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Jenseits des Oscar-Mythos

Amanda Seyfried über den Oscar: „Warum sollte ich ihn brauchen?“

Amanda Seyfried über den Oscar: „Warum sollte ich ihn brauchen?“
1 Kommentar - Di, 20.01.2026 von MJ-Caminito
Amanda Seyfried hinterfragt den Stellenwert des Oscars und erklärt, warum sie ihren Karriereweg nicht von Preisen abhängig macht - trotz aktueller Award-Nominierungen.

The Housemaid-Star Amanda Seyfried hat im Gespräch mit The New Yorker einen bemerkenswert nüchternen Blick auf das Thema Oscar gezeigt. Die Schauspielerin, die 2021 für ihre Nebenrolle in David Finchers Mank nominiert war, sagte, dass ein Sieg bei den Academy Awards für sie keinen zentralen Stellenwert besitzt.

„Ich bin bisher ohne einen Oscar so weit gekommen. Warum sollte ich jetzt plötzlich einen brauchen?“, so die 40-Jährige und relativierte den „Mythos Goldjunge“ weiter mit einer einfachen Frage: „Erinnert ihr euch daran, wer in den letzten zehn Jahren gewonnen hat?“ Entscheidend sei nicht der Sieg, sondern bereits die Nominierung. Diese könne eine Karriere sichtbar voranbringen, das sei Fakt. Ein Oscar selbst hingegen sei für sie weder notwendig noch ausschlaggebend. „Wäre es schön? Natürlich. Aber es ist nicht notwendig.“

Stattdessen betonte Seyfried die Bedeutung von Langfristigkeit und bewussten Entscheidungen im Schauspielberuf. Eine nachhaltige Karriere sei kein Zufall, sondern Ergebnis von Gestaltung. Es gehe darum, anspruchsvolle Projekte mit großen, kommerziellen Filmen zu verbinden, die Spaß machen und wirtschaftlich funktionieren. Schwankungen gehörten dabei zwangsläufig dazu. „Wie man wahrgenommen wird, kann sich von Tag zu Tag ändern“, sagte sie. Umso wichtiger sei es, konsequent mit den eigenen Werten, Bedürfnissen und Entscheidungen zu bleiben.

Seyfried sieht sich selbst längst als etabliert. Sie habe gezeigt, was sie leisten könne, und arbeite kontinuierlich daran, auch für komplexe und herausfordernde Rollen wahrgenommen zu werden. Aktuell befindet sie sich in einer starken Phase, nicht zuletzt durch den kommerziellen Erfolg von The Housemaid. Gleichzeitig verschweigt sie nicht die Rückschläge, die ebenso zu ihrer Filmografie gehören. Neben Hits wie Mamma Mia! stehen Titel wie Ted 2 oder A Million Ways to Die in the West, die trotz hoher Erwartungen an den Kinokassen hinter den Prognosen blieben.

Derzeit ist Seyfried erneut im Auszeichnungsrennen vertreten. Für ihre Hauptrolle in dem ungewöhnlichen Musical-Drama The Testament of Ann Lee, das im Dezember gestartet ist und sich der Gründerin der Shaker-Bewegung widmet, erhielt sie Nominierungen bei den Golden Globes und den Critics’ Choice Awards. Ob daraus eine zweite Oscarnominierung wird, zeigt sich am 22. Januar, wenn die Academy ihre Kandidaten bekannt gibt.

Quelle: Variety
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1 Kommentar
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PaulLeger : : Moviejones-Fan
20.01.2026 09:52 Uhr
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Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 2.798 | Reviews: 17 | Hüte: 301

Jeder in Hollywood will einen Oscar, auf dieses Blabla würde ich nur was geben wenn sie sich weigern würde am üblichen Campaigning-Zirkus teilzunehmen aber das Gegenteil ist der Fall, sie ist eine derjenigen, die seit Wochen am stärksten für die eigene Nominierung agitieren und keinen PR-Termin auslassen.

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