Der Horrorfilm handelt von einem achtjährigen Mädchen, das die Hilfe ihrer faszinierenden Nachbarin in Anspruch nimmt, um ein Monster unter ihrem Bett zu töten. Sie ist der festen Überzeugung, dass es ihre Familie gefressen hat.
"Dust Bunny" setzt sich selbstbewusst zwischen die Genres und kombiniert märchenhaften Monster-Fantasyhorror mit Agenten/Auftragskiller-Action und schwarzer/skuriler Komödie, inszeniert mit stilistischer und kreativer Vision. Der Film hat ordentlich Spaß gemacht.
Für einen US-amerikanischen Film wirkt "Dust Bunny" erstaunlich französisch, Bryan Fuller lässt sich für sein Spielfilm-Regiedebut stark vom Kino Jean-Pierre Jeunets und Luc Bessons inspirieren, integriert zudem mysteriöse Lorehintergründe wie aus "John Wick" in seine Welt, weitere Genreeinflüsse wie z.B. das Schattenspiel des deutschen Expressionismus sind ebenfalls erkennbar.
Mads Mikkelsen wandelt auf den Pfaden Jean Renos und Geralt von Rivas und gibt seiner Rolle mit seinem Charme und Witz einen ganz eigenen Charakter, die Kinderdarstellerin Sophie Sloan ist eine herausragende Neuentdeckung, zwischen den beiden entwickelt sich eine schöne Ersatz-Vater-Tochter-Beziehung. Sigourney Weaver spielt als Mikkelsens Vorgesetzte so humorvoll und befreit auf wie seit Jahren nicht mehr und David Dastmalchian versammelt auf der Schurkenseite eine witzige Truppe um sich.
Ich hatte im Vorfeld schon Erwartungen an den Film, aber zu großen Teilen andere, als von Bryan Fuller letztendlich verfolgt werden. "Dust Bunny" wird im Verlauf immer besser, wenn sich Szenario und Spektakel immer mehr entfalten, der Film weiß bis zum Schluss zu überraschen und Fuller überlässt die Beantwortung mancher Fragen erfreulicherweise auch der Vorstellungskraft des Publikums.
Das ist die Form von eigenwilligen Mid-Budget-Produktionen, von denen wir definitiv wieder mehrere im Kino benötigen.
7,5 von 10 Punkten
Meine Bewertung
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."