
Die düstere Welt von Gilead lässt ihre Protagonistin nicht los. Zum Start der neuen Serie The Testaments - Die Zeuginnen (basierend auf Margaret Atwoods gleichnamigen Roman) gab es für Fans eine große Überraschung: Elisabeth Moss schlüpft bereits in der Pilotfolge wieder in ihre ikonische Rolle der June Osborne. Damit schlagen die Macher früh die Brücke zwischen der Originalserie The Handmaid’s Tale - Der Report der Magd und dem neuen Spin-Off.
Watch the trailer for #TheTestaments, a new story set within the world of The Handmaid’s Tale. Join this new generation of powerful young women. Streaming April 8 on @hulu and Hulu on Disney+. pic.twitter.com/9Rr2lHV6gI
— The Testaments (@testamentshulu) March 5, 2026
Ein Wiedersehen ohne Worte
Die Handlung von The Testaments - Die Zeuginnen setzt einige Jahre nach den dramatischen Ereignissen des Finales von The Handmaid’s Tale ein. June taucht in einer Szene in Toronto auf, dem Zufluchtsort vieler Gilead-Flüchtlinge. Dort begegnet sie der jungen Daisy (gespielt von Lucy Halliday). Die Szene verzichtet bewusst auf große Dialoge: Untermalt vom Cranberries-Klassiker "Dream" beobachtet June das Mädchen in einem Laden.
Für Showrunner Bruce Miller war dieser frühe Auftritt essenziell. Gegenüber dem US-Branchenmagazin Deadline erklärte er, dass June als Figur so tief in der DNA dieser Welt verwurzelt sei, dass eine Erzählung ohne ihre Präsenz kaum vorstellbar wäre.
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— The Handmaid’s Tale (@HandmaidsOnHulu) April 11, 2026
Hello, June. ???? pic.twitter.com/UzsuoULHDa
Zeitliche Anpassungen und neue Dynamiken
Interessanterweise weicht die Serienadaption in einem Punkt deutlich von der Romanvorlage ab. Während im Buch Die Zeuginnen die Figur Daisy als Junes leibliche Tochter Nichole enthüllt wird, erlaubt der zeitliche Rahmen der TV-Produktion von The Testaments - Die Zeuginnen diese direkte Verbindung nicht. Der Zeitsprung zwischen den Serien ist kürzer als der in Atwoods Romanen.
"Es gibt eine Nichole. Im Laufe der Staffel gibt es Hinweise darauf, dass sie mit June in Toronto lebt", stellte Miller im Gespräch mit TV Insider klar. Daisy fungiert in der Serie The Testaments - Die Zeuginnen stattdessen als eine Art Wahltochter für June (ist aber nicht wie im Buch Nichole).
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— The Testaments (@testamentshulu) April 1, 2026
Elisabeth Moss als kreativer Anker
Moss’ Beteiligung bei The Testaments - Die Zeuginnen beschränkt sich jedoch nicht nur auf den Auftritt vor der Kamera. Als Executive Producerin ist sie maßgeblich an der kreativen Gestaltung des Spin-Offs beteiligt und fungierte am Set als eine Art Mentorin für die neue Generation von Darstellern. Lucy Halliday beschrieb die Zusammenarbeit als prägend und bezeichnete Moss als "wandelndes Lexikon" in Bezug auf die komplexe Mythologie von Gilead.
Durch ihre langjährige Erfahrung konnte Moss dem neuen Team die nötige Sicherheit geben, das schwere Erbe der Erfolgsserie in The Testaments - Die Zeuginnen fortzuführen, ohne die Erwartungen des Publikums zu enttäuschen oder das bisherige Weltbild von Gilead zu verfälschen.
Laut Bruce Miller rundet ihre Präsenz die Erzählung ab, da June als emotionaler Anker fungiert, der dem Zuschauer dabei hilft, die Schrecken von Gilead auch in der Fortsetzung besser einzuordnen.
Streaming in Deutschland: Alles an einem Ort
Disney+ zeigt The Testaments - Die Zeuginnen hierzulande zeitgleich zur US-Ausstrahlung auf Hulu. Nach der Premiere am 8. April 2026 mit drei Folgen, wird nun jeden Mittwoch eine neue Episode veröffentlicht.
- Welche neuen Filme & Serien ihr im April 2026 noch auf Disney+ streamen könnt, haben wir hier für euch zusammengefasst.
Wer vorab sein Wissen auffrischen oder die gesamte Geschichte über June & Co. von Anfang an erleben möchte, kann dies nun nahtlos tun: Die komplette Mutterserie The Handmaid’s Tale - Der Report der Magd steht ab sofort mit allen sechs Staffeln ebenfalls auf Disney+ zum Streamen bereit.
