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US-Kinocharts

Die US-Kinocharts vom 18.01.2026: "Avatar - Fire and Ash" zum Fünften

Die US-Kinocharts vom 18.01.2026: "Avatar - Fire and Ash" zum Fünften
36 Kommentare - Mo, 19.01.2026 von MJ-Parzival
Parzival präsentiert die US-Kinocharts und auch am 5. Wochenende kann sich "Avatar - Fire and Ash" an der Spitze behaupten.
Die US-Kinocharts vom 18.01.2026: "Avatar - Fire and Ash" zum Fünften

Willkommen zu den US-Kinocharts und dank eines enttäuschendes Starts von 28 Years Later- The Bone Temple konnte sich Avatar - Fire and Ash zum fünften Mal in Folge den Sieg holen.

Nur 13,3 Mio. $ hätte es gebraucht, um Avatar - Fire and Ash zu schlagen. Dies hat der Film an seinem 5. Wochenende eingespielt. Dazu kommen 44,5 Mio. $ aus dem Rest der Welt, sodass der Film weltweit nun bei 1,319 Mrd. $ steht.

Trotz hervorragender Kritiken und Zuschauerreaktionen - der Film hat ein A-Minus-Cinemascore bekommen, was vor allem für Horrorfilme selten ist - startete 28 Years Later - The Bone Temple unter den Erwartungen und konnte nicht einmal Avatar - Fire and Ash von der Spitze verdrängen. Die eher gemischten Reaktionen zum Vorgänger, welcher im Juni 2025 startete und 30 Mio. $ am Startwochenende einspielte, scheinen hohen Schaden angerichtet zu haben. Nun bleibt zu hoffen, dass sich The Bone Temple gut hält. International spielte der Film 16,2 Mio. $ ein, nur ungefähr halb so viel, wie sein Vorgänger eingespielt hat, der weltweite Start beläuft sich somit auf 31,2 Mio. $.

Zoomania 2 kämpft sich einen Platz hoch und holt Bronze dank eines fantastischen Holds. Bald erreicht er die 400 Mio. $ Marke. Feiern kann man jedoch jetzt schon, denn an diesem Wochenende hat er Alles steht Kopf 2 weltweit geschlagen und als erster westlicher Animationsfilm die Marke von 1,7 Mrd. $ geknackt.

Auch The Housemaid glänzt erneut durch einen starken Hold und hat nun die 100 Mio. $ Marke überschritten, ein beeindruckendes Ergebnis. Und nicht nur das, weltweit hat er nun fast 250 Mio. $ eingespielt und steuert auf ein Endergebnis von über 300 Mio. $ zu.

Auch Marty Supreme hält sich weiterhin gut und mittlerweile ist er an Everything Everywhere all at Once vorbeigezogen, wodurch er nun der erfolgreichste Film des Studios A24 ist.

Primate hält sich solide, Greenland 2 - Migration fällt jedoch um 60% - hier ist keine Hoffnung in Sicht.

Durch seine bisher größte Expansion hat es der südkoreanische Hit No Other Choice - u.a. mit Lee Byung-hun (Squid Game) an seinem vierten Wochenende in die Top 10 geschafft.

Nächste Woche starten Mercy und Return to Silent Hill.

Weltweite Einnahmen Budget
Zoomania 2 1.703,3 Mrd. $ 150 Mio. $
Avatar - Fire and Ash 1.318,8 Mrd. $ 350 Mio. $
The Housemaid 245,6 Mio. $ 35 Mio. $
Spongebob 144,2 Mio, $ 64 Mio. $
Anaconda 121,4 Mio. $ 45 Mio. $

Pos Film Einnahmen Gesamt
1 Avatar - Fire and Ash 13,32 Mio. $ 363,53 Mio. $
2 28 Years Later - The Bone Temple 13,00 Mio. $ 13,00 Mio. $
3 Zoomania 2 8,77 Mio. $ 390,01 Mio. $
4 The Housemaid 8,52 Mio. $ 107,14 Mio. $
5 Marty Supreme 5,48 Mio. $ 79,65 Mio. $
6 Primate 5,00 Mio. $ 19,60 Mio. $
7 Greenland 2 - Migration 3,37 Mio. $ 14,12 Mio. $
8 Anaconda 3,20 Mio. $ 59,09 Mio. $
9 SpongeBob Schwammkopf: Piraten Ahoi! 2,32 Mio. $ 67,13 Mio. $
10 No Other Choice 2,24 Mio. $ 6,54 Mio. $
Quelle: The Numbers
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36 Kommentare
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MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
20.01.2026 21:37 Uhr | Editiert am 20.01.2026 - 21:45 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 8.930 | Reviews: 148 | Hüte: 757

@ TiiN

"Aber so oder so bleibt der Gewinn insgesamt der gleiche. Die Aufteilung ist natürlich anders und wie ihr schon sagt kann Disney keine Milliarde einstreichen sondern nen Stück weniger."

Bitte sprich nicht von "Gewinn", denn das ist faktisch falsch. In der Marktwirtschaft spricht man beim reinen Erlös von "Umsatz". Der hat nichts mit dem Gewinn zu tun, der letztendlich gemacht oder nicht gemacht wird.

Denk dir das so: du kaufst einen Fernseher für 2.000 € und verkaufst ihn dann für 3.000 €. Dann hast du 3.000 € Umsatz gemacht, aber nur 1.000 € Gewinn, weil du auch 2.000 € Kosten hattest. Das ist sehr stark vereinfacht erklärt, bringt es jedoch auf den Punkt.

Wenn ein Kino pro Ticket 10 € Umsatz macht, gehen davon rund 5 € Umsatz an den Verleiher und 5 € Umsatz bleiben beim Kinobetreiber. Der Kinobetreiber hat dann aber auch nicht 5 € Gewinn gemacht, denn der Gewinn errechnet sich, indem Umsatzerlöse von Steuern getrennt werden und dann werden die Kosten und Aufwendungen eines Unternehmens dagegen gerechnet (stark vereinfacht ausgedrückt). Da Verleiher in Deutschaldn z. B. oft andere Unternehmen sind als die Produzenten des Films, bekommt auch der Verleiher wiederum einen Anteil an den 5 €. Wenn z. B. Sony in Deutschland den Verleih und Vertrieb für einen Film von Universal übernehmen würde, würde auch Sony Deutschland einen Anteil vom Umsatz einbehalten und der Rest ginge dann an Universal.

Die gesamte "Maschinerie" dahinter ist sehr komplex, denn es gibt unter den großen Studios ja noch viele kleinere Studios, die involviert sind. Einige Produzenten stehen ja auch immer am Anfang eines Films.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
20.01.2026 21:04 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 2.834 | Reviews: 17 | Hüte: 301

@ TiiN

Die 50% sind auch nur ein grober Wert, ein Studio mit großer Marktmacht wie Disney behält in den USA 60% des Einspiels der ersten Wochenenden, je länger der Film läuft desto größer wird der Anteil der Kinos. In den meisten internationalen Märkten beträgt der Studio-Anteil dagegen 50% oder weniger, da hier noch Steuern draufkommen, in China sind es sogar nur 25%. Da wir hier keine Wissenschaft betreiben nimmt man halt die 50% weil es am einfachsten zu rechnen ist.

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
20.01.2026 19:57 Uhr | Editiert am 20.01.2026 - 20:29 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 10.343 | Reviews: 180 | Hüte: 706

@PaulLeger und Raven13

Könnt ihr mir eine Info geben, warum Disney nur 850 Mio bekommen soll und rund 50 % an die Kinobetreiber gehen? Oder ist das ein genereller Maßstab der für alle Kinoproduktionen gilt? Das wäre mir neu.

Edit:

Ich habe ein bisschen drüber nachgedacht und das macht natürlich super viel Sinn, dass die Kinotreiber einen Teil des Gewinns behalten. Dort kommt ja in erster Linie das Geld rein. Von daher: Verständnis. Mir ist diese 50 % Regel jedoch nicht bekannt. Insbesondere weil manche Studios in der Vergangenheit auf bestimmte Prozente gedrängt haben was dazu führte, dass manche Kinos manche Filme nicht gezeigt haben.

Aber so oder so bleibt der Gewinn insgesamt der gleiche. Die Aufteilung ist natürlich anders und wie ihr schon sagt kann Disney keine Milliarde einstreichen sondern nen Stück weniger.


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PaulLeger : : Moviejones-Fan
20.01.2026 19:13 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 2.834 | Reviews: 17 | Hüte: 301

@ TiiN

Wie Raven13 schrieb kann das so nicht stimmen, weil Disney doch nur ca. 850 Mio. von dieser Summe bekommt, 50% behalten die Kinobetreiber für sich. Der Anteil der Kinos wird natürlich nicht zum Gewinn mitgezählt, die haben den Film ja nicht produziert.

Wie schon gesagt, die 2,5-Regel kann man nicht dazu benutzen, um die Höhe des Gewinns auszurechnen, dazu ist sie nicht gedacht, sondern einfach nur, um die Schwelle zu ermitteln, ab der ein Film in die Gewinnzone kommt. Die war bei Zoomania schon bei 375 Mio. erreicht, aber das heißt nicht, dass das restliche Einspiel der Reingewinn für Disney ist, denn sie müssen ja weiterhin von jeder verkauften Eintrittskarte 50% ans Kino abtreten.

Den Gewinn kann man als Außenstehender kaum genau bestimmen, weil man eben die Marketingkosten und die Heimkinoeinnahmen nicht kennt.

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
20.01.2026 18:48 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 10.343 | Reviews: 180 | Hüte: 706

@Raven13

Ich habe die Produktionskosten von 150 Mio aus dem Artikel genommen. Das sind mal drei dann 450 Mio. Dollar. Aktuell hat der Film über 1,7 Mrd. eingespielt. Ist man also bei deutlich über einer Milliarde. Wie dieser Gewinn dann aufgeteilt wird zwischen welchen Studios, das mag ich nicht beurteilen.


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SheldonOberon : : Moviejones-Fan
19.01.2026 23:39 Uhr | Editiert am 19.01.2026 - 23:41 Uhr
0
Dabei seit: 11.02.23 | Posts: 317 | Reviews: 0 | Hüte: 5

Da habe ich ja was losgetreten.

Sagen wir so, so lang er minimum die schwarze 0 erreicht, besser natürlich mehr, bin ich "beruhigt", auch wenn ich eh nichts von dem Geld habe.

Ich hätte es ja ganz witzig gefunden, wenn der Film so gut angekommen wäre, dass "die Gang" noch weitere Reboots versucht hätte und dabei durch Pleiten, Pech und Pannen hätte schiffen müssen. Aber offenbar ist das mein "exklusiver" Humor.

„Ein Spiel für jeden der drauf sinnt, wie er seiner Welt entrinnt.“

Jumanji

MJ-Pat
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sid : : Smasher
19.01.2026 22:43 Uhr | Editiert am 19.01.2026 - 22:45 Uhr
0
Dabei seit: 01.10.12 | Posts: 2.589 | Reviews: 18 | Hüte: 62

Die 2,5-Regel meint tatsächlich nur das 2,5-fache des Produktionsbudgets. Sonst wären ja 90% der Filme automatisch Flops. Also in unserem Beispiel: Anaconda brauchte nach dieser Rechnung rund 112,5 Mio. (aber siehe weiter unten, ich denke 90 Mio. haben gereicht). Natürlich gibt es dann noch die Abkommen weltweit, die Popularität außerhalb des Kinos, die Fernsehrechte, den US-Anteil (gut, wenn hoch),..., aber ungefähr wird 2,5x genreübergreifend schon passen.

Die Regel hat allerdings auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, jetzt ist Streaming noch viel alltäglicher, allerdings könnte dafür (weiß ich nicht) der DVD-Markt zurückgegangen sein. Laut Forbes reicht bei einigen Filmen auch das Zweifache, nämlich dann, wenn Filme außerhalb des Kinos begehrt sind. Also Filme für einen netten Abend, unterhaltsam, gruselig, etc. eher nicht zu ernst oder sperrig oder verstörend. Anaconda ist sicher ein Film, der im Streaming-Bereich ankommt.

Bone Temple werde ich mir daheim sicher anschauen und bin schon gespannt, ob er wirklich gut ist. Teil 3 ist natürlich schuld an dem jetzigen Einbruch, aber bereits Teil 1 & 2 konnten mich bei der Zweitsichtung nicht mehr so ganz überzeugen. Deshalb warte ich ab.

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
19.01.2026 22:04 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 2.834 | Reviews: 17 | Hüte: 301

Die 2,5-Regel dient als Faustregel um einzuschätzen ab wann ein Film in die Gewinnzone kommt, die Höhe des Gewinns kann man damit nicht ermitteln.

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
19.01.2026 21:34 Uhr | Editiert am 19.01.2026 - 21:35 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 8.930 | Reviews: 148 | Hüte: 757

@ TiiN

Mir ist klar, wie du es nun meinst, aber gemeinhin wird von vielen mit 2,5 ja die Gewinnschwelle ausgehend vom reinen Produktionsbudget berechnet, was halt Quatsch ist.

Aber wie du auf 1 Milliarde Gewinn bei Zoomania 2 kommst, ist halt nicht klar. Von den 1,7 Mrd. Dollar Umsatz gehen halt nur 850 Mio. an Disney, und bazüglich der Kosten liegt der Gewinn bei maximal 550 Mio. Dollar.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
19.01.2026 20:30 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 10.343 | Reviews: 180 | Hüte: 706

@Raven13

Nein. Nach der Multiplikation (mit 2; 2,5 oer 3, je nach Größe) stecken die Marketingkosten mit drin. Daher die Zahlen, so wie ich es gerechnet habe. Wie unten schon beschrieben ist das natürlich kein Gesetz, aber ein guter Richtwert.


MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
19.01.2026 20:02 Uhr | Editiert am 19.01.2026 - 20:02 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 8.930 | Reviews: 148 | Hüte: 757

@ TiiN

Ich finde diese 2,5-Regel unlogisch, denn zuerst muss man das Produktionsbudget etwa mal 2 rechnen und dann nochmal verdoppeln, bis man ungefähr die Gewinnschwelle hat.

Zoomania 2 hat mit Marketing also etwa 300 Mio. Dollar gekostet. 1,7 Mrd. Dollar Umsatz, davon gehen rund 850 Mio. Dollar an Disney. Abzgl. 300 Mio. Dollar Kosten bleibt ein Reingewinn von ungefähr 550 Mio. Dollar.

Avatar 3 hat insgesamt mit Marketing etwa 600 Mio. Dollar gekostet, die Gewinnschwelle liegt bei etwa 1,2 Mrd. Dollar. Bei bisher 1,3 Mrd. Dollar Umsatz hat der Film also erst 50 Mio. Dollar Gewinn gemacht nach der "Milchmädchenrechnung".

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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GPJ : : Moviejones-Fan
19.01.2026 19:23 Uhr
0
Dabei seit: 26.09.24 | Posts: 989 | Reviews: 4 | Hüte: 61

Ja, ok, kann ja sein, wobei ich gleichzeitig wirklich vermute, dass das Budget auch absichtlich hoch gerechnet wird, damit man bei der Steuer wenig Gewinn angeben muss.

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
19.01.2026 19:14 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 2.834 | Reviews: 17 | Hüte: 301

@ GPJ

Filme produzieren ist teuer. Wie Affleck in dem Video, das ich verlinkt habe, sagt, ist es heute kaum möglich einen Studio-Film unter 25 Mio. zu produzieren und das wäre dann salopp gesagt ein Drama, das in einem Raum spielt. "The Bone Temple" hat u.a. aufwändiges Makeup, Actionszenen mit entsprechender Stuntarbeit und visuelle Effekte on top.

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
19.01.2026 18:47 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 10.343 | Reviews: 180 | Hüte: 706

Die 2,5er Regel (oder auch die 3er oder 2er Regel) wird angwendet um eben auch die Marketingkosten abzudecken. Diese sind üblicherweise ungefähr so hoch wie die Produktionskosten selbst. Daher ist die Regel auch ganz nett, weil sie sich an den Produktionskosten orientiert. Kleiner Film ein eher kleines Marketing. Großer Film ein sehr großes Marketing.

Bei sehr kleinen Filmen recht oft das zweifache des Budgets aus. Bei den meisten Filmen im Mittelfeld ist es das 2,5 fache. Bei den riesigen Produktionen ist man oft bei dem 3 fachen.

Auch wenn ich das mal von jemand aus der Filmbranche gehört habe und der es sicherlich selbst nur irgendwo aufgeschnappt hat, ist das schon ein interessanter Richtwert an dem man sich orientieren kann.

  • Das heißt Anaconda ist knapp im Plus
  • Avatar 3 wird rund 300 Mio. Dollar Gewinn gemacht haben
  • Zoomania 2 deutlich über eine Milliarde!


MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
19.01.2026 16:17 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 8.930 | Reviews: 148 | Hüte: 757

@ SheldonOberon

Wie PaulLeger schon sagte, sind sogar 20 Mio. Dollar lächerlich und völlig falsch. Da war ich selbst noch viel zu niedrig in meiner Schätzung.

Ich habe gerade mal spaßeshalber recherchiert, was Kinowerbung so kostet. Auf kinowerbung.com kann man das sehr gut mal sehen. Ich habe mal zwei Beispielrechnungen gemacht:

  • Trailerdauer: 90 Sekunden
  • Gezeigt über 12 Wochen lang in jedem Kinosaal eines Cinemaxx (8 Säle)
  • Gesamtkosten: 32.092,20 €
  • Gezeigt über 12 Wochen in einem kleineren Arthouse-Kino mit 3 kleinen Sälen
  • Gesamtkosten: 453,80 €

Wenn man den Trailer nun 12 Wochen lang in jedem Kino in Deutschland (etwa 1.600 Kinos) zeigen wollte, kann man sich ja ausrechnen, wie teuer das wäre. Klar kosten nur die großen Multiplex-Kinos sehr viel Geld und die kleinen nur sehr wenig. Gehen wir davon aus, dass von den 1.600 Kinos 400 große Multiplex-Kinos sind, dann wären das schon 12,8 Mio. Euro nur für das zeigen der Trailer bei jeder Vorstellung in jedem großen Multiplex-Kino in Deutschland über 12 Wochen lang. Wenn man die Trailer aber nur vor jedem Film mit FSK-16 zeigt, verringern sich die Kosten sicher noch um die Hälfte oder mehr. Wenn wir davon ausgehen, dass es dann noch 15.000 € sind, dann wären das immer noch 6 Mio. Euro allein in Deutschland. Weltweite Kinowerbung kostet also auch entsprechend viel Geld.

Aber wahrscheinlich haben die Filmstudios wieder Sonderverträge mit den Kinobetreibern und kommen günstiger weg als auf Kinowerbung.com bei herauskommt.

Wenn ich daran denke, wie oft und lange manche Trailer im Kino gezeigt wurden, dann müssen die Kosten immens gewesen sein. Aber sicher ist: Mit 20 Mio. Dollar kommt man weltweit nicht weit, was Werbung betrifft. Es sind ja nicht nur die Trailer, sondern auch Plakate und Pappaufsteller, Fernsehspots, Radiospots, etc.

Bei einem Film wie Anaconda würde ich also eher von 50 Mio. Dollar Marketing ausgehen, vielleicht noch mehr.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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