Hier dreht sich alles um die News Die US-Kinocharts vom 05.11.2017 - Zeit für ein Donnergrollen. Tausch dich mit anderen Filmfans aus.
Es gab in der Vergangenheit viele solcher Genre-Wellen im Kino:
Barbarenfilme, Zombies, Endzeitstreifen und ganz Populär der Western. Gerade der Western wurde so lange ausgeschlachtet bis es wirklich kaum jemand mehr sehen wollte, und es auch nichts neues mehr zu erzählen gab.
Auch die Comic Filme WERDEN eines Tages aussterben, und in einer nicht zu fernen Zukunft wird man auf die Comichelden zurückblicken, so wie man es heute auf den Western macht.
Ich denke das Kino hat sich schon zum KOPF-AUS-Vergnügen entwickelt. Die wahre Qualität findet man vermehrt im TV. Es gibt so viele geile Serien wie Stranger Things, Game of Thrones oder auch Star Trek-Discovery die in jeder hinsicht einfach besser sind.
Auch Filme zuhause in Top Qualität geniessen zu können zwingt die Filmemacher dazu die Leute mit immer mehr Superlativen ins Kino zu locken, da muss es eben höher,weiter,schneller sein damit man ein Ticket löst. Die Anspruchsvolleren sachen kauft man sich dann auf Bluray und geniesst die Filme in ruhe in den heimischen 4 Wänden auf dem 4K 55 Zöller, zumindest mach ich es so.
@Sully
gerne, ich bin gespannt!
@MrBond
Dies geht soweit, dass sogar Filme im Comic-Segment entstehen, die dort eigentlich nicht hingehören. So mancher Bond, Kirk, McClane etc. hätte bereits als "Comicheld" durchgehen können.
Das kannst du auch auf die Filme die vor den Comicverfilmungen rausgekommen sind beziehen. Die technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit machen alleine schon in der Umsetzung viel mehr möglich, dass darf man nicht vergessen.
Kommunikation ist alles, alles ist Kommunikation
Jack-Burton
Es ist immer wieder witzig zu lesen das man hier Qualität mit "kopf an" vergleicht ![]()
Kommunikation ist alles, alles ist Kommunikation
@Koratos
Grins, so hab ich das nicht gemeint,
klar gibt es auch Qualitativ gute Filme im Kopf aus Bereich, ich meine eher man MUSS keine Qualität mehr liefern um Leute ins Kino zu locken (Thor3).
Andersrum ist ein gutes Anspruchvolles Level kein garant dafür das ein Film erfolgreich ist (Blade Runner)
Nun mal meine dunkle Wurst zum Mimimi des Tages:
Die Zeit der Piratenfilme war recht kurz in den 1930-1940ern, die Zeit des Film Noir war auch recht verhalten in den 1940ern, Wetsern sind ein gutes Beispiel, und hielten sich die 1940-1960er, aber es war nie so, dass sie alles in den Schatten stellten, die Monumentalfilme in den 1950-1960ern waren auch nicht alles überschattend. Da kommt man schoin ein bißchen ins Suchen in "Nischenregionen": Der Italowestern in Italien hatte eine krasse Zeit, die ungefähr 10 Jahre hielt und alles wie eine Lawine überrollte, und auch die Welle der Kung-Fu-Filme in Hong-Kong nach Bruce Lees Tod. Aber wie gesagt, alles hatte irgendwann seine Halbwertzeit überschritten.
Im Moment sieht es wirklich so aus, als hätte Disney den gesamten Blockbustermarkt leergefegt mit seinen Franchises: Realverfilmungen seiner Zeichentrickklassiker, Star Wars und Marvel. Alles andere, was dazwischen irgendwie noch reinpasst , wirkt wie ein Glücksspiel: mal klappt es (Wonder Woman), mal nicht (Blade Runner). DC hat versucht, sich zu distanzieren und trotzdem Knete zu scheffeln, eingesehen, dass sie Disney imitieren müssen und das Resultat werden wir wahrscheinlich mit Justice League sehen. Fox versucht jetzt gerade andere Wege zu gehen (Deadpool, Logan, New Mutants). Mal sehen, wohin das führt. Und die wirklich interessante Frage wird sein, was nach Avengers 4 passiert. Irgendwann muss doch der Drops gelutscht sein?
Wenn man sich aber mal die Mühe macht, die Blockbuster dieses Jahres (Top 20) anschaut, dann gibt es doch die eine oder andere Überraschung: Dunkirk, Get Out, It, Lego Batman Movie, Logan, Split. Alles gar nicht so dumme Filme. Nur die megaerfolgreichen Filme sind ausgeblieben. Was kann man daraus schliessen:
1. Disney macht als Einziger alles richtig und es wird ewig so weiter gehen - halte ich für unwahrscheinlich
2. Wir haben den Zenit überschritten und es ist nur eine Frage der Zeit bis ein neues System sich etabliert, so wie damals das New Hollywood anfang der 1970er - halte ich für eine zu populistische Aussage. Fakt ist ja auch, dass viele Filme, die früher ins Kino gekommen wären, eher bei Streaming Diensten wie Netflix Unterschlupf finden, aus diversen Gründen. Und dass das Serienangebot derzeit qualitativ auf einem Allzeithoch ist. Da haben es so manche Filme im Kino deutlich schwerer. Damit das Kino qualitativ anspruchsvolle Filme an das Mainstream bringen kann, müßte erst mal die Ausweichmöglichkeit des Publikums fehlen. Und das tut es eben nicht. Wir haben ein Riesenangebot Zuhause und fast jeder hat einen Fernseher zu hause, der so groß nicht unbedingt notwendig ist.
3. Daher halte ich es für durchaus eine logische Folge, dass die Filme tatsächlich nur noch als "etablierte" Franchises ins Kino kommen, oder so aggressiv und frech vermarktet wie Deadpool, und der Rest komplett untergeht, so dass man immer häufiger nur noch die sinnentleerten Blockbuster zur Berieselung nutzt. Ab und an wird durch den social media Buzz sich ein unabhängiger Film durchsetzen, aber im Großen nicht. Und ob es jetzt die Superhelden Franchises sind, Fast Furious, James Bond, Star Wars, Märchenverfilmungen von Disney, im Grunde genommen ist das Star Power System tot. Die letzten verbliebenen Stars wie Matt Damon und Tom Cruise haben derzeit mehr Filme, die nicht erfolgreich laufen als erfolgreich.
Sterben wir deswegen gleich? Nö. Bekommen wir schlechtere Filme? Jein. Die Qualität verlagert sich. Westworld, Game of Thrones, Battlestar Galactica, Man in the High Castle: Alles High Concept Serien, die inhaltlich deutlich über einem Blockbuster liegen. Daher bin ich auch zB offen für eine Neuverfilmung in Serienform von Lord of The Rings.
@Jack-Burton
Naaaa gut ![]()
Okay, man kann jetzt natürlich wie immer diskutieren was anspruchsvoll ist und was nicht ohne die von dir genannten Beispiele als Indikator zu verwenden. Wie ich unten schon erwähnt habe ist doch die Frage was lockt den potenziellen Zuschauer ins Kino und warum haben es "Anspruchsvolle" Filme so schwer? So sehe ich das man die heutige Zeit mit der damaligen Zeit nicht vergleichen sollte und auch nicht vergleichen kann. Schon alleine Technische Fortschritte erweitern doch die Möglichkeiten. Ob diese daraus resultierenden Umsetzungen jetzt gut oder weniger gut für den Film, intellekuell gut gelöst oder einfach durch eine stumpfe Actionszene ersetzt wurde, sei mal wieder Geschmackssache. In der heutigen Zeit gehen die Menschen vllt nicht mehr ins Kino (und ich spreche hier von der Mehrheit, zurückführend auf die Einspielergebnisse) um sich irgendwas zum nachdenken, mitdenken anzugucken? Damit sollte man aber nicht die fehlende Intelligenz oder Anspruch der Menschen schlussfolgern, (Ironie an) denn die wirklich intellekten Menschen halten weder etwas von Thor noch von Blade runner (Ironie aus).
Kommunikation ist alles, alles ist Kommunikation
@Koratos
Den Spruch "Kopf aus" habe ich tatsächlich absichtlich benutzt, weil der immer wieder von vielen Fans des Genres selbst benutzt wird. Und weil eben heute alles von diesem Genre überschwemmt wird, hab ich ihn dann auch benutzt um zu sagen, das fast nichts Anderes mehr läuft.
Ich persönlich bin sogar ein Verfechter des "Kopf aus"...ABER nicht in dem Sinne, dass alles platt sein soll, oder es egal ist, ob uns immer das Gleiche vorgesetzt wird, sondern, dass man nicht (wie unser Freund Luhp) jeden Film regelrecht seziert, sondern ihn mit dem Herzen sieht. Mich kann jeglicher Film begeistern, sobald er mich berührt.
Du fragst, was den Zuschauern noch gefallen könnte. Nun, diese Frage kann ich Dir nicht beantworten. Scheinbar sind momentan die Meisten fast nur noch bereit für die Comic Verfilmungen was auszugeben. Und die sind bis auf Nuancen nun wirklich austauschbar.
Ich hoffe, dass die Zuschauer rechtzeitig aufwachen und Hollywood noch die Kurve kriegt. Wenn man die Märkte, bis auf wenige Marken erstmal ans Streaming verloren hat, wird es schwer sein, diese irgendwann zurückzuerobern. Erheblich weniger Comic Filme pro Jahr und dafür eine vielfältigere Auswahl und zack würden die Leute auch für andere Genres Geld ausgeben.
Aber auch ich weiß, dass so kein Markt, kein Buisness, kein Kapitalismus tickt. Es wird gekocht was die Leute essen wollen. Und das ist momentan viel Fast Food.
Es kommt im Leben nicht darauf an wie viel Du austeilst, sondern darauf wie viel Du einstecken kannst und trotzdem weiter machst!
@MobyDick
"Die Qualität verlagert sich" auch ein sehr wichtiger Punkt! Wie du schlon sagst, dafür haben wir jetzt auf Portalen wie Netflix einige Schmuckstücke, die in eine völlig andere Richtung gehen! Die Möglichkeit, durch Serien mit guten Budget eine tolle und interessante Geschichte zu erzählen aber auch Filme die so wahrscheinlich nie im Kino erschienen wären.
Kommunikation ist alles, alles ist Kommunikation
Ich verstehe bis heute nicht, was ihr alle an Blade Runner 2049 so anspruchsvoll fandet. Das einzig Anspruchvolle an dem Film war, dass ich versucht hatte nicht einzuschlafen. Selten solch einen langweiligen Film geschaut im Kino. Man kann einfach einen Film nicht gut reden, wenn er einfach nicht gut ist. Genausowenig kann man eine guten Film nicht schlecht reden, wenn er gut ist. Und da sprechen einfach die Zahlen eine eindeutige Sprache.
@ Sully,
da bin ich vollkommen bei dir und ich finde es toll das du Filme mit dem Herzen guckst, wenn sie es denn schaffen! Mir geht es eben genau so und da ich mich für Comicfilme begeistern kann bin ich eben mit dem Herzen dabei und freue mich auf jede Geschichte die mir geboten wird. Ich denke da nicht an "oh die wollen nur mein Geld" und "oh man immer das gleiche Rezept". Ich bin einfach froh so etwas mit Kino erleben zu können, dieses riesige zusammenhängende Universum von Marvel begeistert mich derzeit sehr. Was mich halt stört ist das man dieses Genre immerins lächerliche Zieht und mit Einheitsbrei und Kopf aus argumentiert wird. Klar ist es nichts um mich fortzubilden aber es schafft das ich für einen kurzen Moment gefesselt bin. Ich kann sagen das ich die Filme mit Herz gucke.
Ein anderes Thema ist eben das dadurch andere Filme verdrängt werden aber ich bin eben der Meinung das man dagegen nicht Machtlos ist. Gute Geschichten, Gute Schauspieler und ein hohes Budget sind nicht alles und kein Garant für Erfolg aber man sollte sich dem Comicgenre nicht geschlagen geben.
Kommunikation ist alles, alles ist Kommunikation
@Koratos
"Das kannst du auch auf die Filme die vor den Comicverfilmungen rausgekommen sind beziehen. Die technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit machen alleine schon in der Umsetzung viel mehr möglich, dass darf man nicht vergessen."
Das ist schon klar. Gerade die Action-Ikonen der 80er waren teilweise unkaputtbare Superhelden - keine Frage. Die Frage, die sich stellt: Werden die "normalen Helden", wie eben Bond etc. heutzutage aus technischen Gründen "überzeichnet" bzw. over-the-top in Szene gesetzt, oder weil die Macher glauben, dass das gewohnte Zuschauerauge das unbedingt sehen will?
Bin mir nicht sicher, ob klar ist, was ich sagen will. Vergleichen wir mal einen alten "Stirb Langsam" mit einem Neuen. Unbestreitbar stirbt Bruce Willies schon in den 80ern tausend Tode und sieht am Ende mit seinem blutgetränkten Feinrippunterhemd immer aus, wie Sau. Ziehe ich nun aber (bereits damals schon) den vierten Teil hinzu, so wird da einfach alles so sehr auf die Spitze getrieben... nein, übertrieben, dass man es nicht mehr wirklich ernst nehmen kann. Unwahrscheinlich war es damals auch schon, aber jetzt kracht`s und scheppert`s gefühlte Millimeter neben, vor, über, links und rechts neben McClane, er springt von einer Brücke auf ein Kampfjet, rollt sich gekonnt von eben diesem, während er abstürzt... war es auch SL4.0, in dem er einen Hubschrauber mit nem Motorrad abschießt? Es sind einfach so viele, total überzeichnete Szenen, dass man hinterher erst mal denkt, man sei in einer Comic Verfilmung gesessen. Wie gesgt: Keine Ahnung, ob das an der technischen Machbarkeit liegt, oder die technische Machbarkeit nur das Mittel zum Zweck ist...
“Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"
@MrBond
Schöner Vergleich, ich verstehe was du damit sagen möchtest und kenne das Gefühl von dem du sprichst nur zu gut! Die Frage die du stellst ist eben genau der Punkt, möchste man hier an die Comicumsetzungen anknüpfen, deren Welten solche Szenen zulassen oder möchte man einfach nur den Urknall auf die Leinwand zaubern, frei nach dem Motto "je größer, je schneller" desto besser? Um ehrlich zu sein habe ich bei Filmen die eigentlich keine sience fiction Anteile haben (Bond, Mission Impossible, Stirb langsam, Transporter, F&F) ein Problem mit überzogener Aktion oder Heldengetue. Gerade hier darf man nicht zu unrealistisch werden. Bei Startrek darf es ruihg mal etwas mehr sein, sehe es aber wie du das nicht jeder der Besatzung zum "Helden" ausreifen sollte. Im großen und ganzen würde ich aber eher der Technik und eben den Zuschauern die Schuld geben und den Comics in diesem Fall nicht die Schuld geben. Ich denke das hätte sich auch ohne den Comicboom so entwickelt.
Kommunikation ist alles, alles ist Kommunikation
kajovino:
Von Zahlen alleine auf Qualität zu schließen ist falsch, das ist Fakt ![]()
Leider sind Zahlen in diesem Fall der einzige objektive Faktor und geben den Studiobossen leider Recht. Wenn von 100 Leuten nur 10 Leute Film X gut finden, aber von 100 Leuten gnaze 90 Leute Film Y gut finden, dann wird automatisch mehr Filme Y kommen. Das ist leider Fakt! Und Qualität ist bekanntlich im Falle von Filmen eine subjektive Angelegenheit.
Du verwechselt Erfolg und Massenkompatibilität mit Qualität, aber wenn du dich dadurch besser fühlst ... ;-p
Oder möchtest du mir ernsthaft sagen, dass Star Wars 7 objektiv der besser Film als zB Elle ist, nur weil SW7 knapp 1 Mrd in den USA eingespielt hat?
Die US-Kinocharts vom 05.11.2017 - Zeit für ein Donnergrollen
Moviejones | 05.11.2017