Im Jahr 1904 wird die junge Näherin Frieda Keller (Julia Buchmann) im schweizerischen St. Gallen beschuldigt, ihren fünfjährigen Sohn ermordet zu haben. Der aufsehenerregende Fall zieht weite Kreise und bringt nicht nur Frieda selbst, sondern auch ihren Verteidiger Arnold Janggen (Maximilian Simonischek) und den zuständigen Staatsanwalt Walter Gmür (Stefan Merki) an ihre moralischen und persönlichen Grenzen. Während des Prozesses geraten grundlegende Fragen von Recht, Gerechtigkeit und Verantwortung ins Wanken – ebenso wie die gesellschaftlichen Vorstellungen von der Rolle der Frau. Am Ende steht nicht nur Frieda vor Gericht, sondern ein ganzes System, in dem Frauen bislang stets benachteiligt waren.