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Barton Fink (1991)

Ein Film von Joel Coen mit John Turturro und John Goodman

Kinostart: 10. Oktober 1991116 Min.FSK16Drama, Mystery, Thriller
Meine Wertung
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Barton Fink Bewertung

Barton Fink Inhalt

Für den Film Barton Fink und dessen Regie ist Joel Coen verantwortlich. Zu den Darstellern im Film gehören John Turturro, John Goodman und andere. Barton Fink erschien 1991.

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Cast & Crew

Wer ist der Regisseur von Barton Fink und wer spielt mit?

OV-Titel
Barton Fink
Format
2D
Box Office
6,15 Mio. $
Der Film erhielt die FSK-Freigabe "Freigegeben ab sechzehn Jahren".
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4 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
14.02.2020 20:04 Uhr | Editiert am 14.02.2020 - 20:06 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.239 | Reviews: 148 | Hüte: 470

@eli4s und MobyDick

Euren kurzen Analysen und Themenzusammenfassungen kann ich nur zustimmen.

Als Film an sich gefiel mir "Barton Fink" schon gut, insbesondere die Szenen im Hotel, mit "Adaption." und "Achteinhalb" sah ich zuvor aber bereits zwei Filme über künstlerische Schaffenskrisen, die das Thema (in "Barton Fink gibt es natürlich noch weitere) noch deutlicher und dramatischer ausarbeiteten und mich inszenatorisch mehr vereinnahmten und berauschten.


"Adaption." habe ich am 29. Januar gesehen und bereits einen Kommentar geschrieben^^ Für mich ein Meisterwerk.

https://www.moviejones.de/filme/6727/adaption.html#commentstop


"die letzte Einstellung immer sehr interessant, da wir ja nie das Gesicht der Frau zu sehen bekommen, obwohl wir so nah dran zu sein scheinen. Da steckt noch ganz viel drin."

Tatsache, das ist mir gar nicht aufgefallen. Sehr interessant und bedeutsam, ja.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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eli4s : : Moviejones-Fan
14.02.2020 15:11 Uhr
0
Dabei seit: 22.02.12 | Posts: 2.373 | Reviews: 31 | Hüte: 89

@luph92

ich erinnere mich auch nicht mehr an jedes Detail, aber an ein Interview mit den Coens, in dem sie sagen, dass viel im Film natürlich das Innere der Figur spiegeln, aber dass sie nicht soweit gedacht haben, dass alles nur ein Traum der Figur ist.

Dennoch würde ich den Film jetzt nicht "wörtlich" nehmen. Es geht ja viel um Erwartung vs. Realität und ich denke auch um die alte Frage, inwieweit das Medium Film die Realität einfangen kann oder eben auch nicht. Ich denke der Film zeigt sehr gut, wie er auch scheinbar gewöhnliche auf eine andere Stufe hebt. Also wie der künstlerische Blick die Realität auch immer verklärt.
Versinnbildicht eben durch den Autor, der Kunst schaffen will und dann einen Höllentrip erlebt.

Diese Sehnsucht, die ausgedrückt wird in dem Bild der Frau, und dem Streben der Figur ist ja etwas, was dem Kino selbst inne wohnt. Was man aber nicht so ganz greifen kann.
Ich finde, die letzte Einstellung immer sehr interessant, da wir ja nie das Gesicht der Frau zu sehen bekommen, obwohl wir so nah dran zu sein scheinen.
Da steckt noch ganz viel drin. Aber ich fühle mich gerade auch nicht ganz qualifiziert, da was genaues dazu zu sagen.

Jedenfalls stimme ich Moby zu, dass der Film einer der allerbesten der Coens (und auch darüber hinaus) ist. Vielleicht mein Liebling neben "A Serious Man". Auch wenn sie natürlich noch viele weitere "große" Streifen gemacht haben.

Hast du denn Adaption. auch mittlerweile gesehen?

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MobyDick : : Moviejones-Fan
13.02.2020 23:30 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.619 | Reviews: 116 | Hüte: 398

Luhp92

Ich erinnere mich nicht mehr 100% an den kompletten Film und müsste für eine detaillierte Diskussion das alles nochmal auffrischen, aber der Film zählt für mich zu 10-punkte Anwärtern und ist für mich gefühlt einer der besten Coens.

Er spricht extrem viele Themen an, wie tumbes Crowdpleasingkino intelligentes Kino verdrängt, den Pakt mit der Filmindustrie mit dem der gerade an der Macht ist, die Korrumpierung des Einzelnen, wie Arroganz gegenüber dem Nächsten zum eigenen Downfall führen kann, zudem generiert er vor allem gen Rnde unzählige Deutungsmögluchkeiten.

Der Film ist in vielerlei Hinsicht einfach überragend.

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
12.02.2020 23:18 Uhr | Editiert am 13.02.2020 - 00:09 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.239 | Reviews: 148 | Hüte: 470

Wer von euch hat "Barton Fink" gesehen und wie interpretiert ihr den Film? Mich ließ der vor Allem im letzten Drittel etwas ratlos zurück^^

Das dahinsiechende, klaustrophobische, surreale und leicht gruselige Hotel dürfte symbolisch für Barton Finks Innenleben und das Studio-System Hollywoods stehen. Bedrängt und eingeschränkt durch die eigene Schreibblockade, durch Einsamkeit, Schüchternheit und sexuelles Verlangen sowie durch die auf Mainstream und simple Actionunterhaltung getrimmten Forderungen der Produzenten.

Hollywood und Filmkunst allgemein (?) als Illusion, versinnbildlicht zum Einen durch das Bild der Frau am Strand, die in Finks Tagträumen real wird, zum Anderen durch John Goodmans Charakter Charlie Meadows, der zunächst als netter und hilfsbereiter Nachbar erscheint, sich dann aber als brutaler Serienmörder und sogar als Teufel in Person entpuppt.

Aber gerade aus dem eigenen Innenleben und seelischen Leid sowie bedingt durch äußere Einflüsse (Begebenheit des Hotels) ziehen Künstler ja auch Inspiration, hier erneut das Bild der Frau und Charlie Meadows, das (scheinbare) Idealbild des einfachen Mannes, über den ein Drehbuch zu schreiben, Barton Fink als die wahre Kunst ansieht. Charlie Meadows hilft ihm dabei nicht nur sprichtwörtlich (Inspiration), sondern auch wortwörtlich, indem er Fink unterstützt, das Drehbuch fertigzuschreiben und seine Schreibblockade zu überwinden.

Ich bin mir nicht sicher, ob Charlie Meadows überhaupt real ist oder ob er nur Bartons Finks Fantasie entspringt.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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