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"Die Nibelungen – Kampf der Königreiche": RTL+ startet neue Fantasyserie

Moviejones | 06.11.2025

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18 Kommentare
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DrStrange : : Moviejones-Fan
10.11.2025 21:03 Uhr
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Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 3.677 | Reviews: 61 | Hüte: 140

@luhp92:

Wie bereits erwähnt, unterscheide ich hier zwischen dem „Nibelungenlied“, also der klassischen Heldensage und „Hagen von Tronje“ dem „Fantasyroman“ von Wolfgang Hohlbein, welcher sich nur ebenfalls wieder auf das „Nibelungenlied“ bezieht. Das sind für mich zwei verschiedene Baustellen. Ansonsten ohne Wertung, da ich ich weder Film noch Serie gesehen habe.

Ich bin aber interessiert und werde mir dann wohl die längere Version als Serie anschauen.

„Die Nibelungen“ und „König Artus“ sehe ich erstmal als fiktive Geschichten an, die natürlich ihren wahren Kern, Einflüsse aus historischen Figuren und Ereignissen, Folklore, Mythen und Legenden, Sagen, Bauerngeschichten usw. enthalten bzw. sich aus einem Allerlei des Ganzen gebildet haben. Da sehe ich schwierig einen Historienfilm rauszukitzeln, weil man hier einfach die vielen Punkte nicht mehr voneinander trennen kann.

Der Konflikt um Troja bezieht sich aber eindeutig auf einen realen Konflikt der Vergangenheit. Auch hier ist Homers Illias natürlich voll von Mythos und Götterwirken und überdimensionalen Helden. Ob nun als jahrzehntelanger Konflikt oder nicht, ein Konflikt hat hier stattgefunden und das macht es realer als Artus oder die Nibelungen. Immerhin hat Schliemann keine Märchengeschichte des Altertums ausgegraben.

Letztlich sind die Änderungen an „Troja“ dann auch nur fiktive Hirngespinste von Benioff und Petersen und wie sie sich die Geschichte hingebogen haben. Da bleibe ich dann doch eher bei der Version von Homer, bis historisch was Besseres bewiesen ist.

„Königreich der Himmel“ und „Alexander“ sind sehr gute Filme, da gehe ich vollkommen mit, haben aber auch ihre „inhaltlichen Probleme“. Hollywood und Geschichte ist halt auch wieder die berühmte Romantisierung und „dient der Dramaturgie“.

Von Richies Arthur hätte ich auch gern mehr gesehen. Hat aber wohl so gar nicht den Nerv der Leute getroffen.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

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DesertHunter24 : : Moviejones-Fan
10.11.2025 22:16 Uhr
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Dabei seit: 22.03.11 | Posts: 3.075 | Reviews: 6 | Hüte: 31

@DrStrange

"Am Ende stochert hier der Blinde im Dunkeln umher. Da halte ich es dann für sinnvoller solchen Dingen aus dem Weg zu gehen oder alternativ sich drauf einzulassen."

Bei der Realisierung mythischen Stoffs ist Hollywood ja noch weniger zu trauen. Alleine Das "Clash of th Titans"-Remake mit seiner Forsetzung "Wrath of the Titans" sind im besten Fall Guilty Pleasures. Von "Gods of Egypt" wollen wir gar nicht erst anfangen...

"Finde ich gut. Respekt. Ein spannendes Spektrum. Bist du hierbei auf eine bestimmte Sache „spezialisiert“?"

Hauptinteressensgebiet ist Spätantike bis ins Frühmittelalter. Also der Übergang und die Transformation. Mal sehen wie sich das entwickelt. Ist mein zweites Studium. Das erste war leider nicht zielführend...

"Zu den Hethitern und den… fallen mir gerade nicht ein, gab es mal ne recht gute Doku, die hier viele gute Gegenargumente brachte. Also würde ich jetzt nicht blind unterschreiben."

Die habe ich nur als Beispiel genommen, aber auch das nicht grundlos. Ilios (Troja) oder besser gesagt Wilusa befand sich im Einflussbereich der Hethiter. Das war die zweite derzeitige "Supermacht" neben dem neuen Königreich von Ägypten. Da ich mich hier natürlich nicht spezialisert habe, sondern ldeiglich persönliches und professionelles Interesse habe, werde ich das nicht weiter ausführen, um Falschaussagen zu vermeiden. Einige Experten wollen sogar HInweise (Echoes) auf die Hethiter in der Ilias erkannt haben. Ist ein spannendes Gebiet Sagen historisch zu analysieren.

@luhp92

""Troja" und "King Arthur" zählen für mich zusammen mit "Gladiator" (auch fern von historisch Korrektem), "Königreich der Himmel" und "Alexander" zum Peak der Sandalenfilme der 2000er Jahre."

Naja, "King Arthur" ist zwar dezent, aber steht nicht mal neben den anderen von dir genannten Filmen.

Bei "Kingdom of Heaven" bin ich immer zwiegespalten. Als Film, also schaupielerisch, visuell etc., ist er richtig gut. Aber aus historischer Sicht ist er nicht nur nicht korrekt, sondern "feindselig". Als Historiker (vor allem als Mediävist) bekommt man Bauschmerzen und Kopfschmerzen. Zudem bestätigt der Film indirekt das Gerücht, dass Ridley Scott das Christentum, Europa als Ganzes und das Mittellater hasst. In dem Film stimmt historisch einfach gar nichts, außer der Existenz der Figuren. Hier ist alles auf den Kopf gestellt und verdreht worden. Selbst die arabischen Schriftzeugnisse zeigen ein anderes Bild. Man kann also nicht mal sagen, dass der Film aus "muslimischer Sicht" aufgebaut wurde, was der Film auch sonst nicht hergibt...

Generell hat Ridley Scott außer "Gladiator" keinen vernünftigen Historienfilm abgeliefert. Bei "Gladiator" ist auch nicht alles sauber, aber nicht so störend...

Saruman believes it is only great power that can hold evil in check, but that is not what I have found. I found it is the small everyday deeds of ordinary folk that keep the darkness at bay...small acts of kindness and love. (Gandalf, Hobbit: AUJ)
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DrStrange : : Moviejones-Fan
10.11.2025 22:38 Uhr
0
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 3.677 | Reviews: 61 | Hüte: 140

@DesertHunter24 & @luhp92:

Bei der Realisierung mythischen Stoffs ist Hollywood ja noch weniger zu trauen. Alleine Das "Clash of th Titans"-Remake mit seiner Forsetzung "Wrath of the Titans" sind im besten Fall Guilty Pleasures. Von "Gods of Egypt" wollen wir gar nicht erst anfangen...

Absolut nicht. Wobei ich nie einen Hehl daraus gemacht habe, dass mir die 80er comichafte Version von „Kampf der Titanen“ deutlich besser zusagt. „Gods of Egypt“ war dazu noch schauspielerisch ein echte ägyptische Wüstenlandschaft.

Hauptinteressensgebiet ist Spätantike bis ins Frühmittelalter. Also der Übergang und die Transformation. Mal sehen wie sich das entwickelt. Ist mein zweites Studium. Das erste war leider nicht zielführend...

Schönes Ding und spannendes Gebiet und Epoche. Naja, und kann passieren das man sich „verstudisiert?“.

Troja... wie bereits erwähnt, weil es noch gar nicht so lange her ist. Da war irgendwo eine längere Doku über eben Troja und den Krieg, bei der auch auf andere Völker und evtl. Kriegsparteien eingegangen wurde bzw. auch auf diese „Bauten“, die um Troja zu finden waren und wohl nicht nur ein paar Wochen gestanden haben.

Generell hat Ridley Scott außer "Gladiator" keinen vernünftigen Historienfilm abgeliefert.

Ich erinnere mich auch nicht besonders gerne an seine „Robin Hood“ vs. „Magna Carta“ Verfilmung. Auch wenn mir bewusst ist, dass Robin Hood eine fiktive Figur darstellt, trotzdem ein besonders fehlgeratener Beitrag. Aber das Thema hatten wir schon mal…

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

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