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Kritik: Der Rausch von ProfessorX

ProfessorX | 12.09.2021

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4 Kommentare
MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
19.09.2021 11:08 Uhr
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Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 2.051 | Reviews: 36 | Hüte: 183

ProfessorX:

Ich glaube im Kern, also vor allem wenn ich auf den zweiten Absatz schiele, haben wir den Film sehr ähnlich auf- und wahrgenommen.

Das einzige, was mich verwundert, ist wenn du von "Die Charaktere werden dabei in juveniler Art geschrieben, was an der Stelle eine der größten Schwächen des Filmes bedeutet."

...und einem "Guss aus Klischees" schreibst. Hier würde ich einwerfen, dass ja gerade Lehrer:innen immer damit konfrontiert sind, das eigene Älterwerden zu verarbeiten, weil sie ja jedes Jahr aufs neue aktiv daran erinnert werden, dass sie immer älter und die "Jugend" eben immer weiter entfernt wird. Dass der titelgebende Rausch scheinbar so wiederbelebend ist, ist ja einer der zentralen Punkte des Filmes, daher finde ich Midlife-Crisis in Kombi mit dem Beruf Lehrende eine eigentlich perfekte Wahl, um das Thema anzugehen.

“...and the stronger the fear of boredom, the louder the music."

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ProfessorX : : Moviejones-Fan
19.09.2021 11:36 Uhr
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Dabei seit: 17.05.14 | Posts: 663 | Reviews: 163 | Hüte: 21

@MB80

Ja, ich gebe zu es ist gut konstruiert und auch eine in sich stimmige Idee. Aber es ist auch in sofern klischeehaft als das Lehrern oft unterstellt wird, sie hätten ein Alkholproblem.

Insofern ist es eben auch gut konstriert, weil Lehrer - wie du ja selbst sagst - ewig mit der Jugend konfrontiert werden. Dennoch ist das sehnsüchtige Wiederfinden der Jugend durch Alkoholkomsum und in dieser Form samt Midlifecrises recht konventionell gehalten. Fehlt nur noch das alle Beteiligten in einen Strip-Club gehen.

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
22.09.2021 09:06 Uhr
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Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 2.051 | Reviews: 36 | Hüte: 183

Ja, ich verstehe schon besser was du meinst. Konventionell ist das Setting, aber ich würde sagen nicht die Umsetzung, deshalb fehlt da auch eine mögliche Strip Club Szene. Der Punkt des Filmes ist ja, dass die Charaktere nicht versumpfen, oder sich so Jugendträume erfüllen (oder wie man nen Ferrari bezeichnen möchte), sondern tatsächlich etwas ändern wollen. Sie wählen nur leider das falsche Ventil oder besser Werkzeug, aber da ist der Vinterberg ja wieder auffällig ambivalent...

“...and the stronger the fear of boredom, the louder the music."

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ProfessorX : : Moviejones-Fan
22.09.2021 19:39 Uhr
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Dabei seit: 17.05.14 | Posts: 663 | Reviews: 163 | Hüte: 21

@MB80

Nun Grundsätzlich ist auch der Gedanke richtig. Wobei mir persönlich das für Erwachsene Lehrer, die ja durchaus ein gewisses Maß an Bildung erfahren haben sollten, ein wenig blauäugig erscheint. Ich meine halt, es ist eine Idee die aus einem recht naivem Beisammensein entsteht und woraus letztlich auch nicht mehr wird. Also die Konklusion des Ganzen ist zwar nicht: Alkohol ist blöde. Aber der richtige Ummgang sollte schon gelernt sein und insofern sehe ich darin irgendwie nicht so die große Erkenntis, oder etwas, was die Charaktere jetzt in Bahnen gelenkt hätte, die man nicht von Anfang an hätte sehen können.

Auch ist es eben ein beliebter Kniff in solchen Filmen mit/über Drogen einen dabei zu haben, der dann am Ende völlig abkackt, der Protagonist eben getragen wird von seinem Leid, das jetzt auch nicht zwingend etwas mit der eigentlichen Thematik dann zutun hat, ect.

Für mich sind das klassische "Werdegänge" sozusagen. Schlecht ist der Film aber meines Erachtens auch nicht. Er ist sogar recht locker mit diesem Thema umgegangen, was ja bei einem solchem Film auch gerne mal schwierig ist. Wo eben dann so latent überhebliche konservative Anti-Drogen Kampagnen gerne mal auf ein anders Level heben.

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