Crime-Fans aufgepasst. Wir haben uns einmal in der ARD-Mediathek nach Krimiserien umgeschaut. Ob alpiner Rachethriller, historischer Serienmörder-Fall oder isländische Polizeiarbeit im Ausnahmezustand – die ARD-Mediathek hat im Mai eine echt gute Krimi-Auswahl am Start.
Mit Totenfrau (Staffeln 1 & 2), der neuen Miniserie Sternstunde der Mörder und dem isländischen Polizeiformat Reykjavík 112 bekommt ihr drei Serien, die nicht nur spannend erzählt sind, sondern auch atmosphärisch völlig unterschiedliche Welten eröffnen.
Totenfrau – Staffeln 1 & 2
Die Thriller-Serie nach dem Roman von Bernhard Aichner folgt Brünhilde Blum, gespielt von Anna Maria Mühe, die nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes eine Spur aus Lügen, Machtmissbrauch und Gewalt aufdeckt. Staffel 1 erzählt ihren Weg in die Abgründe einer scheinbar heilen Tiroler Gemeinde, während Staffel 2 die Geschichte konsequent weiterführt und Blum erneut in einen Strudel aus Schuld, Rache und moralischen Grenzgängen zieht.
Die Serie lebt von ihrer intensiven Hauptfigur, starken Bildern und einer Atmosphäre, die zwischen alpiner Idylle und düsterem Thriller pendelt.
Sternstunde der Mörder – Staffel 1
Die historische Krimiserie spielt im Wien der 1920er-Jahre und basiert auf realen Fällen. Im Zentrum steht die Jagd auf einen Serienmörder, der die Stadt in Atem hält. Die Sternstudne der Mörder verbindet klassische Ermittlungsarbeit mit einem präzisen Blick auf die gesellschaftlichen Spannungen der Zwischenkriegszeit: politische Unruhen, soziale Not, ein Polizeiapparat im Wandel.
Stilistisch erinnert Sternstunde der Mörder an europäische Noir-Produktionen, die mit atmosphärischer Dichte, eleganter Ausstattung und starker Ensemble-Performance überzeugen.
Reykjavík 112 – Staffel 1
In dieser isländischen Krimiserie begleitet ihr ein Team der Notruf- und Polizeizentrale "112 Reykjavík", das täglich zwischen Routine, Chaos und echten Ausnahmesituationen pendelt. Die Serie setzt weniger auf klassische Whodunit-Strukturen, sondern auf einen realistischen Blick in den Arbeitsalltag der Einsatzkräfte: häusliche Konflikte, Vermisstenfälle, psychische Ausnahmelagen und Einsätze, die jederzeit kippen können.
Der Ton ist rau, direkt und nordisch-kühl – perfekt für alle, die Crime-Serien mögen, die näher an der Realität bleiben.
Darum lohnt sich das Reinschauen
Die drei Serien zeigen, wie vielfältig Crime-Erzählungen heute sein können: von emotional aufgeladenen Rachegeschichten über historische Ermittlungen bis hin zu nordischer Polizeiarbeit im Ausnahmezustand. Wer im Mai Lust auf Spannung hat, findet hier drei starke Gründe zum Einschalten – jede Serie mit eigener Handschrift, eigenem Tempo und einem Setting, das sofort fesselt.
