AnzeigeR
AnzeigeR
AnzeigeR

Mercy

Kritik Details Trailer News
Eine Beweihräucherung der künstlichen Intelligenz

Mercy Kritik

Mercy Kritik
10 Kommentare - 22.01.2026 von Moviejones (MJ-SceneTalk)
Wir haben uns "Mercy" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Mercy

Bewertung: 2 / 5

Willkommen in der schönen Welt der künstlichen Intelligenz. Im neuen Film mit Chris Pratt und Rebecca Ferguson werden Legislative, Judikative und Exekutive kurzerhand durch eine KI namens Maddox ersetzt. Das steht sinnbildlich für den gefährlichen Wandel unserer Gesellschaft, die doppelte Moral Hollywoods und die zunehmende Ideenlosigkeit der Filmindustrie. Und dennoch: Dieser Film hat das Potenzial, ein riesiges Guilty Pleasure zu werden.

In Mercy geht es um den LAPD-Detective Raymond (Chris Pratt), der sich in einer dystopischen Zukunft auf dem Stuhl des sogenannten Mercy-Programms wiederfindet. Ihm wird vorgeworfen, seine Ehefrau ermordet zu haben. Das Mercy-Programm, geleitet von der KI-Richterin Maddox (Rebecca Ferguson), führt das Mordverfahren gegen ihn. Raymond bleiben nun genau 90 Minuten, um seine Unschuld hieb- und stichfest zu beweisen, bevor die künstliche Intelligenz über sein weiteres Leben – oder seinen Tod – entscheidet.

Mercy ist der neue Film von Timur Bekmambetov, dem Regisseur von Wanted, der außerdem Werke wie Abraham Lincoln Vampirjäger oder das Ben Hur-Remake von 2016 inszenierte. Ein Mann also, der es nicht unbedingt mit wirklich guten Filmen hat. Mercy bildet da leider keine Ausnahme, dient aber gleichzeitig als unfreiwillig aufschlussreicher Kommentar zur Entwicklung unserer Welt – und zu der Hollywoods selbst.

Denn in Zeiten, in denen künstliche Intelligenz völlig zu Recht massiv kritisiert wird, einen Film zu produzieren, der KI als etwas grundsätzlich Gutes darstellt, ist mindestens problematisch. Ein von Menschen programmiertes System, das vollkommen autonom und rein algorithmisch über Schuld oder Unschuld von Schwerverbrechern entscheidet? Das klingt erschreckend realistisch, wenn man sich die aktuelle Entwicklung von KI ansieht. Werden in den USA unter einem möglichen Präsidenten Trump vielleicht irgendwann tatsächlich KI-Richter eingesetzt? Da sich die Welt ohnehin längst wie eine viel zu lange South Park-Folge anfühlt, wäre das leider nicht einmal abwegig.

Doch Mercy nimmt es weder mit Logik noch mit Moral besonders genau. Der Film ist im Kern eine beinharte Pro-KI-Werbung, ohne auch nur eine Sekunde darauf zu verwenden, was an dieser Entwicklung gefährlich oder hochproblematisch sein könnte. Gleichzeitig zeigt sich hier eine weitere schwierige Entwicklung Hollywoods: Vor wenigen Jahren gingen Schauspieler und Drehbuchautoren auf die Straße, um unter anderem gegen den Einsatz von künstlicher Intelligenz zu protestieren. Es folgte der längste Actors-&-Writers-Strike in der Geschichte der Filmindustrie. Schriftlich wurde festgehalten, dass KI keine Autoren oder Darsteller ersetzen darf.

Offenbar hat all das wenig gebracht, denn das Drehbuch von Mercy fühlt sich an, als wäre es direkt von einer KI geschrieben worden. Die Entscheidungen der Figuren sind teilweise absurd dünn, über Maddox und die tatsächlichen Gründe für ihre Einführung als Richterin wird nur am Rande gesprochen. Unser Protagonist Raymond durchläuft keinerlei Entwicklung: Er endet charakterlich exakt dort, wo er beginnt. Dass er alkoholabhängig ist, seine Frau misshandelt und sein Kind vernachlässigt, wird zwar thematisiert, ab der Hälfte des Films jedoch komplett ignoriert. Konsequenzen für sein Verhalten? Gibt es keine. Fast wirkt es so, als wolle der Film sagen, es sei völlig okay, seine Frau wie Dreck zu behandeln, solange man nur ordentlich einen sitzen hat.

Erschreckend ist auch, dass Amazon MGM offenbar beschlossen hat, innerhalb eines Jahres gleich zwei Filme zu produzieren, die fast ausschließlich über eine Art Desktop-Ästhetik funktionieren. Nach Krieg der Welten – der mehrfach für den Anti-Oscar nominiert wurde – folgt nun dieses Werk. Immerhin gibt es hier kein Amazon-Airship, das am Ende allen den Arsch rettet. Was wir euch aber garantieren können: Den großen Twist des Films werdet ihr nach etwa 15 Minuten Laufzeit bereits durchschaut haben. Selten war eine Wendung in jüngerer Vergangenheit derart offensichtlich.

Nachdem wir Drehbuch und Hollywoods problematische Entwicklung abgehandelt haben, bleiben noch Schauspieler und Technik. Chris Pratt funktioniert zu Beginn des Films tatsächlich noch ganz ordentlich, besonders wenn er ein paar Tränen verdrücken darf. Danach verfällt er jedoch in dieselbe Mimik, die man bereits auf dem Filmposter bewundern kann. Rebecca Ferguson spielt Maddox völlig empathielos, leer und blass – was grundsätzlich zu ihrer Rolle passt, sie aber zugleich extrem austauschbar macht. Dennoch ist sie fast noch das Beste am Film.

Am schlimmsten ist allerdings Chris Sullivan, den man aus Filmen wie Agnes: Face your Demons, I Trapped the Devil oder dem weltbekannten (hust hust) Blood Stripe kennen könnte. Sullivan liefert hier eine derart dilettantische Leistung ab, dass sie garantiert eine Erwähnung bei den diesjährigen Razzies bekommen hätte – wäre der Film nur ein oder zwei Monate früher erschienen.

Was Mercy hingegen erstaunlich gut macht, ist die Optik. Die Darstellung von Handyoberflächen und Überwachungskameras ist nett integriert, die CGI-Effekte sehen hochwertig aus. Von der Filmmusik bleibt kaum etwas hängen, ebenso wenig von der Kameraarbeit, die einen durchgehend unspektakulären Job erledigt.

Nun fragt ihr euch nach dieser ganzen Tirade wahrscheinlich, was es mit dem Satz „Dennoch hat dieser Film das Potenzial zu einem riesigen Guilty Pleasure zu werden“ auf sich hat. Ganz einfach: Der Film legt ein irrwitziges Tempo vor und feuert euch mit Wendungen zu, die zwar allesamt vorhersehbar sind, aber so schnell aufeinanderfolgen, dass man sich fast wie in Trance fühlt. Trotz des grauenhaften Drehbuchs und der nicht vorhandenen Charakterzeichnungen wirkt das alles derart dynamisch, schnell und wild, dass man hier durchaus seinen Spaß haben kann.

Bekmambetov inszenierte bereits Wanted mit Angelina Jolie – ebenfalls kein besonders kluger Film, der Logik mit Füßen trat, aber durch sein rasantes Tempo und seine herrliche Dummheit irgendwie funktionierte. Mercy schlägt in eine ähnliche Kerbe, auch wenn die KI-Thematik ein gewaltiger Schlag ins Gesicht aller kreativen Menschen da draußen ist.

FAZIT

Das Fazit fällt daher simpel aus: Dieser Film ist strunzdumm, mäßig gespielt, weitgehend unspannend und bietet keinerlei Charakterentwicklung. Dafür ist er ungeheuer kurzweilig, dynamisch, wild – und gerade weil er so dumm ist, macht er fast schon wieder Spaß. Mercy hat definitiv das Potenzial, für viele ein gigantisches Guilty Pleasure zu werden. Und hey, das ist doch auch etwas, oder?

Mercy Bewertung
Bewertung des Films
410

Weitere spannende Kritiken

Fabian und die mörderische Hochzeit Kritik (Redaktion)

"Knives Out" made in Germany

Poster Bild
Kritik vom 08.02.2026 von Moviejones - 0 Kommentare
Nach dem riesigen Erfolg von Knives Out, Glass Onion - A Knives Out Mystery und Wake Up Dead Man - A Knives Out Mystery versucht sich auch Deutschland an einem Whodunit. Auf Amazon Prime könnt ihr nun sehen, ob Bastian Pastewka in Fabian und die mörderische Hochzeit eine gute Alternative z...
Kritik lesen »

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke Kritik (Redaktion)

Deutsche Filme können richtig gut sein!

Poster Bild
Kritik vom 04.02.2026 von Moviejones - 0 Kommentare
Der deutsche Film muss viel einstecken, dabei gibt es abseits des Mainstreams immer wieder richtig starke deutsche Produktionen. Letztes Jahr waren das zum Beispiel In die Sonne schauen oder Miroirs No. 3, und dieses Jahr ist es unter anderem Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke, ein...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Was denkst du?
Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!
10 Kommentare
MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
24.01.2026 19:09 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.834 | Reviews: 188 | Hüte: 690

@MJ-SceneTalk
"Erschreckend ist auch, dass Amazon MGM offenbar beschlossen hat, innerhalb eines Jahres gleich zwei Filme zu produzieren, die fast ausschließlich über eine Art Desktop-Ästhetik funktionieren."

Da steckt weniger Amazon dahinter sondern mehr Timur Bekmambetov, der sich in den letzten zehn Jahren darauf spezialisiert hat und bereits sechs solcher Filme produziert hat (u.A. auch "War of the Worlds").

"Unknown User", "Searching" und "CTRL" von denen sind finde ich auch gute Filme.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

Avatar
move : : Moviejones-Fan
24.01.2026 15:00 Uhr
0
Dabei seit: 08.08.23 | Posts: 558 | Reviews: 0 | Hüte: 26

"Doof aber unterhaltsam" ist langsam aber schon extrem ausgelutscht. Gerade Chris Pratt scheint das zu seinem neuen Markenzeichen zu machen wie zuletzt mit Electric State.

Da wird so viel Kohle in ein Film gepumpt: warum wird bei einem guten Drehbuch gespart? Kann mir doch keiner erzählen, die Geldgeber hätten sich diesen Murks durchgelesen und gesagt "Das muss verfilmt werden!!".

MJ-Pat
Avatar
Raven13 : : Desert Ranger
23.01.2026 14:21 Uhr | Editiert am 23.01.2026 - 16:24 Uhr
1
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 8.895 | Reviews: 148 | Hüte: 755

Ich habe den Film gestern im Kino gesehen. Ich finde einzele Kritikpunkte der Kritik ein wenig bis total übertrieben.

"Denn in Zeiten, in denen künstliche Intelligenz völlig zu Recht massiv kritisiert wird, einen Film zuproduzieren, der KI als etwas grundsätzlich Gutes darstellt, ist mindestens problematisch."

"Doch Mercy nimmt es weder mit Logik noch mit Moral besonders genau. Der Film ist im Kern eine beinharte Pro-KI-Werbung, ohne auch nur eine Sekunde darauf zu verwenden, was an dieser Entwicklung gefährlich oder hochproblematisch sein könnte. "

Das stimmt so ja nicht. Im Film wird der Einsatz der KI als Richter, Geschworener und Henker mehrfach kritisiert und am Ende des Films offenbart sich auch die große Schwäche dieses Systems. Da wird KI nicht als "grundsätzlich gut" dargestellt. Und als "Werbung für KI" habe ich den Film zu keinem Zeitpunkt wahrgenommen.

"Gleichzeitig zeigt sich hier eine weitere schwierige Entwicklung Hollywoods: Vor wenigen Jahren gingen Schauspieler und Drehbuchautoren auf die Straße, um unter anderem gegen den Einsatz von künstlicher Intelligenz zu protestieren. Es folgte der längste Actors-&-Writers-Strike in der Geschichte der Filmindustrie. Schriftlich wurde festgehalten, dass KI keine Autoren oder Darsteller ersetzen darf. Offenbar hat all das wenig gebracht, denn das Drehbuch von Mercy fühlt sich an, als wäre es direkt von einer KI geschrieben worden."

Gibt es Beweise dafür, dass das Drehbuch von eine KI geschrieben wurde? Als ob das jetzt der erste Film der Geschichte wäre, der "dünn" geschrieben ist und deshalb direkt von einer KI stammen müsste. Es ist ein Film über KI wie es schon viele andere zuvor gab. Aber jetzt ist es auf einmal böse, Filme über KI in der Zukunft zu machen?

Viele haltlose Unterstellungen in der Kritik, welche sich mehr wie ein sinnloses KI-Gebashe liest.

"Unser Protagonist Raymond durchläuft keinerlei Entwicklung: Er endet charakterlich exakt dort, wo er beginnt. Dass er alkoholabhängig ist, seine Frau misshandelt und sein Kind vernachlässigt, wird zwar thematisiert, ab der Hälfte des Films jedoch komplett ignoriert. Konsequenzen für sein Verhalten? Gibt es keine. Fast wirkt es so, als wolle der Film sagen, es sei völlig okay, seine Frau wie Dreck zu behandeln, solange man nur ordentlich einen sitzen hat."

Doch, er macht durchaus eine Entwicklung durch. Er erkennt seine Fehler als Alkoholiker, weil er sich selbst durch die Überwachungsaufnahmen aus der dritten Person sieht und wie er sich dabei verhalten hat. Zudem stimmt es nicht, dass er seine Frau misshandelt hat, er hat immer nur irgendwelche Sachen kaputtgemacht oder sich schlecht und verbal aggressiv benommen, aber nie wurde er körperlich übergriffig gegenüber seiner Frau oder seiner Tochter. Sein Verhalten hat ihnen Angst gemacht, aber mehr nicht. Zudem hat DIESES Verhalten nichts mit seinem Prozess zu tun. In dem Prozess geht es um seine Schuldfrage wegen Mordes. Die häusliche Gewalt ist NICHT Teil dieser Gerichtsverhandung. Und woher wisst ihr, dass er nach den Ereignissen des Films nicht auch dafür noch bestraft wird? Habt ihr mehr gesehen als ich?

"Der Film legt ein irrwitziges Tempo vor und feuert euch mit Wendungen zu, die zwar allesamt vorhersehbar sind, aber so schnell aufeinanderfolgen, dass man sich fast wie in Trance fühlt."

Also die zwei größeren Twists habe ich tatsächlich nicht kommen sehen. Für mich war die Handlung daher nicht so vorhersehbar. Ich fand die Handlung in den ersten 30 Minuten noch etwas zäh, aber dann wurd es durchaus spannender und interessanter.

Innerhalb der Mord-Ermittlungen sind mir auch keinerlei Logikfehler oder Glaubwürdigkeitsprobleme aufgefallen, alles wirkte durchdacht, zu durchdacht für ein KI-Drehbuch, das deutlich mehr Fehler gemacht hätte.

"Von der Filmmusik bleibt kaum etwas hängen"

Könnte daran liegen, dass bei 90 % des Films keine Musik läuft. wink Vielleicht nächstes mal besser aufpassen und weniger Handy daddeln.

Bei der Kritik habe ich wieder so das Gefühl, dass mit dem Strom der Kritiker geschwommen wird. Alle haten den Film also muss man ihn einfach mithaten und sich dabei Kritikpunkte aus den Fingern saugen, die so und in der kritisierten Form gar nicht da sind. Einen Film nicht zu mögen, ist eine Sache, aber Kritikpunkte zu erfinden, sie so nicht existieren, geht zu weit, finde ich.

Der Film ist weit weg von großartig, aber auch nicht so schlecht, wie er hier und bei anderen Kritikern gemacht wird. Ein völlig solider Film, wie er auch auf Netflix gepasst hätte. Ein "okayer" Film, aber weit weg von einem Totalausfall.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

Avatar
GPJ : : Moviejones-Fan
23.01.2026 12:51 Uhr
0
Dabei seit: 26.09.24 | Posts: 956 | Reviews: 4 | Hüte: 59

Wieviele Sprachen konnte C-3PO?

C-3PO konnte in Star Wars über sechs Millionen Kommunikationsformen.

Das heißt er hat etwa sechs Millionen Jobs weggenommen. Das reicht ja wohl.

Avatar
MrBond : : Imperialer Agent
23.01.2026 11:27 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 3.951 | Reviews: 24 | Hüte: 609

@GPJ

Solange man einen Dolmetscher-Droiden auch für die Feldarbeit einsetzen kann, sind wir im grünen Bereich.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

Avatar
GPJ : : Moviejones-Fan
23.01.2026 11:21 Uhr
0
Dabei seit: 26.09.24 | Posts: 956 | Reviews: 4 | Hüte: 59

Was mir auffällt: Bei R2D2 und C3PO gab es auch nie kritische Bemerkungen.

Avatar
Bibo : : Moviejones-Fan
23.01.2026 09:01 Uhr
0
Dabei seit: 30.04.19 | Posts: 820 | Reviews: 0 | Hüte: 10

KIs wie Skynet, Matrixmaschinerie oder auch V.I.K.I. können in schönen, fetzigen Filmen eine gute Rolle spielen. Wenn aber Bekmambetov Regie führt, erwarte ich nichts. Das scheint es hier zu geben. Na dann...

"Zitierst Du da jemanden oder ist das auf dein Steißbein tätowiert?"

Avatar
Lordoss : : Moviejones-Fan
23.01.2026 07:50 Uhr
0
Dabei seit: 12.07.23 | Posts: 348 | Reviews: 1 | Hüte: 14

Das Fazit war mir schon nach dem Trailer klar.

Avatar
GPJ : : Moviejones-Fan
23.01.2026 07:15 Uhr
0
Dabei seit: 26.09.24 | Posts: 956 | Reviews: 4 | Hüte: 59

Die pauschale KI Verurteilung teile ich auch nicht. Eine häufig zitierte Studie (National Academy of Sciences, 2014) schätzt rund 4,1 % Fehlverurteilungen unter Todesurteilen seit den 1970er‑Jahren. In den USA wurden seit den 1970er‑Jahren mehrere Tausend Menschen zum Tode verurteilt; auf dieser Basis würde eine 4 %-Quote bedeuten, dass hunderte Todesurteile unschuldige getroffen haben.

Quelle: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.1306417111

Dennoch gut geschrieben!

Avatar
Poisonsery : : Moviejones-Fan
23.01.2026 06:05 Uhr | Editiert am 23.01.2026 - 06:06 Uhr
1
Dabei seit: 02.03.18 | Posts: 2.750 | Reviews: 8 | Hüte: 45

Mir persönlich wäre ein KI Gericht lieber als ein Geschworenengericht. Und die Aussage auch wenn die KI-Thematik ein gewaltiger Schlag ins Gesicht aller kreativen Menschen da draußen ist. Ist für mich null nachvollziehbar. KI nimmt doch die Kreativität eines Menschen nicht.Bei vielen kann es eher helfen. Ich habe ständig Ideen aber zwei linke Hände und hab Probleme Strichmännchen zu zeichnen. Jetzt kann ich Ideen in ein Bild umwandeln lassen. Fühle mich wie Fry der mit den Händen des Roboterteufels Musik und Bilder machen kann. Natürlich kann man auch zurecht KI kritisieren. Aber der Kreativität steht das dem Menschen nicht im Weg. Denke wenn der Film im Stream kommt schau ich mal rein.

Man sagt alle Hunde kommen in den Himmel. Ich hoffe es gilt auch für Katzen :–(

Forum Neues Thema
AnzeigeR