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M - Eine Stadt sucht einen Mörder (1931)

Ein Film von Fritz Lang mit Peter Lorre und Ellen Widmann

Kinostart: 11. Mai 1931117 Min.Thriller
Meine Wertung
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M - Eine Stadt sucht einen Mörder

M - Eine Stadt sucht einen Mörder Inhalt

Eine Großstadt wird monatelang von einem pathologischen Kindesmörder terrorisiert. Die ganze Stadt spricht von den bestialischen Untaten des Triebverbrechers. Immer größer wird die Nervosität der Polizei, und die Bevölkerung sieht in jedem Verdächtigen den Kindesmörder. Doch die Methoden des Verbrechers verletzen jede Ganovenehre, und so nimmt auch die Unterwelt den Kampf gegen die Bestie in Menschengestalt auf. Ein mörderischer Wettlauf beginnt...

Cast & Crew

Wer ist der Regisseur von M - Eine Stadt sucht einen Mörder und wer spielt mit?

OV-Titel
M
Format
2D
Uns liegen keine Informationen zur FSK-Freigabe des Films vor.
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6 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
10.10.2020 23:00 Uhr | Editiert am 10.10.2020 - 23:04 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.350 | Reviews: 149 | Hüte: 472

Ich habe mir den Film gerade nochmal angeschaut, um meinen Ersteindruck zu überprüfen, und bin jetzt auf 8,5-9/10 Punkten hochgegangen.


@MobyDick und PaulLeger
Wie ich ja schon schrieb, es ist nunmal sehr gewöhnungsbedürftig (ständiger Wechsel von 0% auf 100% Ton) und das muss man beim Schauen ja auch erstmal abstellen. Erst recht, wenn man wie ich vollkommen ohne Vorwissen an den Film herantritt.

Und wenn man jetzt vom Standpunkt, Berlin auditiv zum Leben zu erwecken, an den Film herantritt, dann gelingt das aufgrund des künsterlischen Toneinsatzes und der damaligen Qualität der Tonabmischung eher schlecht. Zum Vergleich der Stummfilm "Menschen am Sonntag", der ja nur mit Filmmusik arbeitet, das gelingt das viel besser.

"der die neuen Möglichkeiten durch den Ton innovativ ausschöpft und tatsächlich künstlerisch gewinnbringend nutzt"

Das hatte ich ja auch gar nicht kritisiert.

"etwa wenn bei der Parallelmontage zwischen Polizei und Verbrechern der Polizeichef einen vom Schränker begonnenen Satz zu Ende spricht."

Ja, das ist schon großartig. Das ist mir aber auch erst gerade bei der Zweitsichtung aufgefallen.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
09.10.2020 18:47 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 508 | Reviews: 3 | Hüte: 66

@ luhp92

Wie MobyDick bin ich etwas irritiert, dass du ausgerechnet den Ton als Kritikpunkt anführst. "M" gilt neben Chaplins "City Lights" aus demselben Jahr zurecht als erster Film, der die neuen Möglichkeiten durch den Ton innovativ ausschöpft und tatsächlich künstlerisch gewinnbringend nutzt, etwa wenn bei der Parallelmontage zwischen Polizei und Verbrechern der Polizeichef einen vom Schränker begonnenen Satz zu Ende spricht.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
09.10.2020 08:18 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.645 | Reviews: 117 | Hüte: 401

Luhp92:

Erstmal freue ich mich ungemein, dass du den Film überhaupt gesehen hast smile

Grundsätzlich sehe ich es als recht unproblematisch an, wenn jemand M nur 8 Punkte gibt, und das von mir aus auch mit beispielsweise inhaltlichen Punkten begründet.

Aber wenn man dann mit technischen Kritikpunkten argumentiert und dann die heutigen Massstäbe ansetzt finde ich das schon zumindest diskussionswürdig. Der Film kommt nun mal aus der Frühzeit des Tonfilms und dafür macht er seine Sache einfach ziemlich gut. Wenn man da nun als Vergleich einen Stummfilm nimmt, und diesen unter diesen Aspekten höher bewertet, finde ich das auch nicht ganz rund.

Auch wenn ich sehe woher du kommst, ist die Argumentation hier etwas schwierig.

Auch finde ich, dass man die drei Genres einfach nicht vergleichen kann (Caligari, Nibelungen und M). Alle drei sind für sich genommen einfach sehr gut.

Ich persönlich finde M einen sensationellen Film, der vielleicht nicht immer den richtigen Ton trifft, aber dafür sehr viele (auch heute noch) relevanten Fragestellungen aufgreift und sie verhandelt. Und der Film ist schlau genug, eben keine einfache Antwort zu liefern sondern in vielen Beteichen einfach ambivalent zu bleiben, so dass er in seiner Aussage oftmals auch sehr schwer zu lesen ist. Ich finde den Film also auch heute noch vielen Thrillern aus dem Genre deutlich überlegen. Für mich ein ganz klarer 10 Punkte Film und auch ein Aspirant für einen der besten Filme aller Zeiten.

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
08.10.2020 21:32 Uhr | Editiert am 08.10.2020 - 21:44 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.350 | Reviews: 149 | Hüte: 472

@PaulLeger

Vielleicht der Müdigkeit geschuldet, die beim Schauen über mich kam.
Und wegen dem aus heutiger Sicht arg gewöhnungsbedürftigen Toneinsatz, mir ist die Intention bewusst, aber es ist ja noch mehr ein Stummfilm mit gelegentlichem Ton. Zudem ist die Tonabmischung - der damaligen Zeit geschuldet - sehr schlecht, man merkt klar, dass der Film im Studio gedreht wurde, die Dialoge eingesprochen und der Ton eingespielt wurde. Auf der Tonebene fühlt sich die Stadt mehr künstlich als echt und lebendig an.

Aber ja, tendenziell könnte ich "M" auch höher bewerten. Andererseits stehen Filme wie "Die Nibelungen" und "Das Cabinet des Dr. Caligari" noch klar drüber.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
08.10.2020 20:02 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 508 | Reviews: 3 | Hüte: 66

@ luhp92

Da würde mich interessieren aufgrund welcher Kritikpunkte es für dich "nur" 4 Hüte sind. Einziger, der mir einfiele, wäre die aus heutiger Sicht schon arg theatralische Darstellung Lorres im Finale, aber die erwähnst du ja eher lobend.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
07.10.2020 00:19 Uhr | Editiert am 07.10.2020 - 17:43 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.350 | Reviews: 149 | Hüte: 472

"Sein Verlangen nach dem Ring wird niemals erlöschen, er hasst und liebt den Ring, wie er sich selbst hasst und liebt. Sméagols Leben ist eine traurige Geschichte."
"Ein Jammer, dass Bilbo ihn nicht getötet hat, als er die Gelegenheit hatte!"
"Ein Jammer? Mitleid und Erbarmen hielten Bilbos Hand zurück. Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben, Frodo...? Dann sei nicht so rasch mit einem Todesurteil bei der Hand."


Man darf diesen, meinen nerdigen Vergleich ruhig belächeln, dem vollständigen Werk wird er selbstverständlich keineswegs gerecht, aber verdammt, ich kann ja auch nichts dafür, dass mir die Gollum-Assoziation und der Dialog sofort in den Sinn kamen^^ Und gänzlich unpassend ist der Vergleich meiner Meinung nach ebenfalls nicht.

Der Charakter des Kindermörders zeugt von Ambivalenz, ist innerlich geradu zerrissen von Geisteskrankheit, Trieben, Verlangen, Süchten und Selbsthass. Gleichzeitig wird der Kindermörder mimisch und gestisch leidenschaftlich gespielt von Peter Lorre, Lorre mit seinen Glubschaugen und seinem runden Gesicht. Fritz Lang bewahrt ihm seine Menschlichkeit, ohne seine Taten zu entschuldigen. Ein deutliches Plädoyer für eine ordentliche Rechtspflege und Gerichtsbarkeit, gegen (faschistische) Lynchjustiz und die Todesstrafe.

Meine Bewertung
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