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Return to Silent Hill

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Mit "Return to Silent Hill" erwartet uns schon im Januar einer der schlechtesten Filme des Jahres

Return to Silent Hill Kritik

Return to Silent Hill Kritik
1 Kommentar - 28.01.2026 von Moviejones (MJ-SceneTalk)
Wir haben uns "Return to Silent Hill" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Return to Silent Hill

Bewertung: 1 / 5

Setzen wir uns alle einmal aufrecht hin, lesen diese Kritik konzentriert und halten uns am besten an den Händen – denn wir müssen reden. Es wird Zeit, über Return to Silent Hill zu sprechen, der Ende Januar endlich auch in die deutschen Kinos kommt.

Eigentlich sollte der Film schon vor vielen Jahren erscheinen, doch hinter den Kulissen gab es unzählige Probleme, die die Entstehung massiv torpediert haben. Und natürlich gehen solche internen Schwierigkeiten nie spurlos an einem Film vorbei. Meist merkt man sie spätestens beim Ansehen. Als Regisseur kehrt Christophe Gans zurück, der bereits den ersten Silent Hill von 2006 inszenierte – bis heute eine der besten Videospiel-Adaptionen überhaupt. Außerdem zeichnete er sich für den fantastischen Genre-Hybriden Pakt der Wölfe verantwortlich. Und damit haben wir leider auch schon fast alles Positive gesagt, das sich über diesen Film berichten lässt.

In Return to Silent Hill geht es um James Sunderland (Jeremy Irvine), der einen mysteriösen Brief seiner eigentlich verstorbenen Frau Mary (Hannah Emily Anderson) im Briefkasten findet. Daraufhin reist er in die Stadt Silent Hill, nur um schnell festzustellen, dass er sich in einer finsteren Zwischenwelt befindet: tagsüber bedrohlich, nachts ein absoluter Albtraum. Auf der Suche nach seiner Frau muss James nicht nur unzählige Monster überleben, sondern sich auch der Frage stellen, wer er eigentlich ist.

Der Film basiert auf Silent Hill 2, dem von Fans und Gamern meistgeliebten Teil der Reihe. Nachdem Christophe Gans mit dem ersten Film einen atmosphärischen Horror-Schocker ablieferte, übernahm bei Silent Hill - Revelation Regisseurin MJ Bassett – mit katastrophalem Ergebnis. Heraus kam ein hässlicher, schlecht gespielter und miserabel geschriebener Film, der kaum noch etwas mit der Vorlage zu tun hatte. Eine einzige Zeitverschwendung.

Mit dem dritten Teil sollte nun alles besser werden. Doch erneut sorgten interne Probleme für massive Verzögerungen, die dem Film deutlich anzumerken sind. Return to Silent Hill ist ein kläglicher Versuch, das beste Spiel der Reihe zu verfilmen – und scheitert dabei in nahezu jeder Hinsicht. Wenn Silent Hill - Revelations Fans wütend zurückließ, dann werden sie nach diesem Film vermutlich das Kino in Brand setzen wollen. Das hier gehört schon jetzt zu den schlechtesten Filmen des Jahres – und wir haben gerade mal Ende Januar.

Christophe Gans springt wild zwischen der Gegenwart in Silent Hill und der Vergangenheit von James Sunderland hin und her. Das Resultat ist ein extrem hektischer Film mit viel zu hohem Tempo, der sich paradoxerweise trotz seiner kurzen Laufzeit von nur 106 Minuten viel zu lang anfühlt. Der Grund ist simpel: Mit den Figuren wird absolut nichts gemacht. Sie bleiben flache, unausgearbeitete Schablonen, die orientierungslos durch den nebligen Dunst der verlassenen Stadt irren.

Gerade das ist besonders bitter, denn in den Spielen sind die Charaktere eine der größten Stärken. Ambivalente Figuren, innere Konflikte, persönliche Traumata – all das macht Silent Hill aus. Warum sind diese Menschen in der Stadt? Was bindet sie an diesen Ort? Und vor allem: Warum wurde James überhaupt hierhergerufen? All diese Fragen ignoriert der Film weitestgehend.

Noch schlimmer trifft es die Liebesbeziehung zwischen James und seiner verstorbenen Frau Mary – ein zentraler emotionaler Kern des Spiels. Hier bleibt davon nichts übrig. Nähe, Intimität oder auch nur ein Hauch von Chemie existieren nicht. Diese Romanze wird lediglich behauptet, ist aber bis zum Finale zu keiner Sekunde spürbar. Keine der zentralen Stärken des Videospiels wird ernsthaft übernommen oder weitergedacht.

Stattdessen wirkt der Film oft lustlos heruntergefilmt und mit möglichst vielen Insider-Referenzen überladen, die Fans zum Jubeln bringen sollen. Doch seien wir ehrlich: Niemand, der das Spiel liebt, wird mit diesem Film glücklich. Und selbst optisch kann Return to Silent Hill kaum etwas bieten. Der Look ist künstlich, steril und stammt viel zu häufig offensichtlich aus dem Computer. Zwar gibt es hin und wieder eine hübsch blutige Szene – besonders mit einer Kettensäge – doch das war’s dann auch.

FAZIT

Es gibt keine relevanten Schauwerte, die die eklatanten Schwächen des Drehbuchs ausgleichen könnten. Dieser Film ist eine Enttäuschung auf ganzer Linie und eine regelrechte Schande für alle Fans, die sich jahrelang darauf gefreut haben. Es ist dringend zu empfehlen, lieber noch einmal das Spiel zu starten, als 15 Euro für ein Kinoticket auszugeben. Das lohnt sich schlicht nicht. Und falls ihr euch trotz dieser Kritik entscheidet, doch ins Kino zu gehen und merkt, dass wir vielleicht recht hatten, dann gilt nur eines: Ihr wurdet gewarnt.

Return to Silent Hill Bewertung
Bewertung des Films
210

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1 Kommentar
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Soulbreaka : : Nummer 1
28.01.2026 13:31 Uhr
0
Dabei seit: 04.04.10 | Posts: 602 | Reviews: 10 | Hüte: 1

ich bn tatsächlich noch sehr gespannt auf den Film. Inzwischen halt aus anderen Gründen - um zu sehen, wie schlecht er wirklich ist.

Es war aber fast zu erwarten, dass der Film mit seiner relativ kurzen Laufzeit den Figuren nicht die nötige Tiefe verleiht und damit geht halt die Stärke der Spiele komplett verloren.

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