Ein junger Mann nimmt einen Geschäftsmann gefangen und verhört ihn, den er für einen außerirdischen Eindringling hält.
Ich habe mir den Film am 14. Februar 2026 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
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Meine Bewertung
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!
Eine Verschlimmbesserung des südkoreanschen Originals in meinen Augen.
Im Vergleich mit "Save the Green Planet" handelt es sich bei "Bugonia" um den runderen und kohärenteren Film, der Humor ist feinfühliger, wenn auch kaltherzig zynischer; Ausstattung, Kameraführung und Schnitt sind allgemein hochwertiger. Auf der anderen Seite lässt "Bugonia" die kontroverse Radikalität, die Wildheit, Rohheit und bittere Tragik des Originals vermissen, das Lanthimos-Werk kommt weitaus glattgebügelter und stromlinienförmiger daher, die Eskalationen wirken weniger spontan und impulsiv sondern mehr berechnet.
Abseits davon passt "Bugonia" die Originalgeschichte sinnvoll an heutige Zeiten an, die Bienen werden in den Öko-Plot eingewoben und erhalten eine tiefere Bedeutung, und die besten Gags zieht der Film aus seiner Trump-Kritik (Donny der Idiot, Frostschutzmittel-Infusion als Heilmittel). Das Ende fand ich ziemlich stark, wie Lanthimos die Leichen der Menschheit als Gesellschaftsquerschnitt montiert, im Tod sind sie alle gleich.
Aus schauspielerischer Sicht handelt es sich bei "Bugonia" im Kern um ein Drei-Personen-Stück, Jesse Plemons sticht dabei aus meiner Sicht klar hervor. Seine zwiespältige Rolle pendelt zwischen Verschwörungswahn und ernsthafter Fürsorge, zwischen dem netten Nachbarn/Arbeitskollegen und dem Gewalttäter, zwischen Verunsicherung und Naivität sowie Impulsivität und Affektivität hin und her, Plemons spielt das so natürlich und glaubhaft, man könnte meinen, er verstellt sich gar nicht erst, sondern verhält sich so wie im echten Leben.
Ich würde "Bugonia" die gleiche Bewertung geben wie "Save the Green Planet".
Also 6,5 von 10 Punkten.
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Hat mir ziemlich gut gefallen. Eine verrückte Story, bei der man nicht wusste, was als nächstes passiert. Ein schönes Setting und generell toller Look, starke Performances von Stone und Plemons, ein guter Score. War zunächst etwas enttäuscht, weil mir der Film nicht crazy genug war, aber dann kam das Ende haha das war war klasse. ![]()
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Yorgos Lanthimos steuert einen der interessantesten Filme des Kinojahrs 2025 bei. Erneut mit Emma Stone in der Hauptrolle, diesmal jedoch in einem amerikanischen Setting. Im groben geht es um eine Entführung und dem Schutz der Erde. All zu viel mag man über diese Story gar nicht verraten.
Lanthimos inszeniert in seinem gewohnten Spiel und lässt Emma Stone auf Jesse Plemons prallen. Stone spielt klasse, Plemons passt auch gut in die Geschichte rein. Für manche unfreiwillige Lacher sorgt sein Sidekick gespielt von Aidan Delbis. In einer Nebenrolle sehen wir zudem Alicia Silverstone.
Der Film hätte vielleicht einen Ticken kürzer sein können. Trotzdem durchweg unterhaltsam und bis zur letzten Minute mehr als interessant.
Einer der besten Filme im Kinojahr 2025.
Meine Bewertung
Heute habe ich "Bugonia" im Kino gesehen.
Ein richtig starker Film von Yorgos Lanthimos. Dieser ist auch so ein Hit & Miss-Regisseur in meinen Augen. "Poor Things" ist in meinen Augen großartig, "Kinds of Kindness" nur mittelmäßig, "Bugonia" nun wieder großartig.
Zur Handlung will ich nichts sagen, da reicht der erste Trailer absolut aus, ohne zu viel vorwegzunehmen. Auf jeden Fall ein spannender Psycho-Thriller als Kammerspiel, gleichermaßen aber auch ein sehr gesellschaftskritischer Film, der der heutigen Gesellschaft perfekt den Spiegel vorhält, für mich sogar besser, als es den meisten anderen gesellschaftskritischen Filmen gelingt. Der Film zeigt die Gesellschaft auf verschiedenen Ebenen, aber auch die heutige Gesellschaft dahingehend, dass viele Menschen oft nur ihre eigene Meinung, aber nie die Meinung anderer akzeptieren. Für viele Menschen gibt es nur "ihren eigenen" Weg, alle anderen Wege sind falsch. Die Menschen wollen dies, die Menschen wollen das, doch wenn man diese Wünsche alle erfüllen würde, würde das einfach ein schlimmes Ende finden, weil viele einfach nicht über den Tellerrand hinaus blicken können oder wollen.
Ich mag auch die harte und bittere Konsequenz des Films sehr.
Schauspielerisch absolut herausragend dargestellt von Emma Stone, Jesse Plemons und Aidan Delbis. Jeder der drei muss eine sehr spezielle Rolle spielen, und jede davon erfordert viel schauspielerisches Talent, doch alle drei schaffen es, ihre Rollen glaubhaft zu vermitteln, als "seien" sie wirklich ihre Charakterrollen.
Grandios finde ich auch die Kameraführung, die sehr ruhig ist und einige tolle Einstellungen auf die Szenen bietet.
Emotional konnte mich der Film auch voll abholen, ich verspürte jederzeit eine hohe Grundspannung und auch Angs sowie auch manchmal Belustigung und Erschrockenheit.
Für mich ist "Bugonia" ohne Frage definitiv einer der besten Filme des Jahres. Ich freue mich schon jetzt auf die Zweitsichtung! Auf jeden Fall ein Film, über den ich noch lange und öfter nachdenken werde.
Bewertung: 9/10 Punkte
Wiederschauwert: Mittel
Nachhaltiger Eindruck: Hoch
Emotionale Tiefe: Hoch
Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.
Intensives und absurdes Genrekino wie von Lanthimos gewohnt. Hat mir mal wieder ziemlich gut gefallen.
Meine Bewertung