Hier dreht sich alles um den Film Heldin (2025). Tausch dich mit anderen Filmfans aus.
In diesem aus meiner Sicht sehr schwachen Kinojahr der vermutlich bislang beste Film des Jahres.
Wir begleiten 90 Minuten das Leben einer Krankenschwester in einem Krankenhaus in der Schweiz. Dabei wird sie mit unterschiedlichen Problemen der Patienten und teilweise auch der Kollegen konfrontiert.
Leonie Benesch (Das Lehrerzimmer) spielt die Rolle der Krankenschwester sehr authentisch. Die Machart des Films ist sehr wertig und durch seine kompakte Laufzeit kann er seine Botschaften sehr gut und eindringlich vermitteln.
Heldin ist dabei nicht belehrend sondern gibt einfach Einblicke in einen Arbeitsbereich, den wir nie kennenlernen wollen und wenn dann meist nur von einer eingeschränkten Perspektive erfahren.
Meine Bewertung
@TiiN
Ja, ein sehr guter und eindringlicher Film. Wie ich gelesen habe, erhielt "Heldin" gerade auch vom Krankenhaus- und Pflegepersonal viel Zuspruch, also das scheint ein Film zu sein, der den realen Umständen im Krankenhaus nahe kommt. Auch wenn es in der Realität natürlich noch viel schlimmer zugeht, aber ein Spielfilm muss hier und dort schließlich auch Kompromisse eingehen, damit er ein Publikum erreicht.
"Das Lehrerzimmer", "September 5", Heldin", das ist aktuell Leonie Beneschs "Stress im Job"-Filmtrilogie^^
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
@luhp92
Ich habe bereits von einer Krankenschwester gehört, dass der Film tatsächlich sehr realitätsnah ist. Was ich im Film gesehen habe, deckte sich auch mit dem, was sie mir sonst so über ihren Alltag berichtet.
Ich habe mir den Film am 09. Dezember 2025 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Eigentlich kein richtiger "Film" , fast eher wie eine Doku. Sehr realistisch (bis auf die Szene mit der Uhr), gut für alle, die mal sehen wollen, was die Pflegekräfte so leisten.
Meine Bewertung
Hätte den besser nicht schauen sollen, hat mich zu sehr an meinen Job erinnert (auch wenn kaum vergleichbar ist was den Druck und die Belastung angeht) und mein Stresslevel in die Höhe getrieben...und das im Urlaub...tja selbst Schuld.
Jedenfalls wirklich gut gemacht der Film, sollte Pflichtprogramm für jeden Besucher und Patient eines Krankenhauses sein, vielleicht haben die Menschen dann wenigstens etwas mehr Verständnis.
Und jeder kann froh sein, wenn er nicht in das Höllenloch namens Krankenhaus muss, ich war da als Patient zuletzt mit 14 (war keine angenehme Erfahrung), aber selbst als Besucher bin ich da sehr ungern.
Dass es einen immer größer werdenden Mangel an Pflegekräften gibt, ist völlig verständlich.
Allerhöchsten Respekt an alle, die dort arbeiten und sich das antun.
Ich bin froh, dass der Film auf einer versöhnlichen Note geendet hat, auch wenn das wohl der unrealistischste Part ist.
Meine Bewertung
Mein Letterboxd-Profil /// (ehem. FlyingKerbecs) /// aktuelle Anime-Empfehlungen: Sentenced to be a Hero // Hell’s Paradise // JJK (bei Crunchyroll)
Ich habe mir den Film am 12. Januar 2026 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Ich kannte die guten Kritiken, hatte aber Bedenken, dass mich der Film nicht ganz so begeistern wird, wie viele andere, weil ich selbst im Gesundheitswesen arbeite und zumindest eine zeitlang selbst "auf Station" mit Pflegekräften zusammengearbeitet habe, weshalb dieser Stress und Schock-Effekt bei mir wahrscheinlich nicht so gegeben sein wird...
Ich wurde vom Film eines besseren belehrt und das zeigt mir vor allem, dass der Film eben nicht nur durch bloße Effekthascherei, Dramatik um des Dramas Willen usw. funktioniert, sondern weil er einfach unfassbar gut und dabei auch noch realitätsnah inszenierter ist.
Leonie Benesch ist ein Traum von Schauspielerin in der Hauptrolle und ich möchte alles von ihr sehen. Das Lehrerzimmer und September 5 haben mich bisher nur aus der Ferne interessiert, jetzt sind sie auf meiner To-Do-List.
Das Tempo des Films steigert sich unmerklich im Hintergrund, die Musikuntermalung entwickelt sich von entspannt begleitend zu dramatisch untermalend und das Drehbuch ist wirklich sehr stark hier. Für mich eine Art The Father im Krankenhaus. Weiterer Pluspunkt: knackige Laufzeit, der Film schafft es im Grunde schon mit deutlich weniger als 90 min seine Geschichte zu erzählen, braucht dann aber natürlich noch etwas Zeit um Dinge ausklingen zu lassen.
Ein, zwei Mini-Momente haben den Film für mich an den 5 Hüten vorbeischrammen lassen, aber er ist aufjedenfall in den Top 3 des Jahres für mich.
Ich weiß nicht was das los ist, aber im Moment führen zwei "deutsche" (ich weiß, Heldin ist einer Schweizer Produktion) Filme meine Bestenliste des Jahres 2025 an.Ich habe Stromberg und Kanu des Manitu noch nicht gesehen, wer weiß was da noch passiert...machen wir das Triple voll?^^
Hoher Unterhaltungswert!
Hoher Wiederschauwert!
Klare Empfehlung!
Meine Bewertung
- CINEAST -
@CINEAST
Oh ja, "Das Lehrerzimmer" und "September 5" sind beides auch sehr gute Filme. In jungen Jahren hatte sie bereits eine größere Rolle in "Das weiße Band", auch klasse.
Welcher ist der andere deutsch(sprachig)e Film bei dir? Bei mir steht "In die Sonne schauen" auf Platz 1 der Jahresliste.
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Witzig, meine Nummer 1 ist mit "Islands" auch ein deutscher Film.
Danke an PaulLeger für den Islands Tipp. Werde ich mir vormerken.
Für eure Toplisten könntet ihr euch Amrum angucken. Ebenfalls gut und deutsch. Zudem habe ich mir kürzlich Oslo-Stories: Träume angeschaut. Nicht in meiner Top 3 aber auf jeden Fall in meiner Top 10.
Halten wir fest: Viele starke Filme aus Deutschland.
@CINEAST
Freut mich, dass dir Heldin so gefallen hat
Der Film ist tatsächlich eine schweizerisch-deutsche Produktion.
Was Leonie Benesch angeht bin ich voll bei dir. Eine starke Schauspielerin.
@PaulLeger: Ui, vom "Oh Boy"-Schöpfer Jan-Ole Gerster. Danke für den Tipp.
@TiiN: "Amrum" habe ich zweimal im Kino gesehen, definitiv Top 10 Material.
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Ich habe ein bisschen quatsch geschrieben. Oslo-Stories: Träume ist wenig überraschend aus Norwegen. Trotzdem ein starker Film. ![]()
@luhp92,TiiN,PaulLeger
Das sind genau diese Moviejones-Vibes die ich so liebe. Diese kleinen Mini-Diskussionen die sich unter einem kleinen Film entspinnnen. Gerade das es mal nicht unter Marvel oder Star Wars-Filmen stattfindet ist immer wieder bereichernd, wie ich finde. Wo steckt eigentlich @eli4s fällt mir dabei gerade ein^^
@luhp92
Ich habe wie man sieht gerade September 5 geschaut und auch ihre restliche Fimografie schon genauer unter die Lupe genommen. Dadurch sind Filme und Serien wieder in meinen Fokus gerückt, die ich immer schon irgendwie sehen wollte, aber wo der letzte Funke noch fehlte mich zur Sichtung zu trieben...der ist jetzt übergesprungen. "Das weiße Band", "The Crown", "Persischstunden", "Babylon Berlin", "Das Lehrerzimmer"...habe ich jetzt alle auf der aktuen Watchlist.
Der zweite Film ist tatsächlich...Überraschung...Wunderschöner von Karoline Herfuth. Den ersten Teil habe ich tatsächlich nicht mal gesehen und ich hatte auch nicht vor den zweiten zu schauen, bis ich von mehreren Quellen so viel postives dazu gehört habe u.a. eben, dass der zweite Film im Gegensatz zum ersten nicht nur eine seichte deutsche Dramödie ist, sondern sein Thema deutlich umfangreicher und differenzierter ausarbeitet. Das eine deutsche "Komödie", die für mich unter ferner liefen und "wie Sand am Meer-Film" behandelt wurde, eine anspruchsvoller Fortsetzung spendiert bekommen haben sollte machte mich neugierig und...was soll ich sagen...der Film hat mich voll erwischt...ich hatte nich nur einmal Tränen in den Augen bei der Sichtung und fand ihn auch inszenatorisch echt stark umgesetzt.
In die Sonne schauen...habe ich natürlich auch viel von gehört, aber bisher tatsächlich nichts was mich abgeholt hat. Hörte sich eher an wie "Ja, ist ein ganz guter deutscher Beitrag, aber auch nichts herausragendes". Den sollte man deiner Meinung nach also gesehen haben?
@PaulLeger
Islands habe ich bisher nur grob von gehört, kommt dank deiner Empfehlung auf meine Liste. Danke!
Oh,Boy von Jan-Ole Gerster ist auch so ein Film den ich schon seit über 10 Jahren schauen will und es aus Gründen bisher nicht getan habe, dabei bin ich großer Fan von Tom Schilling.
@TiiN
Amrum haben gefühlt alle Menschen in meinem Umfeld geschaut und für gut befunden. Ich hatte aber auch hier wieder das Gefühl, das ist wieder so ein Film, der bestimmt gut ist, aber auch realtiv sicher sein Thema durchspielt, sodass sich auch viele drauf einigen können. Nichts was einen jetzt groß beim Thema Zweiter Weltkriegs-Drama überraschen würde. Aber auch hier...vielleicht muss ich ihm doch einfach mal eine Chance geben...zwei Kinosichtungen vo luhp92 sind ja auch schon eine Ansage.
Oslo-Stories: Träume, ebenfalls nur wahrgenommen, aber nicht weiter beachtet. Jetzt auch im Fokus. Danke!
@Deutscher Film
Kommt nur mir das so vor oder ist da seit, vielleicht 5-10 Jahren wieder so eine richtige Bewegung deutscher Filmschaffender in Gang, die ich bisher nur beiläufig mitbekommen habe (Victoria war für mich damals auch schon so ein Moment, wo ich dachte, okey, das kann deutscher Film heute, let´s go, gebt mir mehr davon). Tauche da die letzten Tag gerade mal wieder etwas in die Filmografien von einigen Leuten ein und bin überraschat, wieviele Verbindungen es da untereinander gibt und was da auch in internationalen Produktionen alles für deutsche Leute auftauchen. Anfang der 2000er habe ich das Gefühl das letzte Mal gehabt, auch wenn es da eher um kleine deutsche Indieproduktionen wie Verschwende deine Jugend, Crazy, Fickende Fische, Nichts bereuen, Die fetten Jahre sind vorbei etc. ging. Da genossen diese kleinen deutschen Filme aufjedenfall in unserem jugendlichen Kosmos ein hohes Ansehen und galten einfach als "coole" Filme. Ein Prädikat, dass deutsche Filme in der Zwischenzeit, in meiner Wahrnehmung, etwas verloren haben, wo doch eher viel auf sie geschimpt wird. Die neueren Filme die mir so in den Sinn kommen, stehen jetzt natürlich nicht unbedingt in der Tradition der eben genannten, sondern haben einen deutlich "anspruchsvolleren, professionelleren" Touch, aber sie Häufen sich gefühlt zuletzt ähnlich wie damals. Ja, ich werfe hier gerade ein bisschen was durcheinander, aber versteht ihr was ich meine?
- CINEAST -
@CINEAST
Ja, diese Diskussionen abseits der großen Filme mag ich auch sehr, diese sind heute leider weniger zu lesen als früher noch.
"Babylon Berlin" (da hatte Benesch eine größere Nebenrolle in den ersten drei Staffeln) und "The Crown" wollte ich dir urpsrünglich auch noch empfehlen - ich mag beide sehr, vor Allem letztere -, habe es dann aber doch bei den Filmen belassen. Zumal ich bei "The Crown" ehrlich gesagt gar keine Erinnerungen an Benesch und ihre Rolle mehr habe, also die Serie sieht man definitiv nicht wegen ihr.
"Wunderschöner", okay, interessant, mit dem hätte ich jetzt nicht gerechnet^^ An dem Film hat mich bisher, bis nun zu deinem Text, überhaupt nichts angesprochen und zum Sehen bewogen.
"In die Sonne schauen" gräbt sich als Generationen- und Gesellschaftsdrama in meinen Augen tief in die (deutsche) Sozialstruktur, ähnlich wie es in "Die Blechtrommel" oder "Das weiße Band" der Fall ist, und beschreibt umfassend die Lebensrealität, Gedanken- und Gefühlswelt speziell von Mädchen und (heranwachsenden) Frauen im Kontext von Familie, Religion, Krieg, Sexualität und Sterblichkeit. Und bietet mit seinem dezenten Folk-Horroransatz als Geistergeschichte und dem Fokus auf Fotografie zudem spannende Überlegungen zum Umgang und Bewältigung der Vergangenheit. Entsprechend seiner Inhalt ist es keine auch keine klare Erzählung, sondern fühlt sich mehr an wie eine fließender Gedankenstrom, Träume und Erinnerungen.
Ich bin froh, dass ich einer Spontaneingebung gefolgt bin und den Film im Kino gesehe habe, der hat mich echt umgehauen, ich hoffe, er kann sich für die Nominierung des Internatonalen Oscars gegen die starke Konkurrenz durchsetzen.
Der zweite Kinobesuch vom "Amrum" hat sich ergeben, weil meine Mutter den unbedingt sehen wollte, aber nicht alleine gehen wollte^^ Und ich habe die Zweitsichtung dann noch genutzt, um den Film mit dem Roman zu vergleichen, den ich nach dem ersten Kinobesuch als Hörbuch gehört hatte.
Mitte bis Ende der 2010er Jahre nehme ich auf jeden Fall als ein Hoch des deutschen Films war, in der Regel unter Mitwirkung von Christian Petzold, Franz Rogowski, Sandra Hüller und Paual Beer, nebenher noch die beiden Filme mit Helena Zengel, "Systemsprenger" und "Die Tochter", letzerer der Debutfilm von "In die Sonne schauen"-Regisseurin Mascha Schilinski.
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
@ CINEAST @ luhp92
Ich weiß nicht, ob man von Hochphasen sprechen kann, für mich kommen eigentlich konstant gute deutsche Filme raus. Das größte Problem ist halt die schwierige Finanzierung, deshalb vergehen zwischen zwei Filmen von Leuten wie Jan-Ole Gerster, Sebastian Schipper oder Maren Ade 6-7 Jahre und somit ist der generelle Output an potenziell guten Filmen eben immer eingeschränkt. Seit Corona ist das nochmal extremer.
@ CINEAST
Den hätte ich jetzt auch nicht erwartet.^^ Mag Herfurth als Schauspielerin ("Im Winter ein Jahr" ist großartig), von ihren Regie-Arbeiten hab ich nur "SMS für dich" gesehen und fand ihn recht mau, daher dachte ich diese Filme wären ähnlich aber dem ist wohl nicht so, ist vermerkt.
@ TiiN
Schöner Artikel, den du daraus gemacht hast, dafür einen Hut.
@PaulLeger
Das würde ich auch nicht abstreiten, aber in der Zeit Mitte/Ende der 2010er Jahre kamen so viele Filme "am Stück" raus, über die in Filmforen intensiv diskutiert wurde, wie ich das vorher noch nicht kannte. Liegt vielleicht nur an mir, aber für mich war das etwas besonderes und werde ich in der Erinnerung behalten.
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Heldin (2025)
Moviejones | 28.02.2026