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The Fast and the Furious

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25-jähriges Jubiläum

The Fast and the Furious Kritik

The Fast and the Furious Kritik
0 Kommentare - 31.08.2026 von Moviejones (MJ-TiiN)
Wir haben uns "The Fast and the Furious" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
The Fast and the Furious

Bewertung: 3.5 / 5

The Fast and the Furious von Rob Cohen kehrt anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums für kurze Zeit in die Kinos zurück. Wir blicken auf den Film, der 2001 zunächst einen Nerv bei jungen Leuten traf und sich erst viel später als Startpunkt eines kuriosen Franchises mauserte.

In Los Angeles hat es sich eine kriminelle Bande zur Aufgabe gemacht, mit ihren getunten Sportwagen Lkw zu überfallen, deren Ladung zu stehlen und damit das große Geld zu machen. Bei der Ladung handelt es sich um neu verpackte DVD-Player. Da die Polizei den Kriminellen in ihren schnellen Sportwagen nicht gewachsen ist, schleusen sie einen Cop undercover in die Rennszene ein, um die Bande zu infiltrieren und letztlich überführen zu können. Dieser Polizist ist Brian O’Conner, der sich nicht nur mit dem Kopf der Bande, Dominic Toretto, anfreundet, sondern sich auch in seine Schwester Mia verliebt.

Trailer zu The Fast and the Furious

The Fast and the Furious Kritik

Die Parallelen zu Gefährliche Brandung von Kathryn Bigelow sind offensichtlich. In dem Film von 1991 hat sich Keanu Reeves undercover bei dem Surfer Patrick Swayze eingeschleust. Trotzdem wäre es zu kurz gegriffen, The Fast and the Furious als einfaches Remake abzutun.

Regisseur Rob Cohen hatte sich zu der Zeit vor allem mit Dragon - Die Bruce Lee Story und Dragonheart einen Namen gemacht. Zudem drehte er Filme wie Daylight und The Skulls - Alle Macht der Welt. Das Drehbuch wurde damals auf den letzten Metern von einem gewissen David Ayer geschliffen, der die Geschichte von New York nach Los Angeles verlegte und für eine stärkere Charakterdynamik sorgte.

Die Charaktere sind letztlich auch der entscheidende Punkt, der The Fast and the Furious zu einem interessanten Film macht. Denn die eigentliche Geschichte ist ziemlich durchschnittlich und zweckmäßig. Die Undercover-Handlung ist vorhersehbar und auch der Konflikt mit den Lkw-Fahrern wird eher behauptet als wirklich spannend erzählt.

Es sind deshalb nicht die Handlung oder die Action, die den Film tragen, sondern die Figuren und deren Schauspieler. Paul Walker als LAPD-Cop Brian, Vin Diesel als Bandenchef Dom sowie Jordana Brewster (Mia) und Michelle Rodriguez (Letty) besitzen eine Chemie, die der ansonsten einfachen Geschichte die notwendige Würze verleihen. Selbst Nebenfiguren wie Vince oder Jesse wurden so interessant gespielt, dass sie in Erinnerung blieben.

Vor allem Brian O’Conner funktioniert dabei als Zuschauerfigur erstaunlich gut. Er kommt als Fremder in diese Welt und entdeckt eine Gemeinschaft, zu der er sich zunehmend hingezogen fühlt. Seine Freundschaft mit Dom und seine Beziehung zu Mia sind zwar nicht besonders innovativ geschrieben, funktionieren aber trotzdem. Man kauft Brian ab, dass ihm diese Menschen irgendwann wichtiger sind als sein eigentlicher Auftrag. Dadurch bekommt auch sein späterer Zwiespalt eine emotionale Grundlage, die das Drehbuch allein kaum liefern könnte.

Der große Clou waren jedoch die zur Schau gestellten Autos. Waren bis dato vor allem Ferraris oder Lamborghinis die begehrten Fahrzeuge der Leute, sahen wir hier Wagen wie den Honda Civic, einen Nissan Skyline oder natürlich Doms Dodge Charger. Diese Fahrzeuge waren mit Unterbodenbeleuchtung, Bassrollen und natürlich Lachgaseinspritzung entsprechend getunt und tiefer gelegt. Das sah nicht nur klasse aus, sondern traf Anfang der 2000er-Jahre einen Nerv bei den jungen Leuten, die plötzlich anfingen, ihre VW Golfs oder Nissan Micras entsprechend zu tunen. Der Film traf damit einen Zeitgeist, den er nicht nur abbildete, sondern zu einem gewissen Teil auch selbst prägte.

Beispielsweise entschied sich die legendäre Arcade-Rennspielreihe Need for Speed mit dem siebten Teil nicht mehr auf Luxuswagen in Bilderbuchlandschaften zu setzen, sondern das Setting in den urbanen Untergrund zu verschieben. Lamborghini Murciélago oder Ferrari F50 wurden durch den Honda Civic oder einen Nissan Skyline ersetzt. Need for Speed Underground war geboren. Wie stark The Fast and the Furious hier beteiligt war, ist unklar, aber der Einfluss war sicherlich vorhanden.

25 Jahre The Fast and the Furious Trailer

Zudem war Anfang der 2000er eine Hochphase der Hip-Hop-Musik. Genau das war die Musik, die bei den Viertelmeilerennen im Film aus den Bassboxen der Fahrzeuge wummerte. Der Soundtrack des Films wurde von Ja Rule geprägt, auch Künstler wie R. Kelly, die Nu-Metal-Band Limp Bizkit oder DMX waren beteiligt. Passenderweise dazu soll Eminem damals die Rolle des Brian O’Conner angeboten worden sein.

Trotz dieser offensichtlichen Stärken verhält sich The Fast and the Furious überwiegend vorhersehbar. Brian ermittelt, freundet sich mit Dom an, verliebt sich in Mia und muss irgendwann zwischen seinem Beruf und seiner neuen Clique wählen. Das alles wird sehr geradlinig und schnörkellos erzählt.

Trotzdem kauft man Paul Walker und Vin Diesel die Freundschaft ab. In diesem Film wirkt die Gemeinschaft noch nicht wie eine künstlich herbeigeführte „Familie“, sondern wie eine echte Freundesclique, mit der man selbst gerne abhängen wollte. Weniger überzeugend sind die Gegenspieler. Der Nebenkriegsschauplatz mit der japanischen Gang um Johnny Tran fällt deutlich ab. Tran ist zwar als Antagonist präsent, bleibt als Figur aber weitgehend blass und austauschbar. Seine Gang funktioniert eher als notwendiger Gegenpol zu Dom und dessen Crew denn als wirklich interessante Bedrohung. Auch die eigentliche Lkw-Raubgeschichte entwickelt kaum Spannung.

The Fast and the Furious kommt mit einer Altersfreigabe ab 16 Jahren daher und nimmt seine Action und die Szenerie durchaus ernst. Kein Vergleich zu späteren Filmen der Reihe, wo gefühlt jeder Konflikt auf einen Gag hinaus läuft. Die überschaubaren 103 Minuten Laufzeit machen den Film sehr kurzweilig.

Die Fortsetzungen 2 Fast 2 Furious sowie The Fast and the Furious - Tokyo Drift zeigten, dass man noch nicht so recht wusste, was man aus der Marke nun machen möchte. Erst mit Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile. vereinte man die Originalbesetzung erneut, bis mit Fast & Furious Five schließlich der Weg eingeschlagen wurde, mit dem die Reihe Film für Film die Bodenhaftung verlor.

Fazit

The Fast and the Furious ist 25 Jahre später kein herausragender Actionfilm. Er ist vielmehr eine nostalgische Zeitreise. Er zeigt eine Phase der Popkultur, in der Tuning, Hip-Hop, Importfahrzeuge und Straßenrennen plötzlich zum Mainstream-Thema wurden. Vielleicht ist es genau das, was den Film heute noch sehenswert macht: Nicht weil er bereits der Auftakt zu einer der größten Actionreihen der Filmgeschichte war, sondern weil er noch ein kleiner, überschaubarer Film ist, der überhaupt nicht ahnen konnte, was aus ihm einmal werden würde.

Im Rahmen der Best of Cinema Reihe erscheint The Fast and the Furious am 1. September 2026 sowie an manchen Folgetagen deutschlandweit erneut in den Kinos.

The Fast and the Furious Bewertung
Bewertung des Films
710

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