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Faces of Death

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FAces of Death Kritik

Filmkritik zerlegt "Faces of Death“: Viel Anspruch, wenig dahinter

Filmkritik zerlegt "Faces of Death“: Viel Anspruch, wenig dahinter
3 Kommentare - Mo, 06.04.2026 von MJ-GPJ
Laut The Hollywood Reporter-Kritiker Frank Scheck inszeniert sich Faces of Death als gesellschaftskritischer Horror – bleibt aber letztlich ein oberflächlicher Schocker.

Wir waren ja durchaus offen für diese Neuaauflage. Denn die neue Horror-Neuauflage von Faces of Death wollte offensichtlich mehr sein als nur ein Genrebeitrag. Doch wie The Hollywood Reporter in einer deutlich kritischen Review von Frank Scheck herausarbeitet, scheitert genau dieser Anspruch.

Besonders deutlich wird das bei dem, was die Macher selbst über ihren Film behaupten: Sie formulieren eine ganze Reihe von großen inhaltlichen Versprechen. Der Film solle sich mit unserer zunehmenden Abstumpfung gegenüber Gewalt beschäftigen, die Frage stellen, ob Zuschauer durch das Konsumieren solcher Bilder mitschuldig werden, und zugleich unsere scheinbar unstillbare Gier nach realem Grauen reflektieren.

Mehr noch: Die Filmemacher wollten nach eigener Aussage „einen Spiegel vor das toxische Mediensystem halten, in dem wir leben“.

Für die Kritik ist genau das der zentrale Knackpunkt. Denn all diese ambitionierten Ansätze bleiben seiner Einschätzung nach reine Behauptung.

Statt einer echten Auseinandersetzung sieht er einen Film, der letztlich genau das reproduziert, was er kritisieren will: exploitive Gewalt, kalkulierte Schockmomente und vertraute Genremechaniken. Der vielbeschworene Meta-Ansatz werde zwar mehrfach ausgesprochen, auch direkt durch Figuren im Film, entwickle aber keine echte analytische Tiefe.

Damit entlarvt sich Faces of Death laut der Review als ein Werk, das sich intellektuell auflädt, ohne diesen Anspruch einzulösen.

Positiv merkt der Artikel an, dass Barbie Ferreira in der Hauptrolle überzeugt und Dacre Montgomery einen effektiven Antagonisten liefert. Doch auch diese Aspekte können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Film für Scheck deutlich hinter seinen eigenen Ambitionen zurückbleibt.

Das Fazit des The Hollywood Reporter fällt entsprechend nüchtern aus: Nicht annähernd so klug, wie der Film selbst glaubt.

Aber: vielleicht reicht den Zuschauern das ja auch so?

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3 Kommentare
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MrBond : : Imperialer Agent
07.04.2026 16:51 Uhr | Editiert am 07.04.2026 - 16:52 Uhr
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Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 4.145 | Reviews: 30 | Hüte: 652

Hm, war Gesichter des Todes nicht schon immer eine Art Gedenkstein für alle "Gaffer"? Wieso finden sich bei Unfällen auf der Autobahn immer eine Horde Gaffer ein? Weil sie unterbewusst (oder bewusst) die Folge der Unfälle "bestaunen" möchten. Liegt jemand regungslos am Boden? Gibt es Blut und abgetrennte Körperteile? Reinhard Fendrich besingt das ganze in seinem Lied "Es lebe der Sport". Letztendlich bedient Gesichter des Todes genau diese Sensationslust, die in den Menschen schlummert. Und trotz "gestellten" Unfällen wurde auch jede Menge echtes Material geliefert, wo die Fernsehnachrichten bewusst die Kamera ausgeschaltet bzw. Szenen geschnitten wurden, bekommt man bei GdT eben die volle Dröhnung (z.b. der Unfall von Ramstein). Und die Gesellschaftskritik rieb uns ja bereits Paul Verhoeven im ein oder anderen Streifen (Total Recall, RoboCop, Starship Troopers) direkt unter die Nase. Der neue Faces of Death ist also nichts Neues und kritisiert auch nichts Neues.

“Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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Mxyzptlk : : Moviejones-Fan
06.04.2026 18:48 Uhr
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Dabei seit: 29.03.16 | Posts: 611 | Reviews: 3 | Hüte: 14

Früher, so ab 14 Jahren, haben mich Horrorfilme oder Torture Porn Filme kaum beeindruckt. Aber jetzt, bei so brutalen Szenen, ekelt mich das schon an und ich mach angewidert die Augen zu. Geht das nur mir so oder haben andere ab einem bestimmten Alter dasselbe Empfinden?

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Bibo : : Moviejones-Fan
06.04.2026 11:08 Uhr
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Dabei seit: 30.04.19 | Posts: 1.087 | Reviews: 0 | Hüte: 13

"Exploitive Gewalt, kalkulierte Schockmomente und vertraute Genremechaniken." Genügt mir völlig. Genau das erwarte ich von einem FoD. Das Blut muss spritzen.

"Zitierst Du da jemanden oder ist das auf Dein Steißbein tätowiert?"

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