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Ein Nobody gegen Putin

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"Ein Nobody gegen Putin" Kritik

Ein Nobody gegen Putin Kritik

Ein Nobody gegen Putin Kritik
1 Kommentar - 20.01.2026 von SceneTalkOfficial
In dieser Userkritik verrät euch SceneTalkOfficial, wie gut "Ein Nobody gegen Putin" ist.
Ein Nobody gegen Putin

Bewertung: 4 / 5

Putin ist ein Monster – ich denke, das ist jedem von uns klar. Doch wenn man sich Mr. Nobody Against Putin auf Arte ansieht, wird einem schnell bewusst, dass er ein hochgefährliches, unberechenbares und machtlüsternes Monster ist. Diese Dokumentation legt schonungslos offen, wie allumfassend und zerstörerisch die russische Propaganda wirkt – wie sie alles vereinnahmt, verdreht und am Ende vernichtet.

Im Fokus steht Pawel Talankin, Lehrer in seiner Heimatstadt Karabasch, die von der UNESCO als eine der giftigsten Städte der Welt eingestuft wurde. Pawel arbeitet als Vertrauenslehrer, versteht sich selbst als Demokrat und glaubt fest daran, dass Demokratie um jeden Preis geschützt werden muss. Doch mit dem Beginn des Krieges in der Ukraine beginnt auch etwas anderes: die systematische, staatlich gelenkte Propaganda.

Anfangs wirkt sie harmlos, fast beiläufig. Doch sie wird schnell drastischer, aggressiver, allgegenwärtiger. Regierungsvertreter erscheinen in der Schule, um Kindern und Jugendlichen gezielt Lügen einzutrichtern und sie ideologisch zu formen. Pawel entscheidet sich daraufhin, ein Angebot aus dem Ausland anzunehmen. Er wird zum stillen Beobachter, zum Spion. Mit seiner Kamera dokumentiert er alles, was ihm vor die Linse kommt – im Klassenzimmer, auf den Straßen, im Alltag. Da er ohnehin dafür bekannt ist, das Leben in der Stadt zu filmen und zugänglich zu machen, erregt er zunächst keinen Verdacht.

Doch die Lage spitzt sich zu. Die Gesetze zu Hochverrat werden verschärft, die Gefahr wächst, und Pawel sieht sich schließlich gezwungen zu fliehen.

Mr. Nobody Against Putin macht von der ersten Sekunde an klar, was uns erwartet – und zugleich, wie selten wir so etwas tatsächlich zu sehen bekommen. Dokumentationen, die den russischen Propagandaapparat derart direkt und ungefiltert zeigen, sind eine Ausnahme. Wir wissen zwar, dass Propaganda existiert, doch wie drastisch, bedrohlich und allumfassend sie wirklich ist, wird hier erst greifbar.

Zu sehen, wie Putin und seine Regierung in Ansprachen an Schüler den Krieg glorifizieren, die Jugend zum „Dienst am Vaterland“ aufrufen und dabei von Freiheit und Kreativität sprechen, während sie jede Form von abweichender Meinung brutal unterdrücken, ist zutiefst verstörend. Es wird mit zweierlei Maß gemessen – und genau das macht alles so gefährlich.

Die Indoktrination bleibt jedoch nicht auf die Schulen beschränkt. Auch auf den Straßen Karabaschs dokumentiert Pawel, wie eine ganze Stadt nach und nach dem Nationalismus und den Lügen verfällt. Zunächst schleichend, beinahe unmerklich. Doch je länger der angeblich „heilige Krieg“ andauert und je mehr Soldaten gebraucht werden, desto aggressiver wird die Propaganda, desto stärker verfestigt sich die nationale Gesinnung der Bevölkerung.

Der Film zeigt eindrücklich, wie sich ein solches Gedankenkonstrukt wie ein Tumor durch eine Gesellschaft frisst – langsam, aber unaufhaltsam, bis er nicht mehr zu entfernen ist.

Was hier geschieht, lässt sich leider auf viele Länder übertragen: die USA, Israel, Ungarn, Nordkorea oder die Türkei. Wir leben in einer Zeit zunehmender Autokratie, in der Figuren wie Putin oder Trump immer mehr Macht gewinnen. Und genau deshalb ist dieser Film so wichtig. Denn am Ende bleibt eine bittere Erkenntnis: Nur wir selbst können das stoppen. Und wir sollten es auch tun – mit aller Kraft, die uns zur Verfügung steht.

Ein Nobody gegen Putin Bewertung
Bewertung des Films
810

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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 19.199 | Reviews: 190 | Hüte: 700

Danke für den Tipp, hoffentlich finde ich Zeit für die Doku.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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