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Kinder, Gewaltfilme und FSK Forschung

Was passiert, wenn Kinder zu früh Gewaltfilme sehen? Was die Forschung sagt

Was passiert, wenn Kinder zu früh Gewaltfilme sehen? Was die Forschung sagt
14 Kommentare - So, 10.05.2026 von MJ-GPJ
Viele erinnern sich noch an den einen Film, den sie eigentlich viel zu früh gesehen haben. Manche fanden es spannend, andere hatten tagelang Albträume. Doch was sagt die Forschung heute wirklich über Gewaltfilme, FSK-Freigaben und Kinder, die mit brutalen Szenen überfordert werden?

Viele Moviejones-Leser dürften sich dabei selbst wiedererkennen. Gerade wer mit VHS, DVD oder frühem Internet aufgewachsen ist, hat vermutlich deutlich vor der offiziellen Altersfreigabe Dinge gesehen, die eigentlich „zu früh“ waren, vom ersten Horrorfilm auf einer Übernachtungsparty bis zum heimlich mitgeschauten Actionfilm der Eltern. Für viele von uns gehört das fast schon nostalgisch zur eigenen Filmjugend dazu.

Was macht der Konsum von Gewaltfilmen mit Kindern?

Die Forschung sieht das Thema mittlerweile deutlich komplexer als das klassische „Hat mir nicht geschadet“. Denn Kinder verarbeiten Gewalt anders als Erwachsene. Vor allem jüngere Kinder können brutale oder bedrohliche Szenen oft noch nicht richtig einordnen. Besonders belastend wirken laut Studien:

  • realistische Gewalt,
  • leidende Opfer,
  • plötzlich auftretende Schockmomente,
  • oder Gewalt ohne sichtbare Konsequenzen, wo Gewalt oft humorvoll oder cool inszeniert wird.

Typische Folgen sind dabei nicht automatisch „Gewaltbereitschaft“, sondern oft zunächst Angstreaktionen wie Schlafprobleme, Albträume, Nervosität oder Bilder, die lange im Kopf bleiben (Brown University Health, 2025). Die Folgen von unangemessenen Medienkonsum sind also für Erwachsene nicht immer leicht sichtbar.

Und Gewalt? Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2025 fand einen wechselseitigen Zusammenhang zwischen häufigem Konsum von Mediengewalt und aggressiverem Verhalten bei Jugendlichen. Dabei zeigte sich: Wer häufiger Gewaltmedien konsumierte, zeigte später tendenziell mehr aggressives Verhalten, das muss aber nicht kausal sein, denn gleichzeitig griffen aggressivere Jugendliche später auch häufiger zu gewalthaltigen Medien. Die Forschenden betonen, dass Mediengewalt nicht automatisch Aggression verursacht, sondern mit vielen weiteren Faktoren zusammenwirkt, etwa Persönlichkeit, sozialem Umfeld und familiärer Situation.

Im schlimmsten Fall können Filme oder Serien sogar einzelne Gewaltmethoden "populär" machen. Oft genannt wird dabei die berüchtigte „Randsteinbiss“-Szene aus American History X, die wegen ihrer extremen Brutalität bis heute als eine der verstörendsten Gewaltszenen der Filmgeschichte gilt und tatsächlich dokumentierte Nachahmungsfälle hervorgebracht hat.

Ein weiterer Punkt, der immer wieder diskutiert wird, ist die sogenannte Desensibilisierung. Vereinfacht gesagt: Wer ständig Gewalt sieht, reagiert emotional irgendwann weniger stark darauf. Gewalt erscheint normaler oder alltäglicher. Genau davor warnen Kinder- und Jugendpsychologen seit Jahren (American Psychological Association, 2023).

Gleichzeitig ist die Forschung heute vorsichtiger geworden als früher. Auch die berühmten alten „Killerspiel“-Debatten mit einfachen Schuldzuweisungen gelten inzwischen als zu oberflächlich. Viele Studien zeigen zwar Zusammenhänge, aber keine einfache Formel nach dem Motto: „Gewaltfilm rein = aggressives Kind raus.“ Dafür spielen zu viele Faktoren mit hinein:

  • Die Erziehung,
  • psychische Stabilität,
  • soziales Umfeld,
  • Medienkompetenz,
  • und die Frage, ob Erwachsene Inhalte begleiten oder Kinder damit alleinlassen.

Ganz wichtig: Nicht jedes Kind reagiert gleich. Aber Kinder sind eben keine kleinen Erwachsenen, die das selber gut einschätzen und verarbeiten können.

Und trotzdem bleibt ein interessanter Widerspruch, den wir immer wieder hören: Viele Erwachsene erinnern sich heute mit einem gewissen Stolz daran, viel zu früh harte Filme gesehen zu haben, aber oft eben auch an die Szene, die sie wochenlang beschäftigt hat.

Welcher Film war für euch eigentlich viel zu früh?

Welche Szene hat euch damals komplett erwischt?

Oder sagt ihr bis heute: „Hat mir nicht geschadet, im Gegenteil“?

Und würdet ihr bei euren eigenen Kindern heute strenger sein?

Erfahre mehr: #Action, #Horror, #Debatte
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14 Kommentare
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Naasguhl : : Moviejones-Fan
11.05.2026 11:53 Uhr
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Dabei seit: 21.03.10 | Posts: 536 | Reviews: 28 | Hüte: 12

seid ich selbst (BJ 77) Verantwortung mit dafür tragen muss was ich meinem Sohn (BJ 2018) filmisch zumuten kann sehe ich dass ganze natürlich auch etwas anders als noch für mich selbst als frühjugendlichem. Das heutige Massenagebot an Filmen macht es mir aber auch wesentlich einfacher den Nachwuchs noch von den Filmen wegzuhalten die noch nicht so unbedingt was für Kinder sind. Grundsätzlich haben meine Eltern da ganz gute Aufklärung geleisten wenn es mal einen Film gab der in der Gewaltdarstellung doch schon mehr gezeigt hat als das übliche peng peng und theatralsiche sterben in meinen geliebten "Winnetou-Filmen". Ich habe bis heute ein "gesundes" Verhätnis zu Gewalt, der Diffenrenzierung zwischen Gewalt im wahren Leben und auf der Leinwand gezeigten und werde auch bei meinem Zwerg ebenfalls darauf achten. lieber zusammen etwas schauen und vorwarnen können und bei Bedarf erklären können als das er heimlich schaut und damit allein gelassen wird.

Gibbs Regel Nr.28: Wenn du Hilfe brauchst, dann frag nach Hilfe!

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Rotwang : : Moviejones-Fan
11.05.2026 11:20 Uhr | Editiert am 11.05.2026 - 15:25 Uhr
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Dabei seit: 11.06.20 | Posts: 1.481 | Reviews: 0 | Hüte: 42

Ein Punkt wurde hier erwähnt man hat halt drüber gesprochen und dass hat auch noch beim aufarbeiten geholfen. Wie auch CountDooku schrieb die Eltern haben einen da auch was zu erklärt, das ist prinzipiell besser als es zu verbieten, glaube das bringt dann genau das Gegenteil.

Ich glaube dass der prinzipiell freie Zugang zu pornografischem Material kritischer ist, wenn ich mir so anhöre wie Jugentliche heute so reden. Ich meine früher hätte man solche Filme auch bekommen, aber prinzipiell waren andere Sachen interessanter, als Genitalien, die ohne Unterlass ihre Tätigkeiten vollziehen, als würden sie Maschinen in fernen Galaxien antreiben um dort die Sauerstoffversorgung zu gewehrleisten.

Hat man sich mal angesehen, aber man hat sich da nicht zum Pornoschauen verabredet. Glaube hier wird viel häufiger die Relaität mit der Fiktion verwechselt.

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CountDooku : : Moviejones-Fan
11.05.2026 10:51 Uhr
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Dabei seit: 01.06.11 | Posts: 597 | Reviews: 6 | Hüte: 2

Zu meiner Schulzeit waren die Actionfilme von Arnie, Sly und Van Damme Hauptgespräch auf dem Schulhof.

Ich hab während dieser Zeit auch viel Spott und Schläge von meinen Klassenkameraden ertragen müssen. In der heutigen Zeit mit Cybermobbing und so hätte man mich sicher total gebrochen und ich hätte wohl Selbstmord begangen.

Filme und Bücher waren mein einziger Trost gewesen. Ich hatte zwar oft den Wunsch mit diesen A-Löchern so umzugehen wie es Arnie mit seinen Feinden in den alten Filmen macht, aber ich wusste dank meiner Eltern und den Filmen was richtig und falsch ist.

Als 2002 die Killerspieldebatte war, hat mich aufgeregt, dass ausgerechent diejenigen ohne wirkliche Kenntnis zu dem Thema die Meinungshoheit hatten.

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MrBond : : Imperialer Agent
11.05.2026 09:56 Uhr
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Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 4.003 | Reviews: 25 | Hüte: 615

Joar, auf dem Schulhof kannte jeder Terminator, Robocop, Poltergeist, Rambo, Alien usw... man hatte sich fasziniert über die Filme unterhalten. Ob dadurch jemand gewalttätig geworden ist? Das letzte Klassentreffen lässt vermuten, dass es alle gut überstanden haben ^^.

Dass es für mich eine klare Grenze zwischen Fiktion und Realität zu geben schien, stellte ich eines Morgens auf dem Schulweg fest. Mein Weg führte mit dem Zug zur Schule, als derselbe an jenem Morgen plötzlich und abrupt auf offener Strecke anhielt. Kurz später fuhr er dann weiter und auf dem anderen Gleis waren klar die Überreste eines Selbstmörders zu sehen (der größte Teil zwar bereits durch eine blaue Plane abgedeckt, aber doch noch diverse "Einzelteile" und Blut). Mir war so schlecht an diesem Morgen und ab da war mir auch eindeutig bewusst, dass mein Gehirn Brutalität/Gewalt in Filmen sehr wohl von der Realität zu unterscheiden vermag.

Das soll aber nicht heißen, dass ich diese Studien für überflüssig halte. Ich vermute aber, dass es teilweise eher so läuft, dass Charakter, die ohnehin zu Gewalt neigen (woher sie das auch immer haben mögen... Soziales Umfeld? Vererbt?), sich auch zu Gewalt in Filmen/Computerspielen hingezogen fühlen und damit etwas kompensieren, oder ggf. verstärken, während andere Menschen das aus reine Unterhaltung konsumieren. Das Gehirn ist nun mal ein komplexes, schwer zu verstehendes Organ.

Letztlich ist es das klassische Henne-Ei-Prinzip, oder was ich bei unklarer Forschung gerne sage: "Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt, wie`s ist".

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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GPJ : : Popcornologe
11.05.2026 08:57 Uhr
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Dabei seit: 26.09.24 | Posts: 1.157 | Reviews: 4 | Hüte: 64

Bei mir waren es auch zahlreiche Filme, die mich einerseits geänstigt haben, gleichzeitig aber auch fasziniert.

Poltergeist, Carrie, Das Ding aus einer anderen Welt, Aliens und Westworld, daran erinnere ich mich zu gut, das hat sich tief in mein Gehirn eingebrannt. Meine Familie hat da gar nicht drüber nachgedacht, wie das auf mich wirkt.

Und wie im Artikel ja steht, jedes Kind ist anders, gewalttätig wurde ich dadurch nicht, eher ängstlich, aber das hat sich auch verwachsen.

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Rotwang : : Moviejones-Fan
11.05.2026 07:44 Uhr | Editiert am 11.05.2026 - 08:53 Uhr
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Dabei seit: 11.06.20 | Posts: 1.481 | Reviews: 0 | Hüte: 42

Habe mit 10 als Beispiel RoboCop gesehen, dass muss die ungeschnitene Fassung gewesen sein, da der Film damals recht frisch war, habe erst sehr viel später den Film mal wieder ungekürzt gesehen und empfand die Szene in der Murphy umkommt, schon recht hart, aber als Kind ist mir das nicht in Erinnerung geblieben.

Für mich war immer klar, dass das Fiktion war, also alles in Filmen, naja bei Gesichter des Todes dachten wir schon, dass es sich alles um echte Szenen handeln würde.

Heute finde ich einiges an Gewalt unangenehm, wie in die Passion Christi, andere unterhaltsam speziell wenn sie überzeichnet ist, Horror-Filme bis auf Ausnahmen wie die Fliege haben mich selten catchen können.

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Rotschi : : Wilder Roboter
10.05.2026 23:12 Uhr
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Dabei seit: 17.12.09 | Posts: 1.577 | Reviews: 6 | Hüte: 57

Tatsächlich auch Terminator 1 mit 6 oder 7. Ich glaube ich war gerade so eingeschult gewesen.

Meine Mutter hat auf der Couch geschlafen und ich habe auf Sat1 Kommissar Rex geschaut. Anschließend kam Terminator. Ich war direkt fasziniert und gefesselt vom Film. Als die Szene mit dem explodierten LKW kam und der Terminator augenscheinlich zerfetzt wurde, die stimmige, eigentlich eher positive Musik einsetzte, Kyle und Sarah sich in den Armen lagen, war ich einfach glücklich.

Aber dann erhebt sich das Endlosskelett mit schrillender musikalischer Untermalung... Zack auf die Fernbedienung gehämmert, TV ausgeschaltet und ins Bett gerannt.

Erinnere ich mich über 30 Jahre später noch dran, als wäre es gestern gewesen.

Ansonsten war es noch Alien 2 (tatsächlich vor Alien gesehen). Mit meinem älteren Bruder im Ehebett der Großeltern geschaut. Da kam die Szene fast am Anfang wo Ripley träumt, dass ein Xenon aus ihrem Brustkorb bricht...

Mein Bruder 13 ich 6 oder 7... Hat die Szene nachgespielt. Hab mir vor Angst fast in die Buchs geschickt**en.

Aber auch dazu muss ich sagen. Direkter Fan von James Cameron geworden.

Toller Beitrag btw. und sehr wichtiges Thema.

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SheldonOberon : : Moviejones-Fan
10.05.2026 22:40 Uhr | Editiert am 10.05.2026 - 22:48 Uhr
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Dabei seit: 11.02.23 | Posts: 333 | Reviews: 0 | Hüte: 5

Ich habe bereits mit 6 Horrorfilme ohne Altersfreigabe gesehen. Allerdings nicht heimlich sondern mit meinen Eltern, die mir immer erklärten, dass das gespielt war, kein echtes Blut sondern Ketchup (Filmblut) usw. daher waren für mich Horrorfilme sehr früh reine Unterhaltung. Ein schönes schauriges Kribbeln, ein über den Rücken ziehender Ekel, das hat Spaß gemacht.

Von meinen heimlichen Reinschleich-Versuchen in die Videothek um selbst die Horrorfilme auszusuchen habe ich noch schöne Erinnerungen.

Erschrecken konnte mich tatsächlich nur ein einziger Film, sodass ich 1 - 2 Nächte im Bett nervös war und das war "ES". Ich mochte eh keine Clowns und die Szene wie dieses Vieh in der Kanalisation saß hatte sich eingebrannt. Ein Drama war das jetzt aber auch nicht. Ein paar andere Filme ließen mich maximal die Decke ein wenig höher ziehen, aber das war es mir immer wert.

Resultat ist, ja, gegen fiktive Gewalt bin ich abgestumpft, da kann der Gore und Splatter Faktor gar nicht hoch genug sein, in der Realität sehe ich das definitiv deswegen nicht weniger schlimm. Realität ist eben nicht Fiktion was das anbelangt.

Gewaltätig bin ich auch nicht. Ich habe mich noch nie geprügelt oder jemand absichtlich verletzt, ich hatte auch keine Fantasien davon das nachzuspielen, für mich war das einfach ein lustiger Filmabend mit meinen Eltern die immer aufgepasst haben, dass ich genau verstehe, dass das nicht echt ist und das haben sie sehr gut gemacht.

Ich war allerdings auch schon immer etwas frühreif was sowas anbelangte. Ich würde auch nicht behaupten, dass das bei jedem Kind geht. Manche brauchen eben für die Unterscheidung länger oder sind ängstlicher.

„Ein Spiel für jeden der drauf sinnt, wie er seiner Welt entrinnt.“

Jumanji

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Stahlking : : Moviejones-Fan
10.05.2026 17:13 Uhr | Editiert am 10.05.2026 - 17:14 Uhr
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Dabei seit: 23.12.09 | Posts: 279 | Reviews: 0 | Hüte: 4

Ich kann mich genau daran erinnern wann ich das erste mal ein FSK 18 Film gesehen habe,als wäre es gestern ^^

Da müsste ich 11 oder 12 gewesen sein und habe da mit meinem Vater Tanz der Teufel 1 auf VHS geschautsmile

Da begann mein Fabel für Horrorfilme und geschadet hat es ich mich bis heute nicht.

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Serum : : Moviejones-Fan
10.05.2026 16:24 Uhr | Editiert am 10.05.2026 - 16:36 Uhr
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Dabei seit: 25.01.15 | Posts: 504 | Reviews: 0 | Hüte: 15

victory Ich bin in meinen 36 Jahren noch nie Straffällig geworden und wurde auch noch nie wegen etwas angezeigt, obwohl ich schon mit 7 Jahren Shooter spielte und Horrorfilme schaute, wofür man in den 2000ern und 2010ern von den Medien und so manch Politikern als möglicher Amokläufer abgestempelt wurde.
Für mich waren Shooter und Horrofilme eine Möglichkeit meine Wut loszuwerden und Gewaltfantasien Bildlich auszuleben, die sich bei mir in der Schulzeit gegen andere Schüler und Lehrer ansammelten, weil die einen mich Mobbten und die anderen nichts dagegen unternahmen, sondern einen sogar bestraften, weil es in deutschen Schulen so ein Blödsinn wie "die Mehrheit kriegt immer Recht" gibt, Beziehungsweise die Lehrer immer der Mehrheit glauben, ganz gleich ob man sich gegen 3 Leute gewährt hat, wenn diese sagen man hätte angefangen, dann glaubt der Lehrer denen und nicht dir, vor allem wenn du ein Klassenlehrer hast der in der DDR aufgewachsen ist und alle aus der ehemaligen Sowjetunion verabscheut.
Ich bin in Kasachstan geboren, unter Nationalität steht in meiner Geburtsurkunde Deutsch, bei meinen Eltern ebenfalls, trotzdem werde ich bis heute in Deutschland als Russe abgestempelt, genauso wie meine Eltern, während wir in Kasachstan als Deutsche galten und sogar als Faschisten beleidigt wurden, weil meine Vorfahren sowohl Väterlicher als Müterlicherseits im 19.ten Jahrhundert aus Deutschland in die Ukraine/Kasachstan ausgewandert sind.

Gibt ja nicht um sonst das Sprichwort:
„Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Paar Schuhe“
Welches auch die Gerichte in Deutschland wiederspiegelt, Recht bekommt wer die besten Anwälte hat, sowie die meisten Zeugen zu seinen gunsten geschmiert hat und nicht der, der wirklich im Recht ist.

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Bibo : : Moviejones-Fan
10.05.2026 15:11 Uhr
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Dabei seit: 30.04.19 | Posts: 945 | Reviews: 0 | Hüte: 11

Dawn of the Dead, Argento Cut, ich war sieben Jahre jung. Seitdem liebe ich Zombies im Speziellen und Horrorfilme im Allgemeinen.

"Zitierst Du da jemanden oder ist das auf dein Steißbein tätowiert?"

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
10.05.2026 15:08 Uhr | Editiert am 10.05.2026 - 15:12 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 9.107 | Reviews: 150 | Hüte: 767

Als ich etwa 5 Jahre alt war, habe ich ohne Erlaubnis bei meinen größeren Brüdern Terminator 1 durch einen Türschlitz mitgeschaut. Das Ende, wenn der T-800 nur noch als Roboter zu sehen ist, hat mich damals extrem verstört und verängstigt. Ich konnte nicht mehr einschlafen und hatte immer Angst vor dem Terminator, und im Dunkeln habe ich ihn überall im Schatten gesehen. Und die Träume davon waren auch heftig.

Das Ende vom Lied war, dass ich mich an Alpträume gewöhnt habe und mit der Zeit als Erlebnis lieben gelernt habe. Seitdem habe ich keinerlei Ängste mehr im Dunkeln, und ich liebe es, Alpträume zu haben. Mir ist fast immer bewusst, wenn ich träume, und ich genieße jeden Traum wie einen (mehr oder weniger abstrakten) Film. Träume sind was wunderbares, auch Alpträume. Ich wache auch niemals verschwitzt oder verängstigt auf, weil ich halt "aktiv" träume.

Also ich kann für mich sagen, dass es als Kind schlecht war, Terminator unerlaubt gesehen zu haben, aber dass dies mit der Zeit dazu geführt hat, dass ich daraus etwas positives mitgenommen habe.

Ich habe in meiner Jugend dann viele FSK-18 oder FSK-16-Filme schon mit 10 oder 12 Jahren gesehen, aber das hat dann keinerlei negative Auswirkungern mehr gehabt. Mir war dann immer bewusst, dass dies nur Filme sind und ich das nicht auf die Realität übertragen kann und darf. Ich lehne seit jeher Gewalt jeglicher Form ab und versuche immer, alle Konflikte möglichst friedlich zu lösen oder sie zu meiden. In Filmen jedoch habe ich absolut nichts dagegen.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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Pixeler : : Moviejones-Fan
10.05.2026 13:38 Uhr
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Dabei seit: 11.07.23 | Posts: 116 | Reviews: 0 | Hüte: 3

GPJ - Klasse Beitrag von dir!
Gerade für mich als Jahrgang 70 ist das ein sehr spezielles Thema.
Mit 12 ging mein Schulweg an einem "2. Klasse Kino" vorbei. EIn Bild im Schaufenster das mir nie mehr aus dem Kopf ging, ist eine Szene aus "Lebendig gefressen", wo einer Frau die Brust abgeschnitten wird. 1983 waren dann urplötzlich alle Zombie- und Kannibalenfilme u.m. verboten. Es war auch das Jahr wo ich beim Nachbarjungen meinen ersten heftigen Horrorfilm gesehen habe. Genau so hatte ich mir Horrorfilme vorgestellt: Tanz der Teufel. Heute ist das für die Jungen wahrscheinlich eine Komödie. Tatsächlich gab es dazumal keinen heftiger Horrorfilm in der Videotheke, zumal auch Evil Dead verboten wurde. Ich konnte es nicht verstehen, warum gerade in den 80er alles was in den 70er noch legal war, für meine Generation verboten wurde. Zombiefilme von Romero oder Fulci - absolut keine Chance... ich habe es versucht...mit Hingabe. So wurden wir in den Mid-80er mit Softhorror à la Fright NIght bei Stange gehalten, Nightmare on Elm Street war da schon ein Brutalo-Highlight. 1987 kam dann Hellraiser ungeschnitten ins Kino, das war definitiv eine härtere Gangart. Ich glaube auf Video war der dann cut. Auch die 90er lieten diesbezüglich unter einer christlich geprägten FSK. In den 00er-Jahren begannen dann, was Härte angeht, alle Dämme zu brechen. Das Internet kam und ich erfuhr, dass es in Östereich all die Zombies- und Kannibalenfilme legal zu kaufen gab... was ich coole Socke dann auch tat. Endlich sah ich Dawn of the Dead und meinen Favoriten Day of the Dead.
Die Franzosen brachten mit High Tension, Frontier, Inside und Märtyrs gleich vier hammerharte Horrorstreifen ins Kino. In den 20er angelangt, kommt es mir vor als ob die FSK von einer satanische Sekte geführt wird.
Mir schüttelt sich der Kopf wenn ich mich frage ob das gut für die Jungen (auch die Alten) ist.

Ein Film den ich bereue gesehen zu haben ist Guinea Pig. Ansonsten bin ich trotz massivem Horrorfilmkosum nach wie vor Pazifist.

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Manisch : : Gutmensch <3
10.05.2026 12:57 Uhr
0
Dabei seit: 19.10.18 | Posts: 1.943 | Reviews: 31 | Hüte: 131

Ich glaube, da ist es schwer, Kausalität und Korrelation auseinanderzuhalten.

Sprich:
Vermutlich ist die Verfügbarkeit von Gewalt-Content für Kinder aus ohnehin prekären Haushalten eher gegeben.

Ich erinnere mich eigentlich an 2 Sachen:
Im Urlaub gab es wo Arcade Automaten. Auf einem lief dann auch Mortal Kombat. Und da standen wir dann irgendwie als 6, 8 oder 10-Jährige drum und haben den Älteren beim Zocken zugeschaut, bzw. irgendwann auch mal selber probiert, aber natürlich nur wie blöd Knöpfe gedrückt und nicht wirklich was verstanden. Aber gerade die brutalen Moves waren schon faszinierend.

Und das andere war Jurassic Park. Wobei die Gewalt da natürlich eine andere ist. Aber es war irgendwie eine Hassliebe, weil man gerade in dem Alter Dinos natürlich sehr cool findet. Auf der anderen Seite waren die T-Rex und Raptoren-Szenen doch immer ein bisschen zu viel laughing

Ansonsten erinnere ich mich an nicht wirklich was, was nennenswert brutal, oder gewalttätig gewesen wäre, was ich in dem Alter geschaut habe. Glaube, oft hat auch einfach der Reiz gefehlt, weil es ja schon ernstere Stoffe sind. Da schaut man dann doch lieber irgendeine Komödie, Sci-Fi, Anime, oder was auch immer.


AfD-Verbot (:

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