
Bewertung: 2 / 5
Während in den 90ern und den frühen 2000ern noch regelmäßig Katastrophenfilme über die Kinoleinwand flimmerten, ist das im Jahr 2026 eher selten geworden. Warum genau, lässt sich schwer festmachen. Man geht aber davon aus, dass diese Filme an den Kinokassen einfach nicht mehr den Erfolg einfahren wie früher. Dabei waren Titel wie „The Day After Tomorrow“ oder „2012“ riesige Hits – auch wenn das mittlerweile schon ziemlich lange her ist.
Mit „Greenland 2“ versucht man nun, dieses Genre wieder etwas mehr in den Fokus zu rücken. Der erste Teil war an den Kinokassen ein ziemlicher Überraschungserfolg, also war es eigentlich klar, dass eine Fortsetzung kommen würde. Doch jetzt, wo sie da ist, wird ziemlich schnell klar: Die hat eigentlich niemand gebraucht.
In „Greenland 2: Migration“ wird die Geschichte von John und Allison weitererzählt. Nach dem Kometeneinschlag haben sie es gemeinsam mit ihrem Sohn nach Grönland in einen riesigen Bunker geschafft, wo sie mit vielen anderen Überlebenden leben. Doch irgendwann zwingt ein schweres Erdbeben alle Menschen dazu, diesen Zufluchtsort zu verlassen und an die Oberfläche zurückzukehren. Dort werden sie mit den apokalyptischen Zuständen konfrontiert: Die Luft ist toxisch, das Wasser giftig und durch die beschädigte Atmosphäre dringt gefährliche Strahlung auf die Erde. Es gibt nur einen Weg zu überleben: Sie müssen zu dem größten Einschlagkrater des Kometenhagels reisen, denn dort – im Süden Frankreichs – soll ein Ort entstanden sein, an dem Leben noch möglich ist.
Der erste Teil hat sich viel zu viel Zeit dafür genommen, überhaupt erst zu erklären, was eigentlich los ist, bevor die Kometen endlich auf der Erde einschlagen. Das zog sich extrem und sorgte für viele sehr langweilige Momente, auch weil die Charaktere ziemlich oberflächlich und schablonenhaft gezeichnet waren. Der zweite Teil ist da deutlich schneller unterwegs und will auch klar spektakulärer sein. Man verbringt weniger Zeit im Bunker und schickt die Figuren recht zügig auf ihre Reise Richtung Südfrankreich.
Während es im ersten Film kaum Momente gab, in denen die Protagonisten wirklich um ihr Leben fürchten mussten, gibt es davon hier deutlich mehr. Das Problem ist nur leider: Spannung kommt dabei kaum auf. Auch in Teil zwei bleiben die Charakterzeichnungen sehr dünn und wirken extrem austauschbar. Gleiches gilt für die Action, die ebenfalls vorhersehbar und wenig einfallsreich ist. Eigentlich passiert hier nichts, was man nicht schon fünf Minuten vorher kommen sieht. Dadurch verpufft jede Spannung sofort und der Film plätschert größtenteils einfach vor sich hin.
Zwar gibt es ein paar Szenen, die optisch durchaus überzeugen können – etwa der ausgetrocknete Kanal zwischen Frankreich und England – aber viel mehr bleibt davon leider nicht hängen. Der Film bedient sich sehr stark bei anderen Katastrophenfilmen und spult dabei routiniert das kleine Einmaleins des Genres ab. Gerard Butler macht seine Sache solide, und auch Roman Griffin Davis, den man aus Jojo Rabbit kennt, ist gut. Aber darüber hinaus gibt es hier nicht wirklich viel zu erzählen.
FAZIT
Das alles ist zu absehbar, zu oberflächlich und insgesamt einfach zu seicht. Ja, durch die größere und etwas besser inszenierte Action macht der Film auf jeden Fall mehr Spaß als der erste Teil – aber das war’s dann auch schon.
Trailer zu Greenland 2 - Migration


