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Michael

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Moonwalk durch die Legende

Michael Kritik

Michael Kritik
19 Kommentare - 22.04.2026 von Moviejones
Wir haben uns "Michael" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Michael

Bewertung: 4 / 5

Du sitzt da. Du hörst die ersten Takte, eine Melodie. Und sofort erinnerst du dich. Bist drinnen, spürst es. Momente, Kindheit, Jugend, alles rinnt in Sekunden an dir vorbei. Michael vereint nahezu alles, was ein stimmungsvolles Biopic ausmacht auf dem Weg zur Gänsehaut: und das Wichtigste, eine markante Stimme, die die Welt geprägt hat.

Der Film entführt uns nach Indiana, wo ein kleiner Junge (Juliano Valdi; später Jafaar Jackson) Mitte der Sechziger durch den unbedingten Aufstiegswillen seines Vaters (Colman Domingo) mit seinen Brüdern auf Erfolg gedrillt wird. Die Jackson 5 machen Furore und ermöglichen der Welt, die Geburt eines Stars mitzuerleben, der einzigartig war. Der langfristig am enormen Leistungsdruck früher Jahre zugrunde ging, und dessen entscheidende Stationen seines Aufstiegs in Szene gesetzt werden.

Trailer zu Michael

Zuerst einmal, bemerkenswert ist die Besetzung mit Jaafar Jackson. Als Sohn von Jermaine Jackson und Neffe von Michael Jackson bringt er eine besondere Nähe zur dargestellten Figur mit. Seine Performance in Michael wirkt nicht wie eine reine Imitation, sondern wie eine glaubwürdige und respektvolle Verkörperung. Körpersprache, Ausstrahlung und Bühnenpräsenz tragen wesentlich zur Wirkung des Films bei - und die familiäre Nähe ist durchweg spürbar.

Doch wer über Michael Jackson redet, muss auch über seinen Vater Joseph reden, markant und einschüchternd verkörpert von Colman Domingo. Der Drill, den die Jackson-Zöglinge daheim erdulden mussten, ist weltbekannt, und überschreitet weit "normale" Erziehungsmethoden früher Tage, nicht erst aus heutiger Sicht. Daneben erleben wir seine Brüder, die mit Michael Hits wie "ABC" oder "I’ll Be There" hatten und in den Siebzigern zu einem Phänomen wurden. Der unbedingte Wille seines Vaters und die Konzentration auf die Band lässt nachvollziehen, warum es Michael Ende der 1970er so wichtig war, sich freizuschwimmen.

Damit spannt der Film einen Bogen von den frühen Anfängen Michael Jacksons bis in die Ära des Albums "Bad". Es wird sichtbar, wie sich aus einem außergewöhnlichen Talent ein globales Phänomen entwickelte, das unsere Popkultur nachhaltig prägte. Dabei wirkt das Ende in der Bad-Ära nachvollziehbar, aber auch kalkuliert. Einerseits markiert diese Phase den kommerziellen und künstlerischen Höhepunkt von Michael Jackson und ist ein publikumswirksames Finale.

Andererseits vermeidet Michael damit bewusst die deutlich schwierigeren und widersprüchlicheren Kapitel der späteren Jahre, in denen Medienhype, gesundheitliche Veränderungen, Privatleben und Kontroversen untrennbar mit seiner Geschichte verbunden sind. Das Ergebnis ist ein wirkungsvolles Ende, das die Legende erneut in den Olymp hebt, jedoch nicht die gesamte Biografie andeutet.

Auch innerhalb der Familie scheint der Film nicht auf einhellige Zustimmung zu stoßen. Während Sohne Prince Jackson das Projekt offenbar unterstützt und als Executive Producer beteiligt ist, werden Paris Jackson kritischere Töne zugeschrieben. Gleichzeitig fällt auf, dass Janet Jackson im Film nicht präsent ist. Dass mit Jermaine Jacksons Sohn Jaafar Jackson zugleich ein direkter Familienangehöriger die Hauptrolle übernimmt, unterstreicht andererseits, wie eng das Projekt mit Teilen der Familie verbunden ist.

Michael ist ein emotionales und musikalisch eindrucksvolles Biopic, das die außergewöhnliche Karriere von Michael Jackson in Szene setzt. Der Film verbindet persönliche Momente, künstlerische Entwicklung und große Bühnenenergie zu einem Werk, das vor allem Fans aber auch ein breiteres Publikum anspricht. Besonders mitreißend ist die musikalische Ebene des Films. Sobald bekannte Melodien und ikonische Songs erklingen, entsteht jene Energie, die Michael Jacksons Werk bis heute auszeichnet. Der Film erinnert daran, welche emotionale Kraft seine Musik besitzt und warum sein Einfluss generationenübergreifend fortbesteht. Der King of Pop war eine Ausnahmeerscheinung – und sein Vermächtnis wird immer bleiben.

Michael Bewertung
Bewertung des Films
810

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19 Kommentare
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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
28.04.2026 17:56 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 17.793 | Reviews: 21 | Hüte: 415

Ich muss ehrlich sein, Rockmusik hat mich nie interessiert. Obwohl viele von denen ich mal gehört habe. Aber Michael Jackson, seinen Poprock war Himmel auf Erden für meine Ohren. Der Mann wusste einfach was er tut und wie man diese Genre zusammenbringen kann.

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TheUnivitedGast : : Moviejones-Fan
27.04.2026 21:06 Uhr
0
Dabei seit: 27.04.12 | Posts: 1.051 | Reviews: 0 | Hüte: 18

@Rotwang

Wohl wahr, MTV war cool zu der Zeit. Hab mir damals sogar die Erstausstrahlung von Thriller gegeben. Extra den Wecker gestellt.. das waren noch Zeiten :-)

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Rotwang : : Moviejones-Fan
27.04.2026 15:27 Uhr
0
Dabei seit: 11.06.20 | Posts: 1.534 | Reviews: 0 | Hüte: 43

@TheUnivitedGast

Damals war Rock Musik und Metal ja auch EINE der Mainstram Musikarten, lief im Radio und war stark bei MTV vertreten, deshalb bei Jackson und Jones ja auch Lukather und Van Halen für Beat It involviert.

Habe damals und auch heute mehr Rock und Metal gehört, aber auch immer wieder mal Pop wenn er mir gefiel, das hat sich bis heute nicht geändert, früher habe ich allerdings auch Rap gehört, obwohl ich den Rap von damals (Beastie Boys, 2 Live Crew Run DMC etc.) immernoch mag und gelegentlich höre, mag ich den Rap von heute gar nicht.

MTV war dahingehen schon eine gute Sache man kam mit vielen Genres in Berührung ohne große Aufwände zu haben, heute übernehmen das Algorithmen, deshalb bleibt oft die Vielseitgkeit etwas auf der Strecke, wenn man nicht selber aktiv wird.

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TheUnivitedGast : : Moviejones-Fan
27.04.2026 09:07 Uhr | Editiert am 27.04.2026 - 09:07 Uhr
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Dabei seit: 27.04.12 | Posts: 1.051 | Reviews: 0 | Hüte: 18

Toller Film... Thriller und auch Bad haben wirklich ihre Zeit geprägt. Damals war ich als Metal Fan natürlich ignorant aber inzwischen schätze ich die Alben sehr. Ein guter Song ist ein guter Song und sind ja auch bisschen Gitarren dabei :-)

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Kumpeljesus : : Moviejones-Fan
26.04.2026 23:11 Uhr
0
Dabei seit: 10.08.12 | Posts: 834 | Reviews: 0 | Hüte: 12

Also mich hat Dangerous am meisten geprägt, es hat sich damals bei mir so stark eingebrannt wie kaum ein anderes Ambum. Bad und Thriller waren Excelent, doch Dangerous hat mich umgehauen.

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Andreas2025 : : Moviejones-Fan
26.04.2026 11:43 Uhr
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Dabei seit: 22.08.23 | Posts: 580 | Reviews: 0 | Hüte: 19

Ein in der Gesellschaft so umstrittene Persönlichkeit zu letzt in seinen Lebensjahren bis zu seinem Tod im Jahr 2009 zeigt in diesem Biopic über 15 Jahre nach seinem Tod noch immer wie stark und prägend er gewesen ist. Bin kein Musiker deswegen kann ich nichts zu seinen Songs sagen wie prägend, einmalig und seiner Zeit voraus gewesen sind. Hoffe nachdem ich diesen Film gesehen habe dass er nicht verrissen wird. Denn seine Familie hat hier wirklich versucht eine Botschaft zu vermitteln, dass wir das Miteinander, die Familie und die Liebe nie vergessen sollten. Es sind die Narben die uns prägen, aber es ist das Miteinander und Füreinander was uns als Mensch immer auszeichnen sollte. Persönlich brauche ich keinen zweiten Teil, und wer historisch korrekt sein möchte kann ich diesen Film nicht empfehlen. Es ist ein Stück große Filmschaffung was den Cast und den Machern hier gelungen ist.

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Bibo : : Moviejones-Fan
26.04.2026 06:58 Uhr
0
Dabei seit: 30.04.19 | Posts: 1.044 | Reviews: 0 | Hüte: 12

Auch ich als ältere Person favorisiere Thriller und Bad. Dangerous hat mich kaum noch erreicht. Das gelang dann wieder mit HIStory. Auf den Film bin ich sehr gespannt. Jackson hat mein musikalisches Empfinden jetzt nicht so geschärft wie ein Mike Oldfield, Pink Floyd oder Genesis. Dennoch war er oberste Liga und ist eine Koryphäe.

"Zitierst Du da jemanden oder ist das auf Dein Steißbein tätowiert?"

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Caminito : : Moviejones-Fan
24.04.2026 20:41 Uhr
0
Dabei seit: 25.02.25 | Posts: 74 | Reviews: 0 | Hüte: 9

Das Album Dangerous wird m. E. viel zu unterschätzt

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GPJ : : Popcornologe
23.04.2026 16:59 Uhr
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Dabei seit: 26.09.24 | Posts: 1.390 | Reviews: 5 | Hüte: 83

Da bin ich ja gespannt. Musikalisch bin ich wie die meisten älteren bei Thriller.

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Rotwang : : Moviejones-Fan
23.04.2026 08:02 Uhr | Editiert am 23.04.2026 - 13:26 Uhr
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Dabei seit: 11.06.20 | Posts: 1.534 | Reviews: 0 | Hüte: 43

Dangerous, fällt gegen die beiden Alben (für mich die drei) davor deutlich ab, zum einen wirkt alles so als hätte man auf die Alben davor geschaut, es gibt also eine Rock Nummer wie Beat It oder Dirty Diana, Give In to Me ist aber deutlich schwächer, dann wollte man eine Ballade liefern, Heal the World ist dann doch sehr weinerlich geworden, man hat das Gefühl die Welt ist dann wohl verloren, dazu gibt es überkosntruierte Songs wie Will You Be There, was eigentlich nur durch Free Willy in Erinnerung geblieben ist, auch versuchen Songs mit Botschaften wie Black or White und In the Closet, den Eindruck zu erwecken das es sich um tiefsinnige Texte handelt.

Auch die Musik-Videos waren alle State of The Art mit ordentlich Star Power, aber richtig in Erinnerung gebleiben ist da weniger, Remember the Time war wohl eines der stärkeren Videos, aber selbst Beat-It ist sehr viel ikonischer als Video.

They dont care about us war übrigens dann wieder eine bessere Nummer, prinzipiell sind die neuen Songs auf der History dann wieder etwas brauchbarer.

Aber wie geschrieben, Geschmäcker sind verschieden, es ist jetzt auch kein Song dabei wo ich wegschalten würde, hier ist das Album stimmig, bei den Alben davor gab es immer Tracks die schwächer waren als der Rest, weil es halt auch herausragende gab, aber das Album hat auch keinen Song den ich gezielt anmachen würde, oder in eine Top 10 von Michael aufzählen würde.

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jaykay2004 : : Moviejones-Fan
22.04.2026 23:59 Uhr
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Dabei seit: 28.07.15 | Posts: 58 | Reviews: 0 | Hüte: 2

Guten Abend, Ich komme gerade frisch aus dem Film und ich muss sagen, er ist eine toller 1. Teil geworden. Für mich erreicht er 4 von 5 Sternen. Der Film nimmt sich die Zeit, um Michaels Geschichte und prägende Kindheit zu erzählen. Jafaar als Michael, war beeindruckend. Es hat mir sehr viel Freude bereitet zu sehen, wie Originalgetreu er Michael verkörpert hat.
wichtig ist zu wissen, dass der Film den Aufstieg Michaels erzählt und der Beziehung zu seinem Vater und der Lösungsfindung seinen eigenen Weg zu gehen. Der Film ist sehr rund geworden und wurde sehr hochwertig produziert. Die prägendsten Momente seines bis dahin jungen und aufstrebenden Lebens wurden alle thematisiert und hinterlassen keine Fragen. Der Zuschauer wird gefordert, in dem er zwischen den Zeilen lesen muss. Das hat dem Film geholfen die Länge zu straffen und es ein gefälliger Film geworden ist, den man wunderbar ansehen kann und Bock auf mehr macht. Teil 2 kann kommen!

Warum denn so ernst?

Sag mir, kannst du bluten? Du wirst es!

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move : : Moviejones-Fan
22.04.2026 19:57 Uhr
0
Dabei seit: 08.08.23 | Posts: 637 | Reviews: 0 | Hüte: 26

Dieser Kommentar ist gesperrt.

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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
22.04.2026 18:53 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 17.793 | Reviews: 21 | Hüte: 415

Dangerous sei ein schwächere Album? mMn war das Album seiner Zeit voraus. Wenn man die Beats von dangerous mit heutiger Musik vergleichen kann. Vor allem Timbaland Beats Nebeneinander Abspielen lassen... Dann würde man meinen, Timbaland hat sich einen Großteil seines musikalischen Werks von Michael Jackson Beats inspirieren lassen.

Was ist Kritik an? Ich freue mich auf den Film, der hier so gut abgeschnitten hat. Das wird mein erster Biografie-Film überhaupt sein. Herz

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Daywalker : : Moviejones-Fan
22.04.2026 17:45 Uhr
0
Dabei seit: 01.01.23 | Posts: 362 | Reviews: 0 | Hüte: 7

Ein Film der genauso gut ist wie Elvis.

Da freut man sich auf Michael 2 oder Jackson je nachdem wie er heißen wird.

Allein die History Tour wo die 10m Statuen an den Austragungsorten aufgstellt wurden. Dangerous, Invicible etc. da gibt es schon noch gute Momente.

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DerDoctor : : Moviejones-Fan
22.04.2026 17:00 Uhr
0
Dabei seit: 07.02.18 | Posts: 98 | Reviews: 0 | Hüte: 4

Ich denke, die vier Sterne kommen vom Gefühl, was der Film transportiert. Für meine Generation ist Jackson ein wichtiger Teil der Jugend, und man taucht wohl zwei Stunden in eine schillernde Welt ein. Die Wahrheit ist bitter genug ( Wer kennt sie schon) aber man darf auch mal der Magie Tribut zollen. Scheint schwer unterhaltsam zu sein. Und die die Probleme behandelnden Biographien von Whitney und Amy sind beide gefloppt

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