
Der Erfolg der Prequel-Serie ES - Welcome to Derry hat das Stephen-King-Universum spürbar belebt. Pennywise ist wieder präsent, das Interesse am Franchise neu entfacht - und nun rücken auch die beiden Es-Kinofilme von 2017 und 2019 erneut in den Fokus.
‘IT’ Is Getting the ‘Kill Bill’ Treatment https://t.co/HQ7mzLGOXp
— Collider (@Collider) January 21, 2026
Regisseur Andy Muschietti verfolgt seit Längerem die Idee, Es und Es - Kapitel 2 zu einer einzigen, zusammenhängenden Fassung zu vereinen. Dieses Vorhaben nimmt nun konkretere Formen an.
In einem aktuellen Interview sprachen Andy Muschietti und seine Schwester sowie Produzentin Barbara Muschietti über einen geplanten Supercut, der beide Filme zu einer durchgehenden Erzählung verbindet. Anders als eine bloße Aneinanderreihung soll die neue Fassung eine veränderte Struktur erhalten und durch zusätzliches, eigens dafür gedrehtes Material ergänzt werden. Andy Muschietti beschreibt das Projekt als lang gehegten Traum: Die beiden Filme als ein einziges narratives Werk zu denken, eröffne neue erzählerische Möglichkeiten.
Besonders spannend ist dabei der Ansatz, neue Szenen als verbindendes Element zwischen den Zeitebenen einzusetzen. Einige dieser Sequenzen existieren bislang nur als Konzept und müssten noch realisiert werden. Genau hier liegt laut Barbara Muschietti auch die größte Hürde: Zeit!
Die Beteiligten sind derzeit stark in andere Projekte eingebunden. Dennoch gibt es Rückenwind: Nicht nur die Fangemeinde zeigt Interesse, auch das Studio signalisiert laut Andy Muschietti Bereitschaft zur Finanzierung.
Rückendeckung kommt zudem vom Meister und Schöpfer Stephen King selbst. Wie Barbara Muschietti berichtet, erkundigte sich der Autor erst vor Kurzem nach dem Fortschritt des Supercuts. Das Projekt ist also mehr als eine lose Gedankenspielerei und genießt offenbar auch die Zustimmung des Schöpfers der Vorlage.
Mit einer Laufzeit von bereits über fünf Stunden bringen die beiden Kinofassungen eine enorme erzählerische Masse mit. Der geplante Supercut würde diese noch erweitern. Ziel wäre eine geschlossenere, organischere Erzählung, in der Zusammenhänge klarer hervortreten und Motive stärker miteinander verzahnt sind. In seiner Ambition erinnert das Vorhaben an andere legendäre Langfassungen wie Quentin Tarantinos Kill Bill - The Whole Bloody Affair. Weniger als Massenprodukt, sondern als cineastisches Event für eingefleischte Fans.
Wann und in welcher Form der Supercut tatsächlich realisiert wird, ist derzeit offen. Der Erfolg von ES - Welcome to Derry hat dem Franchise jedenfalls neuen Schwung verliehen und die Voraussetzungen für ein solches Projekt verbessert. Ob Pennywise also bald in einer epischen Gesamtschau zurückkehrt, hängt nun vor allem von Zeitplänen und nächsten konkreten Schritten ab.
Wie steht ihr zu der Idee eines Es-Supercuts? Eine über fünfstündige Fassung wäre schon ein harter Brocken für einen Kinobesuch und somit wohl eher ein Highlight fürs Heimkino. Diskutiert gerne mit - das Stephen-King-Universum scheint jedenfalls noch lange nicht auserzählt.
