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I Care a Lot gesehen am  
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I Care a Lot (2020)

Ein Film von J Blakeson mit Rosamund Pike und Peter Dinklage

Veröffentlichung: 19. Februar 2021118 Min.Komödie, Krimi, Thriller
Meine Wertung
Ø MJ-User
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I Care a Lot

I Care a Lot Inhalt

Marla Grayson befindet sich in der glücklichen Position, als äußerst erfolgreicher gesetzlicher Vormund ihre Klienten handverlesen zu können. Als sie einen scheinbar perfekten, neuen Klienten an Land zieht, lernt sie allerdings schnell auf die harte Tour, dass der erste Blick täuschen kann.

Galerie
Cast & Crew

Wer ist der Regisseur von I Care a Lot und wer spielt mit?

Drehbuch
OV-Titel
I Care a Lot
Format
2D
Uns liegen keine Informationen zur FSK-Freigabe des Films vor.
Spannende Filme
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3 Kommentare
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Nothing-is-Written : : Moviejones-Fan
21.02.2021 09:03 Uhr
0
Dabei seit: 04.01.21 | Posts: 162 | Reviews: 2 | Hüte: 25

@luhp92

Für Rosamunde Pikes Schauspiel und ihre Figur lohnt es sich auf jeden Fall, würde ich sagen.

Was ich vielleicht noch zu meinem Eindruck ergänzen würde: der Film lässt einen definitiv nicht kalt. Er provoziert Reaktionen am laufenden Band und spielt mit der Erwartungshaltung. Ob einem die Mechanismen dahinter gefallen oder nicht, ist nachrangig eine andere Frage. Ich bin nach wie vor unsicher, ob ich das unter das Netflix-typische Knöpfchendrücken und Hebelziehen einordnen würde.

Wie dem auch sei: ich würde mich sehr über einen Kommentar von dir freuen. Ich glaube, dass man über den Film herzhaft diskutieren kann.

"I have been watching my life. It’s right there. I keep scratching at it, trying to get into it. I can’t." "MAD MEN" S02E12: THE MOUNTAIN KING

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
21.02.2021 02:24 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.818 | Reviews: 153 | Hüte: 493

@Nothing-isWritten

Oh, dein Text macht mir den Film unabhängig von der letztendlichen Qualität doch schon schmackhaft. Weil mir der Trailer gefiel und wegen Rosamund Pike und den anstehenden Golden Globes wollte ich mir "I Care a Lot" hnehin noch anschauen, jetzt habe ich einen Grund mehr.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Nothing-is-Written : : Moviejones-Fan
20.02.2021 02:31 Uhr | Editiert am 20.02.2021 - 16:57 Uhr
0
Dabei seit: 04.01.21 | Posts: 162 | Reviews: 2 | Hüte: 25

"Bilder- und Lehrbuch-Kapitalismuskritik für die Generation Y."

Ohne zu viel zu verraten, nimmt der Film durchaus einige interessante Wendungen und scheut sich nicht vor skurrilen Begebenheiten, die das anfängliche Narrativ um ein korrumpiertes Pflegesystem unterfüttern.

Schauspielerisch sticht allen voran Hauptdarstellerin Rosamunde Pike in ihrer quasi Stammrolle als machthungrige Soziopathin hervor. Aber auch der restliche Cast um Dianne Wiest als gewiefte alte Schachtel und Peter Dinklage in der Rolle eines schmierigen Gangsters wissen zu gefallen.

Leider steht sich das schillernde Story-Konstrukt mit zahlreichen haarsträubenden Logiklöchern im Weg. Die Figuren verfügen teilweise über unverschämtes Glück und scheinen für jede Gelegenheit passend gerüstet.

Wahrscheinlich beinhaltet diese Übertreibung aber ein ästhetisches Rückgrat. So wie sich Wirtschaftssysteme nicht freiwillig von selbst zu regulieren imstande sind, so changiert die Story zwischen den extremen Polen. So recht weiß man den Film deshalb nicht zu fassen: ernste Wirtschaftsstudie, hanebüchener Klamauk oder beißende Satire? Wie ein Chamäleon schichtet das Team Figur um Figur zu einem ambivalenten Potpurri, das sie als Organe der politischen Verfasstheit westlicher Staatssysteme betrachten lässt. Gewaltenteilung, Wirtschaftskonzerne und vermeintlich autonome Individuen avancieren gleich einem Wimmelbild zum Ausdruck einer ausgehöhlten Maxime, die sich taumelnd im Modus des "höher, schneller, weiter, besser" artikuliert und reproduiert. Das perfide daran ist, dass sich die Stimmung ähnlich wie das marktwortschaftsorientierte (und damit amoralisches) Handeln der Figuren, an die Gegebenheit anpasst. Das sieht man insbesondere in den exquisiten Kostümen der Figuren, die buchstäblich einen Dresscode des kapitalistischen Systems vor Augen führen. Zu dieser Betrachtungsweise passen auch die manisch treibende Elektro-Musik sowie die stetige Optimierung des Körpers, die wiederholt in Form der Trainingssequenzen von Rosamunde Pike zur Geltung kommt.

Die Kapitalismuskritik in Dan Gilroys Nightcrawler wirkt im direkten Vergleich trotzdem deutlich stringenter und bissiger, weil dort das Konzept ohne jegliche Ausflüchte geschildert wird. Die vorliegende Idee verlanft mir nichtsdestotrotz einiges an Respekt ab, da der Film deutlich davon profitiert, wenn man ihn auf ganzer Spur als Ausdruck des kapitalistischen Markstrebens befragt. Dazu passt dann auch, dass er auf dem größten Online-Filmportal präsentiert wird..

Fand ich den Film sehenswert? Durchaus. Denn er verrät einiges über unsere gesellschaftliche Verfasstheit. Ähnlichkeiten zum Netflix-Film "Der Schwarze Diamant" lassen sich durchaus ausmachen. Ich weiß allerdings nicht, ob ich den Film tatsächlich weiterempfehlen würde und inwiefern sich das in einer Punktewertung manifestieren ließe. Dazu werde ich ein Update nach einer möglichen Zweitsichtung liefern.

"I have been watching my life. It’s right there. I keep scratching at it, trying to get into it. I can’t." "MAD MEN" S02E12: THE MOUNTAIN KING

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