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The Night Comes for Us gesehen am  
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The Night Comes for Us (2018)

Ein Film von Timo Tjahjanto mit Iko Uwais und Joe Taslim

Veröffentlichung: 19. Oktober 2018121 Min.Action, Thriller
Meine Wertung
Ø MJ-User
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The Night Comes for Us

The Night Comes for Us Inhalt

Nach einem Abstecher ins Ausland kehrt Ito zu seiner Triaden-Familie zurück.

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Cast & Crew

Wer ist der Regisseur von The Night Comes for Us und wer spielt mit?

OV-Titel
The Night Comes for Us
Format
2D
Uns liegen keine Informationen zur FSK-Freigabe des Films vor.
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2 Kommentare
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luhp92 : : BOTman Begins
12.11.2018 16:55 Uhr | Editiert am 12.11.2018 - 20:32 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.610 | Reviews: 148 | Hüte: 337

Als Martial-Arts-Actionfilm hat "The Night Comes For Us" anderen aktuellen Vertretern wie "The Raid 2" und "Headshot" eine entscheidende Sache voraus:

Der Held (Joe Taslim) und der Schurke (Iwo Kuwais), die im Kampf gegeneinander ohnehin schon enorm vom Starappeal ihrer beiden Darsteller profitieren, werden im Plot und Sumpf des Mafiageflechts gleichermaßen und gleichberechtigt als Protagonisten dargestellt. Während ihre Handlungsstränge zu Beginn noch parallel und separiert voneinander verlaufen, vereinigen sie sich nach einigen Berührungspunkten und mehreren wohl dosierten Actionszenen zu einem brachialen Höhepunkt - sowohl aus inhaltlicher als auch aus actiontechnischer Sicht.

Zwei Männer, die eine Schneise aus gebrochenen Knochen, abgetrennten Gliedmaßen und Blut hinterlassen und ihre Körper schließlich gegenseitig komplett zerstören. Einen Ausweg gibt es für keinen von beiden, wenn man für die Mafia arbeitet, bleibt man Ende nur die Gewalt und der Tod.

Diese Ambivalenz fehlt den beiden oben genannten Filmen. Das eintönige und eindimensionale "Held verprügelt Schurken und dessen Handlanger" ermüdet bei Laufzeiten von 120-140 Minuten irgendwann, zumal der Mafia-/Gangsterplot aufgrund der Eindimensionalität lediglich als Kulisse und Actionvehikel fungiert.

Auch wenn ich mich im Genre des Heroic Bloodshed noch nicht allzu gut auskenne, empfand ich "The Night Comes for Us" dahingehend als klassischen Genrebeiträg. So ähnlich stelle ich mir John Woos Filme aus den 80ern und frühen 90ern vor, hier dann zusätzlich garniert mit dem Farbenspiel Nicolas Winding Refns.

Abseits der beiden Hauptdarsteller Joe Taslim und Iwo Kuwais finden sich im Nebencast Zack Lee und Julie Estelle - ein schönes Wiedersehen mit diesen vier Darstellern aus den "The Raid"-Filmen.

Meine Bewertung
Bewertung

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Silencio : : Moviejones-Fan
21.10.2018 21:54 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 989 | Reviews: 42 | Hüte: 82

Der menschliche Körper ist ein zerbrechliches Ding und der Tod kann dementsprechend auf viele verschiedene Arten eintreffen. "The Night comes for us" hat sie alle anzubieten. Hat Gareth Evans mit "The Raid" damals die Tür ins indonesische Martial Arts Kino aufgestossen, reisst der neue Netflix-Exclusive gleich das ganze Haus ein: da wird erstochen, erschossen, in die Luft gesprengt, überfahren, erdrosselt und was einem sonst noch so einfallen mag. Timo Tjahjantos Film ist eine zynische Zerstörungsorgie, bei der die sterblichen Hüllen der Darsteller auf jede erdenkliche Art durch die Mangel genommen werden. Dabei empfindet der Zuschauer aber wenig Freude, mit kreativen Kameraeinstellungen (liebstes Beispiel: die Kamera folgt am Unterarm angebracht einer Faust, die auf einen Metallträger schlägt - AUA) und markigem Sounddesign erzeugt der Film eine hohe affektive Wirkung, die einem den Magen umdrehen mag - generell stellt sich die Frage, wie der Streaminggigant "The Night comes for us" an der Freiwilligen Selbstkontrolle vorbeigeschmuggelt hat. Zwischendurch klingt mal sowas wie Subtext an, wenn zB mitten im Kampf das Geschehen kurz pausiert, während eine Insektenlampe ein Insekt kalt macht, und Tjahjanto scheint etwas zum Todestrieb seiner Unterweltfiguren sagen zu wollen. Ob da was kohärentes bei rauskommt, dafür müsste ich den Streifen noch einmal sehen, das ist im sich stets vorwärts bewegenden Kampfgetümmel ein bisschen untergegangen. Es scheint ihm aber ein wichtiges gewesen zu sein, zu zeigen, wie nicht derjenige gewinnt, der der bessere Kämpfer ist, sondern der rücksichtsloser seinen eigenen Körper zerlegen mag. Die Plotte ist dabei denkbar simpel gehalten, hangelt sich an typischen Martial Arts- und Heroic Bloodshed-Motiven durch, das ist aber Design: "The Night comes for us" zitiert rechts uns links Genrevorbilder (Kim Jee-Woons "A Bittersweet Life" hat zB bei Iko Uwais erster Sequenz Pate gestanden, hinterher gibt es sogar noch "Lady Snowblood" bei besagter Insektenszene - und überhaupt sieht alles nach Nicholas Winding Refns letzten paar Arbeiten aus), dürfte also irgendwas zwischen Hommage und Kommentar bezwecken. Das ist nicht ganz so geleckt wie Gareth Evans "Raid"-Filme, einige Szene kann man sogar regelrecht als schlampig bezeichnen, das ist aber trotzdem noch ziemlich beeindruckend und zeigt Potential.

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