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Spider-Man - Brand New Day

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Userkritik von Raven13

Spider-Man - Brand New Day Kritik

Spider-Man - Brand New Day Kritik
1 Kommentar - 01.08.2026 von Raven13
In dieser Userkritik verrät euch Raven13, wie gut "Spider-Man - Brand New Day" ist.
Spider-Man - Brand New Day

Bewertung: 5 / 5

„Spider-Man: Brand New Day“ ist für mich der wohl beste Spider-Man-Film, den ich bisher gesehen habe. Zugegeben, das klingt nach einer hohlen Phrase, befeuert durch die anfängliche Begeisterung nach der Sichtung. Allerdings habe ich den Film nun seit der Sichtung zwei Tage und drei Nächte sacken lassen, und ich bleibe bei meinem Eindruck und meiner Meinung: Für mich ist es der beste Spider-Man-Film bisher. Doch weshalb genau? Dies werde ich hier erläutern.

Vorab möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass ich im Vorfeld nicht so gehyped war wie viele andere. Ich war bisher kein großer Fan von Tom Holland als Peter Parker / Spider-Man, er wirkte auf mich immer ein wenig zu jugendhaft und zu arrogant als Spider-Man, zudem kam er mir persönlich immer ein wenig zu überheblich und unsympathisch rüber. In „No Way Home“ hat er das auf die Spitze getrieben, aber das lag ja nicht nur an ihm, sondern wohl auch am Drehbuch. Das Ende von „No Way Home“ war zwar sehr emotional, aber für mich auch ein Stück weit befriedigend, denn Peter / Spidey hat meiner Meinung nach bekommen, was er verdient hat. Er war dumm, er war arrogant, er war frech und meinte, er wüsste besser als Doctor Strange, wie die Welt und das Universum funktionieren. Sein unbedachtes Handeln hat seine Tante May das Leben gekostet, und es hat auch viele andere Menschen in Gefahr gebracht. Nach allem, was er davor bereits erlebt hat („Homecoming“, „Far From Home“, „Civil War“, „Infinity War“ und „Endgame“), hätte ich ihn ja für reifer gehalten, aber das war wohl zu viel erwartet, oder um es mit den Worten von Doctor Strange zu sagen: „Nach allem, was wir bisher zusammen erlebt habend, vergesse ich immer, dass du noch ein Kind bist“.

Trailer zu Spider-Man - Brand New Day

„Homecoming“ und „Far From Home“ sind aus heutiger Sicht für mich „nur“ okaye Filme, solide. „No Way Home“ hat als Bonus die vielen Auftritte aus dem Multiversum, was damals für mich super funktioniert hat und mich auch geflasht hat. Nach einer kürzlichen dritten Sichtung allerdings musste ich feststellen, dass der Film abseits des Fanservice und der Emotionen am Ende nicht so viel Substanz hat und kaum auf eigenen Beinen stehen kann. Auch der Humor war mir oft zu drüber, und Doctor Strange wurde dümmer gemacht und abgeschwächt, damit Peter ihn „besiegen“ kann. Der Film ist entsprechend in meiner Gunst deutlich gesunken, erst recht im direkten Vergleich mit „Brand New Day“, welcher mich nun im Kino absolut positiv überrascht hat, und das in vielerlei Hinsicht.

Beginnen wir mit dem Herzstück des Films: der Handlung, der Dialoge und der Charaktere.

----- ACHTUNG: SPOILER! -----

Die Handlung hat einen Vorteil gegenüber „No Way Home“: Sie steht auf eigenen Beinen und hat deutlich mehr zu bieten als reinen Fanservice. Der gesamte Ton der Handlung ist deutlich ernster und reifer, das beginnt bei der eigentlichen Erzählung und dem Inhalt der Geschichte, aber betrifft darüber hinaus auch die Charaktere, allen voran Peter Parker / Spider-Man selbst. Zu Beginn erleben wir einen rehabilitierten Spider-Man, der nun wirklich die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft ist und hilft, wo er nur kann, und das ganz offen zusammen mit der Polizei. Spider-Man ist beliebter denn je bei den Menschen, und alles scheint gut zu laufen, bis man Peter Parker zu sehen bekommt, der sichtlich darunter leidet, dass niemand ihn mehr kennt. Alle haben ihn vergessen, auch seine Freundin MJ und sein bester Freund Ned. Ich gebe es nur ungern zu, da ich bisher kein großer Fan von ihm als Schauspieler war, aber Tom Holland ist als Schauspieler offenbar deutlich gereift und erwachsener geworden, denn er spielt seine Rolle hier mit so viel mehr Ernsthaftigkeit und mit deutlich mehr Facetten als in dieser Rolle je zuvor. So bin sogar ich nun voll und ganz von ihm in dieser Rolle überzeugt.

Im Verlauf der Handlung gibt es einige Auftritte wie Dr. Banner / Hulk, Yelena / Black Widow und Frank Castle / Punisher. In vielen Meinungen und Kritiken las ich, dass die Auftritte unnötig sind und den Film überfrachten, doch ich empfinde das gänzlich anders. Gäbe es keinerlei Auftritte von anderen Helden und Avengers, würde es sich falsch anfühlen, denn wir befinden uns nun einmal im MCU, und in New York gibt es halt auch andere Helden. Würden diese überhaupt nicht helfen oder auftauchen, wäre das doch eher merkwürdig. Zudem sind es nun auch nicht so viele Auftritte, als dass sie den Film überfrachten würden. Zumindest ich habe sie nicht als störend wahrgenommen, sondern als Bereicherung. Besonders Frank Castle / der Punisher ist eine enorme Bereicherung für die Geschichte und für Peter Parker, denn die Chemie zwischen den beiden ist großartig, und Frank wurde hier, trotz FSK-12, sehr gut in die Handlung eingebettet, und seine Rolle ist auch bedeutend größer, als ich im Vorfeld vermutet habe.

Auch der erste MCU-Auftritt von Jean Grey (Sadie Sink) ist mehr als nur gut gelungen. Ihr Charakter wurde sehr ambivalent gestartet, sie hat eine richtig gute Basis bekommen, ihr Charakter-Arc ist stark und ihre Handlungen sind nachvollziehbar, bleiben aber anfangs noch im Dunkeln, was die Spannung hochhält, weil man einige Zeit noch nicht einmal weiß, mit wem man es da zu tun hat. Wie auch schon die Chemie zwischen Peter und Frank klasse war, so ist sie es auch zwischen Peter und Jean. Sadie Sink spielt Jean Grey fantastisch, ein starker Auftritt und Einstieg ins MCU, der hoffentlich in Zukunft weiter gut ausgebaut und genutzt wird.

MJ und Ned haben zwar deutlich kleinere Rollen als noch in „Homecoming“, „Far from Home“ und „No Way Home“, aber das in in Anbetracht der Tatsache, dass sie Peter vergessen haben, auch nachvollziehbar. Dennoch bekommt auch MJ hier eine gute Screentime und einige gute Szenen mit Peter und Frank. Auch Neds Auftritte sind durchweg stark und emotional, Jacob Batalon ist aber auch genau der richtige für diese Rolle. Er spielt den immer gut gelaunten Ned einfach mit einer solchen Bravour, dass man ihn einfach mögen muss.

Auch der Auftritt von Dr. Banner ergibt handlungstechnisch durchaus Sinn. Sein Auftritt als Hulk wirkt zwar nüchtern betrachtet unnötig, aber dieser gefällt mir insofern gut, weil Hulk hier endlich wieder so dargestellt wird, wie man ihn von „The Avengers“ noch kennt, nicht mehr dieser „Professor Hulk“-Verschnitt aus den letzten Auftritten.

Yelenas Auftritt als Black Widow ergibt ebenfalls Sinn, sie ist eine wichtige Informationsquelle für Peter, und da sie ja nun mal eine Spionin ist, passt dies eben auch sehr gut. Zudem lockern diese Momente mit ihr das Geschehen auch ein wenig auf mit ein wenig Humor, ohne dass es zu albern wird. Auch dieser Auftritt hat mir daher gefallen.

Insgesamt ist die Handlung über weite Strecken sehr ernst, zudem bietet „Brand New Day“ die für mich stärksten emotionalen Momente der Filmreihe, inkl. der „Amazing“-Filme und der Raimi-Trilogie. Mehrmals kamen mir die Tränen im Kino, aber es ging zum Glück nicht mur mir so. Auch in meiner Nähe hörte ich einige Zuschauer mit plötzlich triefender Nase, und zum Ende des Films wurden einige Taschentücher benutzt.

----- SPOILER ENDE -----

Auch abseits der Handlung hat der Film einiges auf dem Kasten: So ist die Kameraführung von Brett Pawlak in vielen Szenen richtig stark, besonders die Schwünge durch New York, aber auch viele Actionszenen, werden hier richtig stark in Szene gesetzt. Hin und wieder gab es auch mal ein paar schnellere Schnitte oder Kamerawackeln, aber dies hielt sich in meiner Wahrnehmung sehr in Grenzen, im Großen und Ganzen konnte ich dem Geschehen in den Szenen immer sehr gut folgen, eben wegen der überwiegend starken Kameraführung und den überwiegend gut gesetzten Schnitten

Die Tonabmischung des Films ist gelungen, aber setzt jetzt keine neuen Maßstäbe, aber das habe ich nun auch nicht erwartet, denn die Marvel-Filme waren hier noch nie Referenz, was natürlich trotzdem schade ist.

Der Soundtrack von Michael Giacchino wiederum ist stark und bietet einige richtig tolle Stücke, die sehr gut zu den Szenen und Handlungen des Films passen.

Die Actionszenen sind großartig inszeniert und die Kämpfe toll choreografiert. Spider-Man nutzt hier richtig tolle Angriffsmuster und Moves, die man so bisher noch nie von ihm zu sehen bekam.

Große Schwächen sind mir im Film keine aufgefallen, und genau deshalb ist dies auch für mich bisher der beste Spider-Man-Film, denn bisher gab es in jedem Spider-Man-Film mindestens einen, oft sogar mehr Aspekte, die mich gestört haben.

Fazit:

„Spider-Man: Brand New Day“ setzt in meinen Augen neue Maßstäbe hinsichtlich „Spider-Man“-Verfilmungen. Er schafft es, eine gleichermaßen interessante, spannende wie auch emotionale und abwechslungsreiche Geschichte zu erzählen, als auch interessante und spannende Charaktere zusammenzubringen, die eine fantastische Chemie untereinander aufweisen. Auch schauspielerisch hat sich Tom Holland hier von einer ganz neuen und besseren Seite gezeigt, die sogar mich überzeugt hat. Darüber hinaus bietet der Film einen starken Soundtrack und jede Menge großartiger Actionszenen, aber auch ganz große Gefühlsmomente.

Für mich nun also der beste Spider-Man-Film, einer der zehn besten MCU-Filme und einer der zwanzig besten Superheldenfilme allgemein.

Bewertung: 10/10 Punkte

Wiederschauwert: Hoch
Nachhaltiger Eindruck: Mittel
Emotionale Tiefe: Hoch

Spider-Man - Brand New Day Bewertung
Bewertung des Films
1010

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MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
01.08.2026 12:48 Uhr | Editiert am 01.08.2026 - 12:49 Uhr
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Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 9.214 | Reviews: 153 | Hüte: 771

Hier meine Kritik zu "Spider-Man: Brand New Day". Sie enthält viele Spoiler, die ich auf Grund der Masse nicht komplett ausgelendet habe. Bitte Vorsicht beim Lesen, aber der Bereich mit den Spoilern ist eindeutig gekennzeichnet.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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