Seit vielen Jahren lebt das Mädchen Tom mit ihrem Vater Will, einem Kriegsveteranen, in der Wildnis von Portland. Als ihr Zuhause durch Zufall durch die Behörden entdeckt wird, kümmert sich die Sozialbehörde um die Familie und siedelt sie in einer neuen Umgebung an. Doch obwohl die beiden versuchen sich anzupassen, sehen sie sich bald wieder dazu gezwungen, in die Wildnis zu fliehen.
Leave no Trace hat auf Rotten Tomatoes einen Score von 100% bei aktuell 253 Reviews, was ihn in den Punkt zum bestbewerteten Film der Seite macht. Daher hab ich mir den Film heute angeschaut.
Mir hat der Film ziemlich gut gefallen, ein ruhiges, subtiles Drama mit starken Performances, schönen und schön gefilmten Locations und einer eigentlich traurigen Story (Kriegsveteran mit PTBS kann mehr in der normalen Gesellschaft leben), die aber auch ihre schönen Seiten hat. Die Stille, das ruhige, einfache Leben im Wald abseits der hektischen Gesellschaft spricht mich sehr an. Die Beziehung zwischen Tom und Will hat mir gefallen, ebenso die Entwicklung bis zum Ende.
Leave no Trace zeigt, dass es nicht viel braucht, um den Zuschauer an den Bildschirm zu fesseln. Daher freue ich mich, dass gerade so ein Film so gute Bewertungen erhalten hat und somit vlt. etwas mehr Aufmerksamkeit bekommt.
Meine Bewertung
Mein Letterboxd-Profil /// (ehem. FlyingKerbecs) /// aktuelle Anime-Empfehlungen: Sentenced to be a Hero // Hell’s Paradise // JJK (bei Crunchyroll)
Ich habe mir den Film am 07. August 2021 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Sehr einfühlsam und zurückhaltend erzählt, starke Darsteller, keine Effekthascherei durch Überdramatisierung, sehr fein gezeichnete Figuren(-wandlungen), ansprechend gefilmt (im Nachhinein nicht verwundert gewesen, dass Debra Granik hier am Werk war ("Winter’s Bone")). Interessante Einblicke ins amerikanische Hinterland und abseitige Strukturen, die zum Nachdenken anregen..
Mittlerer Unterhaltungswert!
Niedriger Wiederschauwert!
Empfehlenswert!
Meine Bewertung
- CINEAST -
Der Film fängt etwas zäh an als gängiges aussteigerdrama, entwickelt aber in der zweiten hälfte eine starke Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren, die die dysfunktionalen Strukturen ihrer besonderen beziehung offenlegt und sozialer, sowie mentale einengung thematisiert. Also Daumen hoch
Meine Bewertung