Für den Film Good Luck, Have Fun, Don’t Die und dessen Regie ist Gore Verbinski verantwortlich. Zu den Darstellern im Film gehören Sam Rockwell, Stevel Marc und andere. Good Luck, Have Fun, Don’t Die erschien 2025.
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Gore Verbinskis "Black Mirror", "The Matrix" und "Terminator 2"-light als Actionkomödie, die immer wieder mit harten und albernen bis satirischen Spitzen überrascht, gegen Ende sein Szenario aber leider etwas überreizt und früher einen Abschluss hätte finden sollen.
Die Hintergrundgeschichten zu den einzelnen Charakteren im Film hätten alles auch einzelne "Black Mirror"-Episoden sein können, die mit Juno Temple gab es mit "Be Right Back" (Staffel 2) und "Common People" (Staffel 7) im Prinzip sogar schon.
Im Grunde genommen handelt es sich bei "Good Luck, Have Fun, Don’t Die" auch um eine Parodie auf sein eigenes Genre des Zeitreisefilms und der Science-Fiction-Dystopie. Gore Verbinski, Drehbuchautor Matthew Robinson und Komponist Geoff Zanelli schöpfen aus einem Fundus an kreativen Ideen und lassen dabei zudem einige filmische Referenzen einfließen, so persiflieren sie zum Beispiel den musikalischen Pathos aus "Patton" oder lassen missgestaltete Spielzeugroboter/-puppen auf die Protagonisten los, die theoretisch von Sid aus "Toy Story" hätten gebaut werden können. Wahrscheinlich habe ich andere Referezen, die sich hier verbergen, gar nicht erkannt oder wahrgenommen habe.
Who’s Ready to Save the Future, General Patton?
https://youtu.be/gvUU9mTeTI4?t=140
Der Cast macht ordentlich Laune, Sam Rockwell tritt mit der Lockerheit und Süffisanz eines erfahrenen Zeitreisenden an, um die Menschheit vor der KI-Apokalypse zu beschützen, Haley Lu Richardson spielt sich zwischen Depression und Wut auf die verkommene Gesellschaft in den Vordergrund und Juno Temple kanalisiert auf ihre typisch zerbrechliche Weise den Schmerz und die Trauer einer Mutter, die ihren Sohn verloren hat.
Leseempfehlung:
https://letterboxd.com/batz/film/good-luck-have-fun-dont-die/
Den Text unter mir von Raven13 kann ich auch unterschreiben.
7,5 von 10 Punkten, ich gebe aber mal den Benefit nach oben.
Meine Bewertung
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Ein völlig verrückter Film, aber zugleich extrem kreativ und voller abstruser und witziger Ideen, dazu auch sehr viele Anspielungen auf andere Filme, auf unsere heutige Gesellschaft und auch auf diverse philosophische Theorien zu unserer Existenz. Im Prinzip ist der Film gleichermaßen eine Satire wie auch eine Komödie und Drama sowie Action und Sci-Fi.
Die Handlung wirft ständig viele Fragen auf, die aber nicht immer alle beantwortet werden. Im Grunde überlässt der Film den Zuschauern, was sie daraus machen und welche Schlüsse sie daraus ziehen. Finde ich ziemlich genial. Der Film regt auch gut zum Nachdenken an, wie ich finde.
Filmisch gesehen sicher kein Meisterwerk, aber doch so verrückt und genial, dass der Film absolut das Zeug dazu hat, sich über die Jahre hinweg zu einem echten Kultfilm zu entwickeln.
Der Film bietet eine sehr gute und abwechslungsreiche Unterhaltung, bleibt dauerhaft spannend und bringt uns alle Charaktere näher, sodass man zu allen eine emotionale Verbindung aufbauen kann.
Großartig ist auch die Tonabmischung, die Soundkulisse ist extrem räumlich und ausdrucksstark, und das hat mir sehr, sehr gut gefallen.
Auch die Musik im Film ist hier und da wirklich gelungen, aber nicht alle Stücke haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Sam Rockwell ist eine coole und verrückte Socke, wie immer eigentlich. Er spielt hier wirklich mit Herz und ging sichtbar auf in seiner irren Rolle.
Der Kinobesuch hat sich für mich definitiv gelohnt. Ich freue mich auch schon auf eine zweite Sichtung, um mehr Details zu entdecken, denn der Film gehört auch zu den Filmen, bei denen sich weitere Sichtungen lohnen, weil man dann sicher immer noch neue Dinge entdeckt.
Der Film geht aber vielleicht ein wenig zu lang, manche Szenen zogen sich ein wenig, aber gerade ab der zweiten Filmhälfte wird der Film rasanter. Anfangs muss man jedoch hier und da noch etwas Geduld mitbringen.
Bewertung: 8/10 Punkte
Wiederschauwert: Mittel
Nachhaltiger Eindruck: Mittel
Emotionale Tiefe: Mittel
Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.