Im Algerien der 1930er Jahre führt der Franzose Meursault (Benjamin Voisin) ein isoliertes Leben, scheinbar losgelöst von seiner Umgebung. Gesellschaftliche Normen, emotionale Nähe oder persönliche Schicksalsschläge lassen ihn weitgehend unberührt. Selbst der Tod seiner Mutter ruft bei ihm kaum erkennbare Regungen hervor. Bereits am nächsten Tag beginnt er eine Beziehung mit Marie (Rebecca Marder), einer ehemaligen Kollegin, ohne dass dies seine innere Leere zu verändern scheint. Erst die Begegnung mit seinem Nachbarn Raymond (Pierre Lottin) bringt Bewegung in Meursaults Leben – allerdings auf gefährliche Weise. Raymond verstrickt ihn in zwielichtige Machenschaften, die Meursault zunehmend in moralische Abgründe führen. Am Ende sieht er sich gezwungen, seine gleichgültige Haltung gegenüber anderen und sich selbst grundlegend zu hinterfragen.