Adaption des Klassikers und Marvel-Charakters von Robert E. Howard, Roy Thomas und Barry Windsor Smith.
Das für viele Jahre in der Produktionshölle verweilende „Red Sonja“ Reboot, oder halt ein neuer Versuch mit der Vorlage was anzufangen, startete mehr schlecht als recht 2025 in den USA und nun im Februar 2026 auch bei uns im Streaming und als DVD/Blu-Ray Release. Also ähnlich wie damals „Solomon Kane“, überspringt der Film einen Kinorelease.
Im Prinzip nicht verwunderlich, denn der Film stand unter keinem guten Stern und hatte immer wieder viele Probleme in seiner Entstehung und man musste auch befürchten hier nur das nächste „Woke-Fest“ zu bekommen.
Überraschenderweise ist der Film aber das nicht geworden, aber trotzdem ein echtes „Trash Fest“.
Die Hauptdarstellerin Matilda Lutz geht eigentlich so halbwegs in Ordnung, ist aber jetzt keine begnadete Darstellerin. Für eine rote Sonja reicht das aber vollkommen aus. Dagegen ist der Nebencast wirklich ein echter B-Cast oder Schlimmeres. Allein die ganzen Dialoge, was auch nicht für das Drehbuch spricht, welche die Figuren hier von sich geben, sind schon arg grenzwertig.
Vieles wirkt hier sehr steif präsentiert und eingerahmt und wirklich gute Ideen findet man auch keine im ganzen Film. Der Film und sein Skript sind halt wenig originell und strotzen teils nur so von Klischees. Dazu kommen die nicht besonders gelungenen Kampfchoreografien und Actionszenen, die eher behäbig als spannend daherkommen.
Ich will jetzt aber auch einen Film nicht dafür abstrafen, dass er mit seinem nur etwa 17 Millionen Dollar umfassenden Budget nicht besonders toll aussieht, wenn viele Blockbuster, die hunderte Millionen von Dollar einsaugen, es auch nicht besser hinbekommen.
Ja, das CGI kann man eigentlich gleich vergessen, aber der Film nutzt hauptsächlich praktische und handgemachte Effekte, Sets und Preps, wo es nur geht. Das sieht zumindest natürlicher aus als der nächste CGI-Overkill.
Die erste Verfilmung von 1985 hatte zwar auch nur etwa 17 Millionen Budget, aber damals konnte man mit solch einem Betrag halt deutlich mehr aus einem Film rausholen. Daher sieht der Film mit Nielsen und Schwarzenegger auch heute noch deutlich wertiger aus.
Was „Red Sonja“ einfach fehlt, ist der epische Ansatz und die großen Breitwandbilder eines „Conan der Barbar“. Das wird man heute mit 17 Mille einfach nicht hinbekommen, da müsste man schon deutlich tiefer in die Tasche greifen.
„Red Sonja“ ist kein Totalausfall, aber ein in so ziemlich allen Belangen recht mittelmäßiges Werk. Für Freunde des gepflegten Trashfilms, könnte er aber durchaus eine Einmalsichtung standhalten.
Meine Bewertung
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
“The problem with socialism is that you eventually run out of other people’s money.”