Flucht gelingt, dann zermürbt einen stattdessen die See selbst, die Langeweile und das Zusammengepferchtsein auf engstem Raum mit zu vielen Leuten.

Petersen zeigt hier den Wahnsinn des Krieges, beleuchtet menschliche Schicksale und Abgründe (Trekker™). Heldenpathos und Patriotismus sind Träume realitätsferner Naivlinge und taugen ansonsten nur als billiges Schmückwerk für Geschichten, die man sich besoffen in Kneipen und Bordellen erzählt. Eins haben diese Veteranen gelernt: Der Krieg ist grausam und empathielos. Für Kriegstreiber wie das Naziregime unter Hitler, welches Befehle aus bequemen Sesseln fernab der Front erteilt, lohnt es sich nicht zu kämpfen. Diese Mannschaft unter dem Alten kämpft stattdessen für sich selbst, das eigene Überleben und die Rückkehr in die Heimat zu Frau und Familie oder sonstigen Annehmlichkeiten.

Meine Bewertung
Bewertung

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Trekker : : Moviejones-Fan
01.10.2015 23:45 Uhr | Editiert am 01.10.2015 - 23:45 Uhr
0
Dabei seit: 19.12.14 | Posts: 925 | Reviews: 13 | Hüte: 57

Stellvertrend für die TV-Sendung bekommt die Kinoversion die volle Anzahl an Sternen.

Einer der besten, wenn nicht gar der beste (deutsche) Antikriegsfilm. Angeführt von einer Riege der bis heute besten deutschen Schauspieler zeigt der Film/die Serie komplett ohne Heldenzeichnung den Wahnsinn des Krieges, menschliche Schicksale und Abgründe. Es braucht nicht immer Patriotismus, um sensible Themen zu beschreiben, um dem Grauen ein Gesicht zu geben. Der grandiose Soundtrack rundet den Film perfekt ab!

In jeglicher Hinsicht ein zeitloser Klassiker, der noch heute und bis in alle Zeit sehenswert und beklemmend sein wird!

Meine Bewertung
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