
Mit so einer dritten und letzten Staffel hätten wohl die wenigsten Fans der Erfolgsserie Euphoria gerechnet. Ein Bild, das es ziemlich gut zusammenfasst: Sidney Sweeney in Hundemaske. Für einige sind die neuen Folgen ein kompletter Wechsel der Tonalität der Serie, andere finden die erneuten Provokationen von ihnen umso spannender. Für die Zuschauer steht derweil fest: drei Folgen kommen noch heraus und das Finale soll sogar auf Spielfilmlänge kommen.
Darum geht es in der dritten Staffel
Die Serie handelt grundsätzlich von Rue Bennet (Zendaya). Die Jugendliche muss nach einem Drogenentzug zurück in den Alltag finden, scheitert aber unter anderem aufgrund ihrer instabilen Beziehung zu Jules (Hunter Schafer). Derweil manipuliert Nate (Jacob Elordi) sein Umfeld und Maddy (Alexa Demie) sowie Cassie (Sydney Sweeney) kämpfen um ihren Selbstwert und Anerkennung. In der zweiten Staffel werden diese Handlungsstränge fortgesetzt, doch Cassie und Nate führen eine heimliche Beziehung. Rue gleitet ihr Leben dabei völlig aus der Hand.
"Euphoria" Season 1 Trailer 1
Ausgangslage für die dritte Staffel sind also zahlreiche zerstörte Beziehungen zwischen einer Gruppe junger Menschen. Dabei springt Euphoria fünf Jahre in die Zukunft. Rue hat in Mexikko Schulden bei einer Drogendealerin, Nate hat ein Unternehmen geerbt und ist mit Cassie verlobt und Maddy befindet sich in Hollywood. In den Diskussionen rund um die neue Staffel ist vor allem eines präsent, nämlich die Entwicklung von Cassie zu einem OnlyFans-Model.
Anderer Vibe und kontroverse Entscheidungen
Das Problem an der dritten Staffel ist kein Stilbruch bei der Ästhetik oder dem Soundtrack. Im Gegenteil fasziniere beides weiterhin. Viel mehr seien es die weniger greifbaren Charaktere und die Story-Entscheidungen, die für reichlich Gesprächsstoff sorgen. Viele Fans empfinden die neuen Folgen so, als habe sich der Vibe, also die Stimmung, komplett geändert. Wenngleich die Serie schon vorher provozierte, passten die neuen Entwicklungen nicht richtig hinein.
Von außen betrachtet wirkt die neue Staffel wie ein Fiebertraum: Sidney Sweeney im Hundekostüm, um Content zu drehen. Dass das so polarisiert, dürfte wohl auch daran liegen, dass die Schauspielerin seit geraumer Zeit mit einem schlechten Image zu kämpfen hat. Die schlechten Bewertungen zeigen sich außerdem auf Rotten Tomatoes. Während Staffel 1 und 2 noch auf 80 beziehungsweise 78 Prozent positive Bewertungen kamen, landet Staffel 3 mit nur 40 Prozent deutlich dahinter.
Finale mit Rekordlänge
Zwar wird die dritte Staffel von Euphoria allgemein als letzte angesehen, offiziell bestätigt ist das aber nicht. Da die Terminkalender von Zendaya, Sidney Sweeney und Jacob Elordi aber sehr voll sind und alle drei wichtige Hauptcharaktere spielen, die bei einer vierten Staffel fehlen würden, dürfte es wohl keine Fortsetzung geben. Auch sollte HBO von den schlechten Wertungen abgeschreckt sein.
Nichtsdestotrotz gibt es noch drei Folgen, die am 18. Mai, 25. Mai und 1. Juni erscheinen. Das Finale soll dabei den Rekord für die längste TV-Folge von HBO brechen und ganze 93 Minuten lang sein. Die Staffel dürfte wohl mit einem weiteren Knall enden - ob das die Fans nun beruhigt oder ängstlich macht, liegt dabei wohl ganz im Auge des Betrachters. Die Folgen können sowohl bei Sky als auch bei HBO Max gesehen werden.
