In einer dystopischen Zukunft steht LAPD-Detective Raymond (Chris Pratt) wegen des Mordes an seiner Frau (Annabelle Wallis) vor Gericht – ein Schicksal, das immer mehr Menschen ereilt. Das Verfahren wird von der hochentwickelten KI-Richterin Maddox (Rebecca Ferguson) geführt, deren Einführung Raymond einst selbst befürwortet hat. Innerhalb von nur 90 Minuten muss der erfahrene Gesetzeshüter seine Unschuld zweifelsfrei beweisen, bevor die künstliche Justiz ein endgültiges Urteil über sein Leben – oder seinen Tod – fällt.
Ein netter und völlig okayer Sci-Fi-Thriller, der bei vielen Themen zwar oberflächlich bleibt, aber dennoch gut zu unterhalten weiß. Die Handlung ist durchaus spannend und rasant und macht Spaß. Große Logikfehler oder Glaubwürdigkeitsprobleme sind mir innerhalb der Haupthandlung (die Mordermitttlung) nicht aufgefallen, die Mordermittlung macht Spaß, ist abwechslungsreich und ist logisch aufgebaut. Klar kann man der Handlung andere Dinge wie die Flachheit und Einfachheit vorwerfen, aber alles, was innerhalb dieses flachen Rahmens passiert, ist logisch und glaubwürdig.
Was mir weniger gefalle hat, ist die Kameraführung. Ständig wird rein- und rausgezoomt und gewackelt, und auch die Schnitte sind oft sehr hektisch und schnell. Das ist, gerade wenn man etwas ermüdet ist vom langen Arbeitstag, doch ein wenig anstrengend.
Musik gibt es nahezu keine, bis auf ein oder zwei Stellen.
Rebecca Ferguson wird hier wenig gefordert, weil sie halt einfach nur eine emotionslose KI spielt, auch wenn diese manchmal doch einige gespielte Emotionen zeigt. Aber viel kann man da eben nicht draus machen als Schauspielerin. Dennoch war es toll, sie in der Rolle zu sehen, denn ich sehe sie generell immer gerne. Chris Pratt spielt anfangs noch einen wütenden und verkaterten und trauernden Mann, doch später wird er nüchtern und ist wieder er selbst, wie man ihn immer kennt, ob das nun gut oder schlecht ist, sei jedem selbst überlassen. Ich mag ihn.
Kein Meisterwerk und sicher auch keiner der besten Filme des Jahres, aber trotzdem nett und völlig okay.
Bewertung: 6/10 Punkte
Wiederschauwert: Gering
Nachhaltiger Eindruck: Gering
Emotionale Tiefe: Mittel
Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.