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MJ-Spieletipp

Der MJ-Spieletipp: Was versteckt sich im Osternest?

Der MJ-Spieletipp: Was versteckt sich im Osternest?
0 Kommentare - Do, 02.04.2026 von Moviejones
Wir präsentieren euch den MJ-Spieletipp und haben euch zu Ostern noch ein paar kleine Überraschungen ins Nest gelegt.
Der MJ-Spieletipp: Was versteckt sich im Osternest?

Super Mario Bros Wonder (NSW2)

Nintendo hat es mal wieder getan und einen seiner Nintendo Switch-Hits auf die Nachfolgekonsole portiert. Unter dem Titel Super Mario Bros Wonder + Gemeinsam im Bellabel Park verbirgt sich genau dies, was die meisten Spieler bereits vermuten. Der bekannte Jump & Run-Spaß kombiniert mit einem neuen DLC, der sich aber primär an Mehrspielerfans als an Solospieler richtet. Wie schon in seiner Urversion sind das Herzstück von Super Mario Bros Wonder die Wunderblumen, die jeden Level in etwas völlig Unvorhergesehenes verwandeln. Plötzlich singt die gesamte Spielwelt, Mario verwandelt sich in einen Elefanten oder die Röhren fangen an zu laufen. Das klingt bescheuert, ist aber umwerfend kreativ und sorgt dafür, dass man nie weiß, was als Nächstes kommt.

Visuell ist Super Mario Bros Wonder ein Fest. Die Switch 2 lässt die Farben und Animationen so knackig erstrahlen wie nie zuvor in einem 2D-Mario. Wer bisher dachte, das Genre sei ausgereizt, irrt gewaltig. Wer die Switch-Fassung bereits besitzt, muss zum Glück nicht noch einmal tief in die Tasche greifen, wenn man den DLC angehen möchte. Den gibt es zusammen mit den Grafikverbesserungen als kaufbares Update im Nintendo Store. Der Clou des DLC liegt im Mehrspieler-Erlebnis, den es zwar im Urspiel bereits gab, wo ihr die Level gemeinsam angehen konntet, doch mit dem neuen DLC Gemeinsam im Bellabel Park wird das alles noch einmal ordentlich aufgebohrt. Bis zu vier Personen tummeln sich gleichzeitig im Level, was nicht selten in einem spaßigen Chaos ausartet. Mit Fremden online zusammenzuspielen funktioniert überraschend reibungslos, auch wenn der Kommunikation durch Emotes natürliche Grenzen gesetzt sind, wir empfehlen hier klar die Couchsession mit den besten Freunden.

Der Bellabel Park erweitert das Soziale: gemeinsame Herausforderungen, neue kooperative Abschnitte und Extras, die man solo schlicht nicht erleben kann. Kleine Abzüge gibt es für den gelegentlich unfairen Schwierigkeitsgrad einzelner Speziallevel und dafür, dass Solo-Spieler beim DLC etwas außen vor bleiben. Doch unterm Strich ist Super Mario Bros Wonder das beste 2D-Mario seit einer Ewigkeit – auch auf der Switch 2 und gemeinsam gespielt ein absolutes Pflichtprogramm für jeden Switch-2-Besitzer.

Screamer (PC, Xbox, PS)

Wer in den 90ern einen PC sein Eigen nannte, kennt Screamer – damals hierzulande als Bleifuss bekannt. Seinerzeit eines der ersten PC-Rennspiele, welches flotte 3D Grafik und ein erstklassiges Fahrgefühl bot. Selbst heute machen die Teile noch viel Freude. Entwickler Milestone, mittlerweile groß durch Motorrad- und Autorenner geworden, greift nun tief in die Nostalgieschublade und liefert einen kompletten Reboot. Und was für einen. Der neue Screamer ist geprägt von einem knallbunten 80er- und 90er-Anime-Stil, mit Zwischensequenzen des japanischen Studios Polygon Pictures – das ist schon mal ein Statement. Optisch ist das Ding eine Wucht. Neongetränkte Stadtlandschaften, futuristische Wüstentrassen, Charaktere mit Tiefe und Stil. Wer Anime liebt, bekommt hier sein visuelles Futter.

Das Herzstück ist das Twin-Stick-System: Mit dem linken Stick lenkt man, mit dem rechten driftet man, und die Kombination beider ermöglicht alles von sanften Kurven bis zu aggressiven Slides. Klingt frisch, fühlt sich in den ersten Stunden auch gut an. Das Problem liegt tiefer: Auch nach vielen Spielstunden kommt das nötige Präzisionsgefühl einfach nicht, das Fahrzeug schwimmt auf der Strecke, statt wirklich knackig zu reagieren. Für ein Arcade-Rennspiel, das auf dem Fahrgefühl aufgebaut ist, ist das ein echter Dämpfer.

Die erzählerische Kampagne rund um das illegale Turnier und den mysteriösen Mr. A – gesprochen von Troy Baker – liefert jedoch überraschend lebendige Charaktere und eine solide Sprachausgabe. Wer also eher wegen der Atmosphäre spielt als wegen millimetergenauer Driftphysik, wird deutlich besser bedient. Unterm Strich: viel Style, ausbaufähige Substanz. Für Anime-Fans und Nostalgiker ein klarer Blick wert, auch wenn das neue Screamer rein gar nichts mit dem Urvater gemein hat. Es ist nicht der beste Beitrag im Genre, da dieses aber inzwischen fast ausgestorben ist, dennoch einer der besseren Beiträge seit langer Zeit.

Grime 2 (PC, Xbox, PS)

Grime war vor einigen Jahren ein echter Geheimtipp für alle Fans von Metroidvania. Die düstere Stimmung und das der Protagonist sich Waffen aus seinen Gegnern basteln konnte und so seinen eigenen Spielstil kreieren, sorgte für eine erfrischende Eigenständigkeit in dem inzwischen gut gefüllten Genre. Mit Grime 2 steht nun die Fortsetzung bereit und die will alles größer, schöner und besser machen.

Auch hier gilt es ein neues und mysteriöses Land des GRIME-Universums kennenzulernen, in dem dich hinter jeder Ecke Gefahren und Wunder erwarten. Nutze deine Umgebung zusammen mit deinen beschworenen Formen, um gefährliche Gegner und epische Bosse zu überwinden, während du eine detailreiche Welt mit verschiedensten Kulturen und Charaktere erkundest. Über weite Strecken gelingt es Grime 2 sogar besser zu sein als sein Vorgänger, vor allem mit seiner eigenwilligen Grafik punktet das Spiel und hebt es zusätzlich von der Konkurrenz ab.

Auch das Kampfsystem kann sich in der Fortsetzung sehen lassen, nur beim Leveldesign haben es die Macher etwas übertrieben. So ist Backtracking zwar Teil der Metroidvania-DNA, hier mangelt es aber oft an Abkürzungen und den nötigen Skills, damit schwierige Passagen nicht immer und immer wieder durchlebt werden müssen, nur um einen zuvor nicht erreichbares Areal zu erkunden. Trotz dieses Makels ist Grime 2 ein solides Spiel, welches Fans auf jeden Fall anschauen sollten.

Stellar Wanderer (PC)

Zum Abschluss noch ein kleiner Tipp. Kurz vor Finalisierung des Artikels trudelte Stellar Wanderer ein. Wer schon immer mal wieder Lust auf etwas in Richtung Privateer oder ähnliche Space-Games von Chris Roberts hatte, der sollte sich mal Stellar Wanderer ansehen. Die Mischung aus Allabenteuer und Handelssimulation trifft auf jeden Fall unseren Nerv, auch wenn das Gameplay etwas mehr Abwechslung vertragen und die Grafik etwas hübscher sein könnte.

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