Der Trick mit dem hölzernen Pferd hat der Stadt Troja den Untergang beschert. Doch die Götter zürnen dem listenreichen Odysseus. Er und seine Gefährten werden dazu verdammt, über die Weltmeere zu irren. Sie kämpfen gegen den Zyklopen Polyphem, widerstehen den Zauberkünsten der Zirze und dem betörenden Gesang der Sirenen. Odysseus steigt bis in die Unterwelt hinab, ehe er in seine Heimat Ithaka zurückkehren darf. Und wieder ersinnt er eine List: Als Bettler verkleidet, begibt er sich in den Palast, um seine Frau Penelope zurückzuerobern.
@luhp92
Ja, das kann man so im Raum stehen lassen. Gut zusammengefasst.
Im Prinzip stört es mich hier auch gar nicht so sehr, weil die wertigen Bilder und natürlich der großartige Cast, einen mit Leichtigkeit für sich einnehmen können. Will ich eine Verfilmung, die sich deutlich mehr an die Vorlage von Homer hält, würde ich jederzeit zur 60er Miniserie greifen. Die 90er Verfilmung reiht sich dabei irgendwo zwischen diesen beiden ein.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
@DrStrange
Dem Film gelingt es finde ich auch sehr gut, die Geschichte so zu strukturieren, dass sie sich trotz der Straffungen und Kürzungen richtig anfühlt und die Geschichte beim Kern bleibt. Die 90er TV-Verfilmung hat natürlich den Vorteil der Detailtiefe, der 50er-Film hingegen seinen Cast und die Wertigkeit der Kinobilder.
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Auch heute noch ein echter Klassiker, dem man eigentlich nur vorwerfen kann, dass er doch sehr viele Stationen der "Odyssee" weglässt. Etwas was die 90er TV-Verfilmung mit Armande Assante und vor allem natürlich die "Miniserie" aus den 60ern mit Bekim Fehmiu und einer Spielzeit von sechs Stunden besser hinbekommen haben.
Aber das was man zeigt, hat auch heute nichts von seinem Charme und Atmosphäre verloren. Genau wie der brillante Cast mit Kirk Douglas als listenreicher Odysseus und Anthony Quinn als Antinoos, der nur schwer zu überbieten ist.
Meine Bewertung
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
Die Gelegenheit bei Arte genutzt und mir den Film mit Kirk Douglas in der Hauptrolle angeschaut.
Inhaltlich vergleichbar mit dem Fernsehfilm von 1997, auch wenn er ein bisschen anders strukturiert ist. Beeindruckend, was er mit gut 90 Minuten Laufzeit doch alles erzählen konnte. Als Spielfilm deutlich wertiger als der Fernsehfilm, aber natürlich 40 Jahre älter und daher eingestaubter.
Mir gefallen beide Umsetzungen ganz gut.
Meine Bewertung
Lustig, dass du über diesen Film schreibst. Den habe ich letztens abends beim Zappen entdeckt und zumindest noch den Schluss gesehen. Ich persönlich mag ja die Fernsehverfilmung von Ende der 1990er mit Armand Assante sehr gerne. mit knapp drei Stunden ausführlicher. Aber natürlich nur mit den Möglichkeiten einer Fernsehverfilmung.
Ein Film der mich als Kind begeisterte und bis heute meine Vorstellung des Mythologischen Griechenlands definiert. Zudem in gewissen Szenen bereits seiner Zeit voraus und mit Effekten, die heute natürlich eingestaubt aussehen, damals aber sicherlich beeindruckend waren. Nicht umsonst scheinbar der teuerste Farbfilm seiner Zeit.
Doch mit heutigem Blick macht der Film es sich doch bisschen leicht, lässt zahlreiche Episoden der Odyssee aus, die spannendsten Momente spielen sich als Flashback ab und gewisse Szenen (Sirenen) werden zwar durchgespielt, aber ohne den Sirenen z.B. ein Blick zu würdigen. Auch sind alle Begleiter des Odysseus nur gefühlt namenlose Charaktere, deren Schicksal einen nicht mitnimmt und die eigentlich keine eigene Charakterisierung besitzen. Odysseus selbst wurde aber zur meiner Verwunderung mit Kirk Douglas besetzt, der schon damals sein Talent zeigen dufte.
Meine Bewertung