Action liegt Rob Cohen im Blut, mit The Fast and the Furious und xXx - Triple X begründete er zwei Franchises, die sich bis heute gehalten haben. Superhelden dagegen sind noch Neuland für ihn, aber es gibt ja für alles ein erstes Mal.
So kommt es, dass Cohen jetzt einen Razor-Film über die gleichnamige Comicheldin von Everette Hartsoe schreibt, produziert und inszeniert, wobei er auch Story-Elemente aus Hartsoes "Stryke" einfließen lässt. Ein erstes Promo-Poster ist schon da. Was Razor ausmacht, sind laut Cohen folgende Dinge: Emanzipation, Rache, Action, eine Lovestory, und das alles in eine köstliche Dunkelheit gehüllt, die zu unserer heutigen Zeit passt.
Razor läutete den "bad girl"-Comic-Hype Anfang der 90er mit ein. Nicole Mitchell, die Tochter eines LAPD-Detectives, muss als Kind nicht nur den Tod ihrer jüngeren Schwester, sondern auch die Ermordung ihres Vaters wegstecken. Traumatisiert landet sie in einer psychiatrischen Anstalt, wo sie über fünf Jahre verbringt und regelmäßig vergewaltigt wird. Anschließend erfindet sie sich als Vigilantin neu, die nachts die Schutzlosen beschützt und die Straßen von Queen City von dem Abschaum säubert, der sich dort herumtreibt. Und um sich zu rächen... Sie nennt sich "Razor", wegen der Klingen, die sie an den Armen trägt.
