
Bewertung: 4 / 5
"A House of Dynamite" hat mir sehr gut gefallen. Spannend von Anfang bis Ende, auch wenn manche Szenen sich in den drei Blickwinkeln überschnitten haben und hier und da etwas zäh wirkten. Es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich es bei den verschiedenen verantwortlichen Menschen und Behörden so zugeht in einer solchen Situation. Auch finde ich die ganze Darstellung der menschlichen und der technischen Seite sehr glaubhaft, deutlich glaubhafter als bei vielen anderen Filmen der Art. Klar kann man nicht sagen, inwieweit das nun alles im Detail wirklich realistisch ist und was für technische Möglichkeiten wirklich existieren, um solche Interkontinentalraketen aufzuhalten. Wahrscheinlich gibt es mehr Möglichkeiten, als im Film dargestellt werden.
Trailer zu A House of Dynamite
Bei den Abfang-Raketen soll die Chance auf Erfolg ja bei um die 60 % liegen, und wenn wirklich nur 50 Stück existieren, kann ich die Sparsamkeit verstehen. Andererseits kommt gerade eine einzige Atomrakete auf die USA zu, da hätte ich wegen der verhältnismäßig geringen Chance gleich vier losgeschickt, um sicherzugehen. Man weiß ja nicht, ob noch weitere Angriffe folgen würden, doch falls ja, reichen übrige 48 Abfangraketen genausowenig aus wie übrige 46 Abfangraketen, um ALLE aufzuhalten, die da vielleicht noch kommen werden. Die Wichtigkeit, die erste Atomrakete abzufangen, ist deutlich höher als die Wichtigkeit, eine der hunderten, die folgen könnten, abzufangen, wenn die erste Erfolg hätte.
Auch schauspielerisch ist der Film namhaft besetzt. Vor allem Rebecca Ferguson weiß hier wieder einmal, voll und ganz zu überzeugen. Die anderen spielen ihre Rollen solide bis gut, stechen aber nicht so positiv hervor wie Ferguson.
Auch der Soundtrack hat mir sehr gut gefallen, er passt sehr gut zum Geschehen und hält die Spannung aufrecht. Ja, er ähnelt dem Soundtrack aus "Konklave", aber mehr als eine Ähnlichkeit höre ich da nicht heraus. Das ist aber bei ein und demselben Musikverantwortlichen auch kein Wunder. Bei Hans Zimmer hört man auch sehr oft starke Ähnlichkeiten heraus bei den unterschiedlichen Filmen. Die Musik ist aber trotzdem auch eingenständig genug, als dass man sie als "absolut identisch" bezecihnen könnte.
Meine Punktzahl würde noch höher ausfallen, wenn das offene Ende nicht wäre. Der Film möchte zwar nur möglichst glaubhaft zeigen, wie solch eine Situation ablaufen könnte, doch mich stören solche offenen Ende immer, daher gibt es dafür einen kleinen Punktabzug.
Bewertung: 8/10 Punkte
Wiederschauwert: Gering
Nachhaltiger Eindruck: Mittel
Emotionale Tiefe: Mittel


