Becket Redfellow (Glen Powell) verfügt über gutes Aussehen, Charme, Witz und Bildung. Doch eins hat er nicht: das Geld seiner Familie, von dem er überzeugt ist, dass es ihm zusteht. In diesem Glauben hat ihn seine Mutter erzogen, die einst als Erbin des gigantischen Redfellow-Vermögens vorgesehen war, dann aber von der Familie verstoßen und enterbt wurde. Nach ihrem Tod ist Becket fest entschlossen, sich zurückzuholen, um was er uns seine Mutter in seinen Augen gebracht wurden – nur gibt es da ein kleines Problem: Sieben Verwandte stehen zwischen ihm und der Erbschaft, die ihm eben nur zufallen wurde, wenn sonst gar kein anderer Redfellow mehr lebt. Also muss der vom Drang nach Höherem getriebene Becket sich einiges einfallen lassen, um die Verwandtschaft mittels kreativer „Unfälle“ um die Ecke zu bringen, die nicht auf ihn zurückfallen können – denn im Gefängnis hätte er von einer etwaigen Erbschaft nicht mehr viel. Während er seine Pläne schmiedet, muss er aber gleichzeitig auch das Gesicht vor seiner neuen Freundin Ruth wahren. Und dann wäre da noch seine Jugendliebe Julia (Margaret Qualley), die plötzlich wieder auf der Bildfläche erscheint…
Entgegen meiner Erwartungen nach dem Trailer ist "How to make a killing" in meinen Augen letztendlich doch nur ein recht langweiliger und mittelmäßiger Film. Glen Powell hat mir wie immer gut gefallen, und er trägt die Hauptrolle auch problemlos, jedoch ist die Handlung einfach nicht sonderlich spannend. Der Film hätte mehr Biss, mehr Humor und mehr Thriller vertragen können. Vieles blieb zu oberflächlich, sowohl Charaktere als auch Handlung, dazu wird nie so recht glaubhaft vermittelt, weshalb Beckett denn nun wirklich so viele Morde begeht, um an das Erbe zu gelangen und weshalb er dabei so gefühlskalt und gewissenlos ist, denn er schien eine gute Mutter gehabt zu haben, ebenso eine gute Kindheit bis zum Tod seiner Mutter. Was danach in seiner Jugend geschah, bleibt uns der Film schuldig, irgendwo muss Beckett doch sein Gewissen verloren haben.
Die ersten drei Morde sind noch einigermaßen witzig, allerdings verliert sich der Film danach ein wenig und wird unglaubwürdig und auch zäh. Das FBI tritt auf den Plan, um dann doch keine Relevanz zu haben. Es gibt zu wenig "Krimi" und "Katz-und-Maus-Spiel" zwischen Beckett und dem FBI. Dem Film fehlt irgendie der "Biss", das gewisse "Etwas", die "Würze".
Das Ende war dann leider auch ziemlich bescheiden. Wenn Beckett dann wenigstens in einer Post-Credit-Szene noch Julia ermordet hätte, denn die hat es nicht anders verdient. Auch so ein kaltherziges Biest.
Musikalisch ist bei mir auch nichts hängengeblieben, wirklich gut war da kein Musikstück.
Bewertung: 5/10 Punkte
Wiederschauwert: Keiner
Nachhaltiger Eindruck: Gering
Emotionale Tiefe: Gering
Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.