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Das finstere Tal (2014)

Moviejones | 30.11.2021

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2 Kommentare
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Silencio : : Moviejones-Fan
26.03.2019 08:23 Uhr
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Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.967 | Reviews: 50 | Hüte: 222

Ein einsamer Reiter kommt von einem Popsongs begleitet in eine fremde Stadt. Was wie ein Western italienischer Machart anfängt, entpuppt sich schnell als was anderes: der Fremde ist nur ein Fotograf, die fremde Stadt nur ein Alepndorf. Wie der italienische Western mit unserer, durch den amerikanischen Western kulitivierten Erwartungshaltung spielt, kehrt auch "Das finstere Tal" die typischen Motive (zuerst) um. Insoweit ist der Film auch ganz interessant. Letztendlich wird damit aber nicht viel gemacht, stattdessen spult er nämlich die üblichen Rachewestern-Muster ab, mäandert dabei aber rum (wenn wir wissen, was passieren wird, dann lass uns doch bitte nicht so lange warten...), ohne was wirklich neues hinzuzufügen. Stattdessen haben wir hier einen Mischmasch halbausformulierter Ideen, die zwar nicht unintelligent sind, die aber auch nie ganz zusammenlaufen wollen. Handwerklich ist das alles ganz gut, der Film ist vor allem sehr schön fotografiert, und die Schauspieler sind gut aufgelegt. Wer das Kuriosum Alpenwestern sehen will, dem kann man "Das finstere Tal" ans Herz legen. Alle anderen sollten mal wieder "Ein Fremder ohne Namen" gucken. Oder den thematisch nicht mal unähnlichen "Keoma", der rockt auch mehr...

Meine Bewertung
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"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."

-Vern

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
03.08.2019 01:18 Uhr | Editiert am 03.08.2019 - 01:22 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 14.662 | Reviews: 162 | Hüte: 522

@Silencio
Im Großen und Ganzen stimme ich dir zu.

Als österreichisch-deutscher Alpenwestern hat "Das finstere Tal" definitiv viel Potential. Während des ersten, expositionellen Drittels taucht der Film in das Leben der Bergdorfgemeinschaft ein, beleuchtet ihren Alltag, ihre Traditionen, ihre Eigenheiten und lässt die Menschen im Dialekt sprechen, zusammen mit der schön fotografierten Naturkulisse und dem düster-bedrohlichen Score fügt sich das zu einer stimmigen, einnehmenden Horrorwestern-Atmosphäre zusammen.

Sobald sich "Das finstere Tal" dann aber verstärkt den Genrecharakteristika des Italo- und Rachewesterns verschreibt, verliert der Film seine Größe, Individualität und Eigenständigkeit, im Grunde hechelt er da nur noch langatmig seinen Vorbildern hinterher, ohne an deren Qualitäten anknüpfen zu können. Dafür sind die meisten Schauspieler nicht kernig genug (Ausnahme: Martin Leutgeb als Otto Brenner), das Charaktergeflecht ist zu unterentwickelt und der arg klischeehafte Racheplot zu dünn, um den Film über die volle Laufzeit von 120 Minuten tragen zu können.

Wie ich gelesen habe, scheint sich die Romanvorlage über einen Zeitraum von mehreren Wochen im Detail und tiefgehend mit dem Bergdorfleben zu beschäftigen, während die Verfilmung die Handlung bis auf den Racheplot stark einkürzt. Meiner Meinung nach hätte man den Film als Rachewestern um 20-30 Minuten kürzen oder die Studie des Menschenschlags gemäß des Romans als Miniserie anlegen sollen.

Meine Bewertung
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"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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